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Burladingen Größer, bunter und viel frischer

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Conradi, Dörte Foto: Schwarzwälder Bote

Der Burladinger Gemeinderat wird umziehen müssen. Der große Saal im Rathaus, bei Sitzungen bisher schon sehr eng, reicht sicher nicht mehr aus. Denn im neuen Stadtparlament sitzen nun 29 statt wie bisher 24 Räte. Zwölf von der CDU, neun Freie Wähler und je vier von Grüne und AfD.

Burladingen. Zwar bleibt die CDU die größte Fraktion, der aufgeblähte Gemeinderat geht aber vor allem zu Lasten der Christdemokraten. Haben sie bisher von den insgesamt 24 Räten 16 gestellt, sind es nach den vorläufigen Ergebnissen künftig nur noch zwölf. Mit Ilija Pilic, Sina Bauer, Michael Dieter, Armin Diebold und Mathias Fritz schafften es allerdings fünf Newcomer in den Gemeinderat. Nicht mehr dabei sind dafür Frank Löffler, Simon Pfister, Jörg Hammermeister und Walter Knör. Stimmenkönigin in der CDU bleibt mit 5397 Stimmen und weitem Abstand die Frontfrau Dörte Conradi, gefolgt vom Fraktionsvorsitzenden Michael Eisele (2977) und dem Kommandanten der Gesamtfeuerwehr Ilija Pilic mit 2478 Stimmen.

Die Freien Wähler sind mit neun Sitzen dabei. Bisher hatte sie nur acht, nach dem Ausscheiden von Armin Schweitzer gar nur sieben. Allerdings: Vier der neun Sitze sind Ausgleichsmandate, um nach d’ Hondt das korrekte paritätische Verhältnis wieder herzustellen. Auch bei den FW hier gibt es einige Neulinge: Johannes Leibold, Sven Rempe, Saskia Streicher und Rosario Di Giovanni. Die meisten Stimmen holten Daniel Deuringer, Alexander Schülzle und Johannes Leibold, gefolgt von Sven Rempe und Karl-Moritz Kraus. Dass die Fraktionsvorsitzende Rosi Steinberg an erster Stelle der FW-Liste stand, hat den Wähler beim Kumulieren wohl wenig gekümmert. Sie kommt in der Wählergunst auf Platz vier, ergattert vor Kevin Rieber, Streicher und Di Giovanni das erste der vier Ausgleichsmandate.

Vier Sitze jeweils für die Grünen und die AfD

Für die Grünen werden Manfred Knobloch, Stefan Businger, der Melchinger Schauspieler und Intendant des Lindenhoftheaters Bernhard Hurm und Christine Lorenz-Bühl in den Gemeinderat einziehen. Hurm hat damit auch den Christdemokraten Walter Knör, der Melchingen bisher im Rat vertrat, aus dem Gremium gekegelt. Hurm hat 1391 Stimmen, Knör nur noch 881. Stimmenkönig bei den Grünen ist Manfred Knobloch mit 1420.

Für die AfD ziehen deren Sprecher Joachim Steyer, Michael Dehmer, Christian Beck und Andreas Scheu in den Gemeinderat ein. Die höchste Stimmenzahl hat dabei der Hausener Steyer mit 1868 gefolgt von Christian Beck mit 1395.

Der Wähler hatte die Chance, den Burladinger Gemeinderat kräftig durchzuschütteln – und hat sie genutzt. Weg vom Zwei-Fraktionen-Gremium hin zu völlig anderen Mehrheitsverhältnissen hat er die Regierung der Fehlastadt gegen den Strich gebürstet. Mit den zwei neuen Fraktionen Grüne und AfD kam ein Gemeinderat heraus, dessen Agieren und Reagieren auf Verwaltungsvorlagen und dessen Entscheidungen künftig mit Spannung erwartet werden dürfen. Dass so viele Neulinge mit quasi null kommunalpolitischer Erfahrung im Gemeinderat sitzen, muss dabei nichts Schlechtes sein. Auch das hat der Wähler offensichtlich gewollt und dem Gremium kurzerhand eine Auffrischung verpasst. Fest steht jetzt schon, dass dieser Gemeinderat, auch wenn er aufgebläht erscheint, die Bürger besser repräsentiert als der bisherige. Denn Burladingen ist bunt – jetzt auch im Stadtparlament.

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