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Burladingen Melchingen: Der "Ochsen" wird wiedereröffnet

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Ins Gasthaus "Ochsen" ist wieder Leben eingezogen. Foto: Barth

Burladingen-Melchingen - Nachdem der Ochsen für längere Zeit geschlossen war, öffnet nun das Melchinger Traditionsgasthaus am Samstag, 27. Oktober, um 11 Uhr wieder seine Pforten.

Bereits 1588 wird der Ochsen im Fleckenbuch von Melchingen erwähnt. Über die Jahrhunderte bewirtschafteten verschieden Familien das Gasthaus mit der dazugehörenden Landwirtschaft. 1897 kam das Anwesen in den Besitz der Familie Martin Hirlinger. Dessen Sohn Johann erlernte das Bierbrauerhandwerk und richtete neben der Gaststube eine Brauerei und Schnapsbrennerei ein. Bis in die 20er-Jahre wurde dort eigenes Lagerbier und ein Spezialbier mit dem Namen "Lauchertperle" gebraut und ausgeschenkt.

Von 1954 bis 1962 pachteten die späteren Wirte der Lauchertquelle, Josefine und Karl Hirlinger, das Lokal. Mit einem grundlegenden Umbau verliehen die Eigentümer Antonie und Josef Ott dem Ochsen 1962 eine heimelige Atmosphäre, und so manche Hochzeit- und Fasnetbälle wurden dort gefeiert.

1980 renovierte deren Sohn Erwin zusammen mit seiner Frau Anneliese wiederum das Gasthaus. Für ihre Wildspezialitäten und selbst gebackene Kuchen waren sie im weiten Umkreis bekannt. Als sie nach 37 Jahren die Türen abschlossen, dachten viele Stammgäste und Melchinger: Das ist das Ende des Ochsens.

Doch jetzt wird die Geschichte weitergeschrieben. Bei einem Ausflug auf die Alb entdeckte die Familie Amodio das leerstehende Gasthaus und war von seinem Charme hingerissen. Nachdem die Amodios jetzt kräftig renoviert haben, feiern sie am Samstag ab 11 Uhr Wiedereröffnung. Über Jahrzehnte haben die beiden schon Erfahrung in der Gastronomie. Jetzt haben sie sich nach gepachteten Gastwirtschaften in Esslingen, Nürtingen, Reutlingen und Notzingen den Traum eines eigenen Gasthauses auf der Alb erfüllt.

"Hier kocht der Wirt selbst", sagt Familie Amodio, und die Chefin bedient die Gäste. Wer jetzt erwartet, dass es Pizza gibt, täuscht sich. Amodio bietet seinen Gäste gutbürgerliche schwäbische Küche mit – je nach Saison – regionalen Zutaten an. Dass er seine Maultaschen selbst macht, versteht sich für den Chef von selbst.

Und sonntags gibt es Kuchen von der Chefin gebacken. Die beiden bieten ihre Gasträume auch für kleinere Familienfeste oder Betriebsfeiern an. Am Eröffnungstag gibt’s für alle eine Überraschung. Geöffnet hat der Ochsen: Dienstag bis Freitag von 15 bis 24 Uhr, Samstag ab 11 Uhr und Sonntag ab 10 Uhr

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