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Burladingen Großbrand in Postverteilzentrum

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Nicht ganz ungefährlich, weil das Dach in Mitleidenschaft gezogen war: Der Einsatz auf der Drehleiter. Foto: Rapthel-Kieser

Burladingen-Gauselfingen - Kurz vor 12 Uhr wurden am Mittwoch Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte zu einem Großeinsatz nach Gauselfingen gerufen. Durch das Postverteilzentrum in der Nonnenstraße 9 fraß sich ein Brand, vermutlich ausgelöst durch einen defekten Schaltkasten.

Gebäude nicht zu retten

Die Einsatzkräfte mussten sich mit schwerem Atemgerät durch beißenden Gestank und rußig-schwarzem Rauch vorkämpfen. Nicht nur die Burladinger und die Gauselfinger Feuerwehr war im Einsatz, auch die Kollegen aus Hörschwag und Stetten halfen bei der Brandbekämpfung, formierten sich zu einem großen Aufgebot mit Drehleiter, insgesamt sieben Einsatzfahrzeugen und rund 60 Feuerwehrleuten, wie der Kommandant der Gesamtwehr Ilja Pilic bestätigte.

Die Lage war schnell im Griff, das Gebäudeinnere aber nicht zu retten.

Kaum Pakete und Briefe betroffen

Die knapp über 30 Mitarbeiter des gelben Unternehmens hatten Glück, konnten sich alle rechtzeitig ins Freie retten oder waren mit ihren gelben Postautos schon längst in alle Himmelsrichtungen unterwegs. Die Rettungssanitäter vom DRK, ebenfalls mit mehreren Fahrzeugen angerückt, blieben aber sicherheitshalbervor Ort, denn auch der schwierige Einsatz der Feuerwehr, teilweise mit Drehleiter und Motorsäge über das arg ramponierte Dach war nicht ganz ungefährlich.

Die Postkunden von Burladingen, Neufra, Gammertingen und Mariaberg, die von hier aus zentral beliefert werden, dürften ebenfalls kaum Verluste zu beklagen haben, wie der Leiter des PVZ, Christian Heinzelmann vor Ort bestätigte. Denn die Post für diesen Tag war mit den Zustellern schon raus, als die Elektroleitungen zu schmoren begannen – und die für den folgenden Tag die aus Reutlingen und Eutingen angeliefert wird, war noch nicht im Gebäude angekommen.

Lagergebäude von Labexchange als Interimslösung

„Aber jetzt so im Weihnachtsgeschäft ist das natürlich schwierig“, sagt Burladingens Erster Beigeordneter Berthold Wiesner, der ebenfalls schnell nach Gauselfingen geeilt war. Zusammen mit Ordnungsamtsleiter Martin Paulus, der als Brandbekämpfer im Einsatz war. „Der Betrieb muss morgen weitergehen“, kommentierte Heinzelmann, denn die Monate vor Weihnachten sind die Hochzeit für die Postzusteller.

Und tatsächlich schien sich noch während des Einsatzes eine Lösung abzuzeichnen. Wolfgang Kuster, Chef des Burladinger Unternehmens LabExchange und sein Sohn Maximilian erschienen neben den Wehrleuten als weitere mögliche Helfer in der Not. Noch während die Löscharbeiten andauerten, nahmen sie sich spontan Zeit, mit den Verantwortlichen der Post ein großes Lagergebäude anzuschauen, das Labexchange vor kurzem gekauft hatte und das nur wenige Meter entfernt ist. Es könnte unter Umständen als Interims-Unterbringung für die Postmitarbeiter dienen.

Zustellstützpunkt betreut rund 12. 000 Haushalte

Erst im Mai 2014 war das gelbe Unternehmen in das damals leer stehende Bumiller-Gebäude in der Nonnenstraße eingezogen. In Gauselfingen freute man sich damals darüber, die Arbeitsplätze am Ort zu haben. Der Zustellstützpunkt ist zuständig für rund 12. 000 Haushalte, alle die zwischen den Postleitzahlen 72393 bis 72519 liegen.

Der Durchgangsverkehr auf der B 32 zwischen Burladingen und Gammertingen war am Ortsausgang in Gauselfingen wegen der Löscharbeiten rund zwei Stunden lang in Mitleidenschaft gezogen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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