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Burladingen Lächerlich-liebevolle Krisen, Liebesblödigkeit

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Foto: Schwarzwälder Bote

Mit einem altgedienten Theatermacher, mit dem Lindenhof-Dramaturgen Georg Kistner, beendet der Schwarzwälder Bote seine Serie mit den Lese-und Filmtipps.

Burladingen-Melchingen Einige Wochen lang haben die Melchinger Künstler, die sonst vor oder hinter der Bühne agieren, unseren Lesern Tipps für Filme, Bücher oder gar Musik ans Herz gelegt und waren – so wie im Theater – mal kurzweilig, mal anspruchsvoll oder machten neugierig auf mehr. Georg Kistner, der letzte in der Reihe, spricht jetzt über seine Lieblingsbücher.

Er schreibt: "In diesen Tagen freiwilliger Quarantäne braucht man ja Geschichten von anderen, um sich zu vergewissern, dass diese gefühlte Überflüssigkeit weit verbreitet ist. Unter diesem Aspekt empfehle ich hier zwei wunderbare Autoren: Der österreichische Übersetzer und Schriftsteller Clemens Setz und sein Buch "Die Stunde zwischen Frau und Gitarre". Darin die Geschichte und Geschichten der Natalie, mit riesigen und herrlich absurden Assoziationssprüngen, nicht enden wollend, über tausend Seiten, also etwas für Buchstabenfresser und Leute, die sehr eigenwillige literarische Welten lieben.

Und viel zu selten empfohlen, aber gerade jetzt perfekte Literatur: Die stets zu Fuß gehenden Protagonisten des deutschen Schriftstellers Wilhelm Genazino, der Ende 2018 leider gestorben ist.

Seine Figuren haben so lächerlich-liebevolle Krisen durchzustehen, dass sie uns in unserer derzeitigen Situation erst recht zu Freunden werden. Ein paar seiner grenzgenialen Titel: "Die Liebesblödigkeit", "Das Glück in glücksfernen Zeiten", "Wenn wir Tiere wären" oder der Essayband "Der gedehnte Blick".  

Georg Kistner ist aufgewachsen in Berlin und Oberbayern, hat in München Theaterwissenschaften, Phonetik und Philosophie studiert.  Seit 30 Jahren ist er als Dramaturg, Theaterpädagoge, Projektentwickler und manchmal auch Regisseur an diversen Theatern tätig.

Kistner arbeitete auch am namhaften Berliner Grips-Theater

Unter anderem arbeitete er mit beim Gefangenentheater AufBruch in Berlin oder aber beim berühmten Grips-Theater der Hauptstadt. Kistner war aber oft auch  abseits der Metropolen im Einsatz. So unter anderem in Parchim (Mecklenburg), Brandenburg an der Havel, Halle a. d. Saale, Frankfurt/Oder, Esslingen am Neckar, Konstanz und immer wieder auch am Theater Lindenhof in Melchingen. Er war immer wieder an diversen Produktionen am Theater Lindenhof als Gastdramaturg beteiligt, nun ist er als Dramaturg für die vielen Sonderprojekte zuständig.

Bis zum Jahr 2016 war Georg Kistner leitender Dramaturg der Freilichtspiele Schwäbisch Hall.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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