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Burladingen Gelungenste Maßnahme der Dorfentwicklung

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Der "Gänsebrunnen" im Stadtteil Melchingen. Fotos: Eule Foto: Schwarzwälder Bote

Der Wandel in einer Stadt zeigt sich nicht nur an Gebäuden sondern auch daran, wie Plätze und auch die umgebende Landschaft eine Umgestaltung erfuhren.

Burladingen. Besonders machte sich dies in den Burladinger Albstadtteilen bemerkbar, für die ab den 70er-Jahren des vorigen Jahrhunderts Flurbereinigungsverfahren umgesetzt und Dorfentwicklungspläne aufgestellt wurden. Und aus beiden Projekten standen Fördermittel zur Dorfentwicklung und zu landschaftsgestaltenden Arbeiten zur Verfügung.

So kamen dann andere Stadtteile auf den Geschmack, und wollten einen solchen Brunnen

Ihren Ausgang nahmen diese Projekte 1977 mit dem Neubau der Turn- und Festhalle in Stetten u. H., einer Halle, die vom üblichen Format des Typus "Zigarrenkiste" wohltuend abwich und sich gestalterisch ins Ortsbild einpasste. Gleichlaufend war in diesem Stadtteil eine Farbaktion zur Neugestaltung und Belebung des Ortsbildes im Gange, die Jahr für Jahr um weitere Maßnahmen erweitert wurde.

Mit zu den gelungensten Arbeiten zählt dabei die Erstellung des neuen Brunnens vor der Turn- und Festhalle. Entworfen hatte diese Anlage der Pfullinger Architekt Tilmann Geiselhart als großen Teich, der mit seinen symbolisierten Schwänen an den früher an dieser Stelle gelegenen Gänseweiher erinnern soll. Anfangs stand man den ebenfalls von Tilmann Geiselhart entworfenen modernen Schwänen doch etwas reserviert gegenüber, aber das gab sich bald, und zur Einweihung des Brunnens hatte der damalige Ortsvorsteher Wilhelm Locher sogar noch eine Beleuchtungsanlage spendiert. Man darf diesen Brunnen wohl mit Recht als einen der Ausgangspunkte zu dem heute allerseits beliebten Freizeitgelände auf dem Dorfanger und an der Lauchert bezeichnen.

So kamen denn auch weitere Stadtteile auf den Geschmack und wollten einen Brunnen von Tilmann Geiselhart, beispielsweise die Melchinger, die einen von ihm entworfenen Gänsebrunnen am Zufahrtsweg zur Lauchertquelle und zur Burgruine erhielten.

Wieder mit Gefühl in den Hang eingefügt –­ diesmal aber mit realistischen Gänsen

Auch hier wieder mit Gefühl in den umgebenden Hang eingefügt, aber mit von ihm entworfenen realistischen Gänsen. Wie alle Melchinger Brunnen wurde er auch durch aufgefangenes Quellwasser gespeist. Zwischenzeitlich ist die Brunnenanlage vergrößert und aufgepeppt worden, ein schöner Fleck zum Verweilen.

Ein weiterer Brunnen entstand nach den Plänen von Tilmann Geiselhart in der Bachstraße in Ringingen. Auch hier das Thema mit den Gänsen und zur Abstützung des dahinterliegenden Hanges gedacht. Als Brunnen fast ein wenig zurückgedrängt durch die gegen den Hang angelegte Sitzgruppe, und auch die Gänse sind relativ klein ausgefallen, scharen sich aber munter um ihre Mutter.

Als letzten schuf Tilmann Geiselhart, nachdem es mit dem St.-Veits-Brunnen nichts wurde, den Entwurf für den Brunnentrog des Narrenbrunnens in der Josengasse in Burladingen.

Während sich die anderen Brunnen ihren Platz im Herzen der Bevölkerung bewahrt haben, ist der Brunnen in der Josengasse bereits Geschichte. Abgebrochen, der Platz dämmert als Parkplatz vor sich hin.

Aber die Zeit geht weiter, und vielleicht ist dann für den Burladinger Stadtpatron St. Veit doch noch ein Plätzchen frei.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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