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Burladingen Für Retter entsteht Horrorszenario

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Für einen Fortbildungskurs mit Rettungsgeräten wie Scheren und Spreizer wurden ausgediente Personenwagen wurden mittels eines Staplers und mehreren Anläufen zunächst übelst ramponiert, einer aufs Dach geworfen, einer auf die Seite gelegt, um dann die Befreiung der eingeklemmten Insassen zu üben. Foto: Badura

Burladingen - Die Sicherheitstechnik, die in moderne Autos eingebaut wird, hat vor allem Vorteile. Wenn es allerdings einmal ganz schwer gekracht hat, kann das Wrack zum "Gefängnis" werden, das nur mit Hilfe spezieller Werkzeuge geknackt werden kann.

Am Wochenende fand für die Burladinger Feuerwehr ein Kurs statt, in dem diesbezüglich neueste Erkenntnisse, Tipps und Tricks vermittelt wurden. Daran nahmen 13 Burladinger Wehrleute teil, sechs aus Melchingen sowie ein Mitglied der DRK-Bereitschaft Burladingen/Ringingen. Geleitet wurde der Kurs von zwei Mitarbeitern der Firma Weber Hydraulik. Sie ist einer der Marktführer auf dem Gebiet der Hydrauliksysteme, darunter Rettungsgeräte wie Scheren und Spreizer.

Die beiden "Instruktoren", die den Kurs in Burladingen leiteten, wussten, von was sie reden. Sowohl Bertram Karcher wie auch Joachim Völkel sind bei der Feuerwehr aktiv, Völkel zudem beim DRK. Morgens gab es Theorie, nach dem Mittagessen stand am benachbarten "Waagrain" die Praxis auf dem Programm.

Ausgediente Personenwagen wurden mittels eines Staplers und mehreren Anläufen zunächst übelst ramponiert, einer aufs Dach geworfen, einer auf die Seite gelegt. In der Realität auf der Straße wäre das ein Horrorszenario. Dann durften die Männer in insgesamt drei Gruppen zeigen, was sie schon lange beherrschen beziehungsweise, was sie aus dem morgendlichen Kurs mitgenommen haben.

Optimalerweise nähert sich der Retter dem Fahrzeug von vorn mit erhobener Hand, fixiert so den Blick des Verletzten, damit er den Kopf nicht dreht. Er könnte ja eine Halswirbelverletzung erlitten haben. Scheiben werden, bevor man sie einschlägt, abgeklebt, so regnen die Splitter nicht über die Insassen. Autoreifen zerschneidet man heute nicht mehr vorsorglich, das hat sich als überflüssig erwiesen, erschwert zudem die Arbeit der Polizei und des Abschleppdienstes. Wer nicht direkt eine Aufgabe zu erledigen hat, hält sich auch nicht direkt am Unfallauto auf, sondern steht drei Meter entfernt in Rufbereitschaft. Nicht in den Bodenträger schneiden, das macht den havarierten Wagen instabil und zur Not kann man ein Fahrzeug, das auf dem Dach liegt, auch mit einer Leiter stabilisieren, man muss nur wissen wie.

Viele Hinweise. Einige werden im Notfall nicht zur Anwendung kommen, manche hochelegante Lösung wird zugunsten der Zeit brachialer Gewalt Platz machen müssen: Dach runter – fertig! Aber, es wird den Kursteilnehmern auch vieles im Gedächtnis hängen bleiben.

Kommandant Ilja Pilic war zufrieden. Der Tag war Teil des ständig in Burladingen laufenden Kursprogrammes und insgesamt ein Erfolg und ein Schritt auf dem Weg zur Weiterbildung, die angesichts der sich schnell wandelnden Technik bei der Feuerwehr niemals abgeschlossen ist.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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