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Burladingen Keine Ruhe um Bürgermeister-Affäre

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Wer hat die Uniform von Harry Ebert mit den Abzeichen versehen? Foto: Rapthel-Kieser

Burladingen - Die Netzgemeinde rund um Burladingen und weit darüber hinaus diskutiert lebhaft die Affäre um Harry Eberts Feuerwehruniform. Während das Innenministerium ermittelt, schütteln viele über den Vorgang mittlerweile den Kopf.

Ebert selber reagierte blitzschnell auf den Artikel in unserer Zeitung und änderte noch am gleichen Tag – mal wieder – sein Profilbild auf facebook. Es zeigte einen uniformierten Playmobil-Feuerwehrmann. Ebenfalls auf facebook, reagiert Ditmar S. und sieht eine Parallele zu einem großen Werk deutscher Literatur, das mit Heinz Rühmann auch verfilmt wurde: "Nun hat Burladingen seinen eigenen ›Hauptmann von Köpenick‹", sagt S.

Dienstgrade dann auch für Hexen und Clowns?

Ebenfalls mit einer gehörigen Portion Humor und Ironie sieht Otto S. die unterschiedlichen Schulterklappen und Dienstgrade bei der Wehr und kommentiert sie im Online-Auftritt des Schwarzwälder Bote: "Mein Vorschlag wäre, bei den Weihnachtsmännern und bei den Faschingsfunktionären auch Dienstgrade einzuführen, zum Beispiel Oberweihnachtsmann, Hauptweihnachtsmann, Nikolausdirektor oder Oberclown, Haupthansele, Hexendirektor, Hanselepräsident, und mit der gleichen Berechtigung, wie Feuerwehrleute Dienstgrade und Uniformen haben, könnte man sie auch Hebammen, Lehrern und Angestellten von Kläranlagen verpassen. Man könnte auch darüber nachdenken, ob sich beispielsweise Oberbürgermeister von normalen Bürgermeistern durch mehr als den Dienstwagen unterscheiden sollten, und ob man den Landräten nicht fliegende Teppiche, fliegende Untertassen oder Heiligenscheine verpassen sollte."

Doris H. witzelt: "Könnte es nicht auch sein, dass Herr Bürgermeister Ebert inzwischen bedauert, dass er die Burladinger Fasnet verpasst hat und diese einfach jüngst nachgeholt hat? Auch ein Bürgermeister hat doch ein Recht auf Fasnet und die entsprechende Verkleidung, oder? Zugute halten sollte man ihm auch, dass es ›nur‹ eine Feuerwehruniform war und nicht eine in einer anderen Farbe."

Es sollte geprüft werden, wer die Uniform mit den Abzeichen versehen hat

Artur W. stellt Fragen: "Klar hätte sich Herr Ebert fragen können, warum er eine Uniform mit goldenen Sternen und Streifen sowie goldenen Knöpfen erhält. Da war er doch etwas naiv oder hielt das ganze für einen Fasnetsscherz. Egal. Hier wird das Pferd mal wieder von Hinten aufgezäumt. Er hat sich die Uniform sowie die Dienstgradabzeichen eines Feuerwehr-Beamten nicht selber beschafft. Also muss man fragen, woher diese nicht gerade so in der Schublade liegenden Rangabzeichen stammen.

Wer hat diese wo bestellt, und ist der Lieferant berechtigt diese einfach so auf Anforderung von Hinz & Kunz zu liefern? Also liegt hier vom Besteller entweder eine mutwillige Täuschung vor, oder dem Lieferanten ist es egal. Es sollte erstmal geprüft werden, wer die Uniform mit den Rangabzeichen versehen hat, und wer diese Herrn Ebert zur Verfügung gestellt hat. Sollte sich je ein Verfahren daraus ergeben, sollten der oder die eigentlichen Schuldigen hierfür die Hauptschuld tragen. Hier sehe ich einen klaren Versuch der Täuschung und Dis­kre­di­tie­rung Herrn Eberts. Oder war es nur Dummheit der Initiatoren?"

Ähnlich äußert sich Rolf. G.: "Wer weiß? Vielleicht hat man ihm ja wieder ein Fettnäpfchen bereitgestellt, in das er so oft gerne tritt? Woher kommt die Uniform, und wer hat sie ihm zur Verfügung gestellt, da es ja nicht seine Eigene ist. Was mir gefällt, ist, dass er seine Verbundenheit zur Wehr offen zeigt. Dafür gebührt ihm auch der offene Respekt. Alles andere ist kleinkarierter Schwachsinn."

Reinhart S. kritisiert: "Ja, Burladingen will weltoffen und bunt sein, da muss man schon so kleinkariert auf einen Fehler des Herrn Ebert reagieren", und Rich S. findet: "Was für ein peinlicher Kindergarten."

Hans Z. stärkt dem Bürgermeister den Rücken: "Lasst doch endlich mal den Mann in Ruhe. Dieses dauernde ›Bashing‹ (aus dem Englischen ›bash‹ wie schlagen. Gemeint ist ein aktiver, meist verbaler, übermäßiger Angriff auf jemanden. Anmerkung der Redaktion.) ist doch primitiv und lächerlich. Es kommt darauf an, was er für seine Gemeinde leistet. Anscheinend wird sehr viel Energie darauf verwendet, einen gewählten Volksvertreter mit undemokratischen Mitteln zu demontieren".

Ebenso Jens G.: "Nächstes Mal wird er angeklagt, weil er beim Atmen anderen die Luft klaut." Ein Dave W. antwortet ihm mit vier tränenlachenden Emojis: "Alter, also Burladingen isch ja ständig in der Presse."

"Finde, dass Feuerwehren gar keine Uniformen tragen sollten"

"Ich finde, dass Feuerwehren gar keine Uniformen tragen sollten, sondern lediglich Funktionsanzüge zur sachgemäßen Erledigung ihrer Aufgaben. Immerhin handelt es sich nur um Feuerwehren und nicht um etwas, was etwas mit Militär oder Polizei zu tun hat", tut Lisa W. ihre Meinung kund. Sie gehört zu denjenigen, die im Netz am eifrigsten die Berichterstattung unserer Zeitung rund um Harry Ebert kommentieren.

Hans. J. antwortet ihr: "Frau W., mit solchen Äußerungen machen Sie sich aber keine Freunde bei der Feuerwehr", und Stephan. H merkt daraufhin an: "Feuerwehren haben ihre organisatorischen Wurzeln durchaus beim Militär. Natürlich könnte man das ändern, aber selbst dann dürfte sich der Bürgermeister nicht als Kommandant ausgeben."

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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