Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Burladingen Nach Indiskretion droht Rechtsstreit

Von
Knatsch um den Kindi: Im Bewerberverfahren um die Leitung in der Jahnstraße leistete Harry Ebert sich einen Fauxpas. Am Donnerstagabend diskutierte der Gemeinderat. Foto: Rapthel-Kieser

Burladingen - Gut möglich, dass Bürgermeister Harry Ebert vor seinem Ausscheiden aus dem Amt der Stadt nochmal einen teuren Rechtsstreit hinterlässt. Grund: Ein Datenleck und Mauschelei bei der Vergabe der Leitungsstelle im städtischen Kindergarten Jahnstraße.

Noch-Inhaberin der Stelle ist Eberts Ehefrau Christine Kaufmann und die mischt, obwohl sie ihre Stelle für das Frühjahr gekündigt hat, beim Drehen des Bewerberkarussells wohl nochmal kräftig mit. Bereits im Herbst vergangenen Jahres war die Stelle der Kindergartenleitung Jahnstraße im Amtsblatt ausgeschrieben.

Zwei Bewerberinnen kamen in die engere Wahl und stellten sich hinter verschlossenen Türen dem Gemeinderat in einer nichtöffentlichen Sitzung vor. Eine war eine Erzieherin aus einem Burladinger Teilort und die andere eine Kindergartenleiterin aus einer Nachbarstadt. Der Gemeinderat entschied sich für die auswärtige Kandidatin.

Da sie in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis ist, hatte sie darum gebeten, ihre Bewerbung diskret zu behandeln. Nicht nur weil die Feiertage dazwischen waren sondern auch, weil sie Verschiedenes noch Überdenken wollte, meldete sich die Bewerberin auf die Zusage nicht gleich zurück. Das, war für Harry Ebert wohl neu und schließlich rief er selber beim Arbeitgeber der Bewerberin an, fragte nach und outete die Erzieherin als Stellensuchende, die sich aus ihrer gegenwärtigen Position wegbewirbt.

"Ein unglaublicher Fauxpas", sagt die Frau jetzt im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten, und dass sie danach "Riesenprobleme" bekommen habe. Mit der Ebertschen Indiskretion werden sich deshalb womöglich Anwälte befassen, denn die Erzieherin überlegt, den Rechtsweg einzuschlagen. Auch den Landesbeauftragten für Datenschutz will sie involvieren.

Überrascht sei sie auch gewesen, dass Christine Kaufmann ihr per persönlicher Nachricht auf ihrem Facebookprofil zur neuen Stelle gratuliert habe. Die habe sie nach diesen Vorfällen auf keinen Fall antreten wollen. "Da wollte ich nicht mehr zusagen", berichtet sie unserer Zeitung.

Die Stelle musste also erneut ausgeschrieben werden. Wieder sind zwei Erzieherinnen in der engeren Wahl, und auch die Burladingerin, die im ersten Verfahren abgelehnt wurde, ist zum zweiten Mal mit dabei. Dem Gemeinderat stellten die Bewerberinnen sich gestern in nichtöffentlicher Sitzung vor. Und hinter verschlossenen Türen soll es lebhaft geworden sein. Denn was dem Gemeinderat sauer aufstieß: Den Elternvertreter des Kindergartens Jahnstraße und dem Team der Erzieherinnen dort wurden die Bewerberinnen zuvor schon vorgestellt. Auf Einladung der Noch-Stelleninhaberin Christine Kauffmann und der stellvertretenden Hauptamtsleiterin Katja Reck.

Ihre Redaktion vor Ort Burladingen

Flirts & Singles

 
 
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.