Das alte Eckhaus an der Katharinenstraße würde der Ortschaftsrat Killer gerne zur ELR-Maßnahme machen. Die Räte wünschen sich einen Abriß für eine übersichtlichere Verkehrssituation zu Gunsten der Fußgänger. Foto: Rapthel-Kieser Foto: Schwarzwälder Bote

Ländlicher Raum: Ortschaftsrat Killer zurrt Sanierungsgebiet fest / Neubaugebiet Hofstätt an erster Stelle

In der jüngsten Ortschaftsratssitzung in Killer wurde es bunt. Mit einem farbigen Plan veranschaulichte Ortsvorsteher Gerd Schäfer den ehrenamtlichen Kommunalpolitikern in seinem Gremium, wie es im Ort gerade aussieht.

Burladingen-Killer. Danach fiel den Entscheidungsträgern die Abstimmung zum Sanierungsgebiet für das ELR-Programm, so es dann kommen wird, leicht. Es gab einen einstimmigen Beschluss. Tatsächlich war Killer eine der letzten Gemeinden, die in öffentlicher Sitzung über die ELR-Parameter beschloss, die sie bei der Stadtverwaltung einreichen will.

Deren erklärtes Ziel ist es, Burladingen als Gesamtstadt als Schwerpunktgemeinde ins Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum zu hieven. Dann könnte es fünf Jahre lang saftige Zuschüsse für die unterschiedlichsten Maßnahmen, vor allem für Renovierungen alter Häuser, für die Schaffung neuen Wohnraums oder die Sanierunge und Gestaltung öffentlicher Plätze und Gebäude geben.

Das Sanierungsgebiet, pinkfarben im Plan, ist auch in Killer groß. Mit Zuschüssen rechnen können jene Bauherren, deren Gebäude vor 1960 erbaut wurden. Aber der Plan zeigte ein Weiteres auf. Es gibt innerorts auch viel Leerstand, angezeigt im Plan in der Signalfarbe rot. Das sind Häuser und Fabriken, die alt, teilweise verfallen, unbewohnt und ungenutzt sind. Trotzdem setzte der Ortschaftsrat eine Maßnahme ganz oben auf die Prioritätenliste des ELR-Programms: die Erschließung des Neubaugebiets Hofstätt, bislang 8 000 Quadratmeter Obstwiesen mitten im Ort (im Plan grün eingezeichnet). Diese Erschließung hat der Ortschaftsrat schon lange im Visier, denn Bauplätze in öffentlicher Hand gibt es für bauwillige junge Familien nicht mehr. "Wir führen sehr positive Gespräche zum Aufkauf der Grundstücke", betonte Schäfer während der Sitzung, und dass die Umsetzung, sollte das Regierungspräsidium im September den Schwerpunktgemeinden-Entscheid positiv fällen, noch 2022 angegangen werden sollte.

Auf Nummer zwei der Prioritätenliste setzten die Räte den Dorfplatz gegenüber der Kirche, den sie schon bei den vergangenen Ortsbegehungen immer besuchten und sich eine bessere Gestaltung wünschten. Ebenso für den Rathausplatz, der samt seiner Parkplätze daneben, die man auch der Metzgerei und ihrer Kunden wegen "mal befestigen sollte", auf Platz drei der ELR-Wunschliste gelangte. Auf Platz vier setzten die Räte den Aufkauf des Eckgebäudes zur Einfahrt in die Katharinenstraße.

Das sollte abgerissen werden, um die Verkehrssituation an dieser Stelle vor allem für Fußgänger zu entschärfen. Genau gegenüber wäre dann die fünfte Maßnahme, die die Ortschaftsräte einstimmig beschlossen: der Eingangsbereich zum alten Friedhof und die Parkplätze an der Kirche, direkt gegenüber der Einfahrt zur Katharinenstraße.

Abgesehen vom ELR-Programm berieten und beschlossen die Kommunalpolitiker auch die Gestaltung und Form des neuen Urnengrabfelds auf dem Friedhof und das Material für die Stele mit den Namen der Verstorbenen.

Ortsvorsteher Gerd Schäfer gab außerdem bekannt, dass Ende April im Killertal eine Verkehrsschau stattfinden soll. Bei der geht es dann ausschließlich um den Zustand der Gemeindestraßen. Außerdem gab er bekannt, dass die Gleisarbeiten zwischen Jungingen und Killer beendet seien. Jetzt werden diejenigen zwischen Starzeln und Hausen in Angriff genommen.

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