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Burladingen In der Feuerwehr rumort es

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Löschen ohne "Kohle"? Die Burladinger Kameraden warten seit mehr als zwei Jahren auf die Auszahlung für Einsätze. Foto: sb

Burladingen - In der Feuerwehr rumort es. Vielen Wehrleuten wird seit zwei Jahren ihre beantragte Entschädigung für die Einsatzstunden nicht ausbezahlt. Jetzt rutschen sie womöglich über die steuerliche Freigrenze.

Für die anstehende Hauptversammlung der Gesamtwehr am 28. April in Gauselfingen könnte dies Sprengstoff bedeuten. Zweimal wurde das Thema bereits unter dem Tagesordnungspunkt Verschiedenes im Gemeinderat vorgebracht. Die Verwaltung hielt sich jedes Mal bedeckt.

Hintergrund ist, dass die Entschädigungssatzung der Stadt Burladingen ohnehin komplett überarbeitet werden sollte, um sie mit Landes- und Bundesgesetzen abzustimmen und eine einheitliche unanfechtbare Regelung zu erzielen. Auch Rechnungen an die Verursacher von Einsätzen, etwa bei Ölspuren auf der Fahrbahn, Grillen am Waldrand, Sicherheitswachdiensten bei Veranstaltungen soll die Stadt Burladingen lange Zeit nicht gestellt haben.

Zehn Euro in der Stunde müsste ein ehrenamtlicher Burladinger Feuerwehrmann, wenn er zu einem Einsatz gerufen wird, als Entschädigung bekommen. So ist es im Landkreis auch in anderen Städten und Kommunen üblich. Früher haben viele Arbeitgeber den Lohnausfall einfach weiter bezahlt, waren stolz darauf, auf diese Weise Ehrenamt und Kommune unterstützen zu können. Das, so berichtet ein Insider, ist heute nicht mehr üblich. Für die meisten Wehrmänner bedeutet das, im Alarmfall vom Arbeitsplatz wegeilen zu müssen, nicht nur, sich unter Umständen beim Chef und den Kollegen nicht gerade beliebt zu machen.

Es geht auch um einen deutlichen Einnahmeverlust. Dabei hat jeder der Aktiven zuvor ja schon viel Zeit in die eigene Ausbildung gesteckt. Je nach Ausbildungsstand kommen da viele hundert unbezahlte Stunden und Urlaubstage, die der eine oder andere für Kurse und Seminare genommen hat, zusammen. Regelmäßige Übungen, Zusammenkünfte und der Papierkram gelten nicht als Einsatzstunden, werden auch nicht entschädigt. Das Finanzamt erlaubt jedem Ehrenamtlichen, 2400 Euro im Jahr steuerfrei an so genannten Aufwandsentschädigungen einzunehmen. Sollten die Summen, die da in zwei Jahren bei einzelnen Feuerwehrleuten aufgelaufen sind, irgendwann in einem Rutsch ausgezahlt werden, hat da mancher "zuviel" durchs Ehrenamt eingenommen und darf das, was drüber liegt, auch noch versteuern.

Vor diesem Hintergrund kommt Unmut auf. Zurzeit ist das ein umstrittenes Signal der Stadt Burladingen an ihre Wehrleute. Denn wenn es nach dem Feuerwehrbedarfsplan geht, der unlängst vorgelegt wurde, muss so manche Abteilung ihre Mitglieder zu einer weiterführenden Ausbildung motivieren. Gebraucht werden in einigen Teilorten, die im Moment weder den ersten noch den zweiten Abmarsch sicher stellen können, vor allem mehr Atemschutzträger. Zudem sollte die Jugendarbeit intensiver betrieben werden. Der Gemeinderat war sich bei der Diskussion um den Bedarfsplan einig darin, die ehrenamtlichen Wehrleute der Stadt mit hauptamtlich angestellten Helfern zu unterstützen. Es sollte einen Vollzeit-Gerätewart geben, der sich um die Ausrüstung kümmert, und auch eine Teilzeit-Schreibkraft aus der Verwaltung sollte beim bei der Wehr nicht gerade beliebten Papierkram und den Verwaltungstätigkeiten helfen.

Ausgeschrieben war die Stelle des Gerätewartes im vergangenen Januar im Amtsblatt der Stadt Burladingen, und da hörte es sich ganz so an, als würden Gerätewart und Schreibkraft zusammengefasst. Einige Gemeinderäte und Wehrleute wollen bei der Verwaltung jetzt anregen, die Entschädigungen mit einer Art Vorkasse auszuzahlen, bis die genauen Summen ermittelt und sicher sind. Damit im Notfall nicht nur reichlich Wasser, sondern auch mal Geld fließt.

 
 

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