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Burladingen Kauft die Stadt das Nikolausheim?

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Das Nikolausheim in Hausen hat schon bessere Tage gesehen. Der Bau, an dem auch der katholische Kindergarten angeschlossen ist, müsste dringend umfassend renoviert werden. Für eine Kirche, der immer mehr Mitglieder weglaufen, finanziell kaum noch zu stemmen.

Burladingen-Hausen. Errichtet wurde das Nikolausheim in Hausen in der Bruckstraße im Jahre 1972. Genutzt wird der Bau für zahlreiche Veranstaltungen der Kirche aber auch der Stadt Burladingen. Krippenausstellungen finden da statt, Einschulungsfeiern, Vorträge und Konzerte und die kleineren Räume sind auch unter der Woche von verschiedensten Gruppen belegt.

Gebäude hat auch für die weltliche Gemeinde eine große Bedeutung

In den vergangenen Jahren wurden bereits verschiedene Sanierungen durchgeführt, unter anderem wurde ein barrierefreier Zugang geschaffen und ein WC für behinderte Menschen eingebaut.

Dringlich wäre aber weit mehr. Was Besuchern des Nikolausheims und den Hausenern immer mehr ins Auge sticht, räumt ein Sprecher der Diözese Freiburg auf Anfrage des Schwarzwälder Bote auch ein. "Derzeit gibt es nach unserem Wissen dennoch einen umfassenden Sanierungsbedarf", heißt es von Seiten des Bistums. Und weiter schildert der Sprecher: "Im Rahmen der vom Erzbistum Freiburg entwickelten ›Pastoralen Gebäude- und Immobilienkonzeption‹ hat die Gemeinde St. Fidelis Burladingen-Jungingen diesen Bedarf erfasst. Allerdings sind uns noch keine Beschlüsse bekannt, welche weiteren Schritte mit der Immobilie geplant sind."

Offensichtlich, so war aus anderer Quelle zu vernehmen, sind die Stadt Burladingen und das Ordinariat in Freiburg miteinander im Gespräch darüber, wie es mit dem sanierungsbedürftigen Gebäude weiter gehen soll. Da der Ortsteil Starzeln keine Festhalle und kein Bürgerhaus hat, kommt dem nahe gelegenem Nikolausheim auch für die weltliche Kommune große Bedeutung zu. Möglich, dass sich die Stadt an den Renovierungskosten mit deutlichen Beträgen beteiligt, möglich aber auch, dass sie das Nikolausheim am Ende kauft und ein städtisches Gebäude daraus macht.

Feststeht, dass es für die Kirchen, auch für die evangelische, immer schwieriger wird, die Unterhaltung ihrer Gebäude zu finanzieren. 18 031 Kirchenaustritte gab es allein im Bistum Freiburg im Jahre 2018. In Baden-Württemberg traten im gleichen Jahr insgesamt über 35 500 Mitglieder aus der katholischen Kirche aus. Bis 2030, so schätzen Statistiker, werde sich die Mitgliederzahl in den Gemeinden im Vergleich zu 1980 halbieren. Deshalb meinen die Experten, werden sich die Kirchen in den nächsten Jahren von rund 6000 Gebäuden trennen müssen. Die Immobilien lassen sich aus wirtschaftlichen Gründen nicht halten. Um Kirchen, Pfarrhäuser und Grundstücke besser zu vermarkten, werden sie teilweise zentral im Internet angeboten.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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