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Burladingen "Ich war schon immer ein Kasper!"

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Adelbert Barth und seine Nichte Lena begeistern ihr Publikum mit schwäbischem Mundart-Kabarett und Gitarrenmusik. Foto: privat Foto: Schwarzwälder Bote

Das Mundartprojekt "Peter Fidel und Lena" ist über Melchingen hinaus bekannt und bei den Zuhörern beliebt. Und im Gasthaus Ochsen findet am Mittwoch, 23. Oktober, der mittlerweile achte Mundartstammtisch statt.

Burladingen-Melchingen. Die Wollmütze sitzt perfekt, das verschmitzte Lächeln auch. Für beides – vor allem aber für sein komödiantisches Talent – ist Adelbert Barth, Künstlername Peter Fidel, weit über die Burladinger Grenzen hinaus bekannt. Das Mundart-Projekt "Peter Fidel und Lena" erobert seit mittlerweile fünf Jahren die Herzen der Schwaben – und, sapperlott, ja sogar der Zugezogenen. Mit Adelbert Barth und seiner Nichte Lena, "Peter Fidel und Lena" also, komplettieren wir unsere kleine Serie um die Melchinger Kleinkünstler-Szene.

Wer hätte das gedacht: Barth (58) ist eigentlich gelernter Bäckermeister, arbeitet seit 20 Jahren für eine Kosmetikfirma in Balingen und war schon als Kind "immer ein bisschen ein Kasper", gibt er zu. "Ich hab’ immer das gemacht, was die anderen nicht gern gemacht haben. Rollen spielen, auf der Bühne stehen, reden."

"Flecka Gschwätz" entstand durch Notizen von Adelbert Barth

Irgendwann fing der "Kasper" an, die Dinge – besonders lustige oder traurige – die er hörte, die sich zutrugen, die andere ihm erzählten, aufzuschreiben. Und weil er den Schwäbischen Dialekt so liebt, geschah dies eben auf Schwäbisch und war mitunter so lustig formuliert und aufgebaut, dass ihm seine beiden Kinder empfahlen: "Schreib das in ein Buch!" Und so entstand "Flecka Gschwätz – s’ganze Johr wunderfitzig", erschienen im Jahr 2015. Vergangenes Jahr erschien dann die gleichnamige CD, auf der die Geschichten und Sketche mit Melodien von Michael Eisele, Kantor, Musiklehrer, Ortschaftsrat und Stadtrat aus Gauselfingen, bereichert werden. "Michael schreibt uns die Musik auf den Leib", betont der Mann mit der Wollmütze, der auch den Melchinger Mundartstammtisch ins Leben gerufen hat. Der mittlerweile achte Stammtisch findet am Mittwoch, 23. Oktober, im Gasthaus Ochsen statt. Und sollte sich Geschichte wiederholen, wird auch diese achte Ausgabe den Ochsen wieder sehr gut mit Gästen füllen.

Das Duo performt nur auf Schwäbisch –­ im gesamten Umland

Seit fünf Jahren also treten Peter Fidel und Lena gemeinsam auf. "Lena kann gut Gitarre spielen und singt toll", sagt er. Trotz anfänglicher Skepsis sei die heute 21-Jährige sehr schnell mit ganzem Herzen dabei gewesen.

Ihren größten Erfolg hatten die beiden beim "Närrischen Ohrwurm" vom SWR-Fernsehen mit "Afangs Jahr". Das war 2018.

Auftritte hat es bisher bis hin nach Stuttgart gegeben, in Rottweil und Umland – und natürlich im Zollernalbkreis und Burladingen. Eine Anfrage aus Schiltach im Schwarzwald hat Barth derzeit auf dem Tisch liegen. "Ich hab denen auch gesagt, dass wir nur auf Schwäbisch performen." Den Schiltachern scheint das nichts auszumachen. Barth ist eben ein Schwäbisches Original, das schätzt man auch im Schwarzwald.

Und was ist das Erfolgsgeheimnis von Peter Fidel und Lena? "Mir schwätzet gean Schwäbisch und wollet versuche, die Mundart am Leaba zu erhalte", sagt Barth im schönsten Schwäbisch. "Die Geschichten sind aus dem Leben gegriffen", wechselt er aus Mitleid für die aus dem Schwarzwald stammenden Redakteurin ins Hochdeutsche, "die Leute finden sich darin wieder. Und wir gehen nie unter die Gürtellinie!"

Machen sich Peter Fidel und Lena, die im "richtigen Leben" als Assistentin bei einem Tierarzt arbeitet, Gedanken um ihre Zukunft als Duo? "Nein", sagt Barth.

"Wir machen so lange weiter, wie wir Erfolg und Lust haben. Ziele setzen wir uns keine."

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