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Burladingen Festkultur mit Schmankerl

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Von Erika Rapthel-Kieser

Burladingen. Weniger Alkohol, weniger Auswüchse, mehr Jugendschutz: Der Burladinger Gemeinderat hat beschlossen, sich der Initiative des Landkreises in Sachen "Fairfest" anzuschließen und stimmte geschlossen einer "Neuen Festkultur" zu. Besonderes Schmankerl ist, dass sich Burladinger Fest-Veranstalter die Hallenmiete sparen können, wenn sie sich an strenge Regeln halten. Bei einer Selbstverpflichtung zur "Burladinger Festkultur" sollen den Organisatoren die Hälfte der Hallenmiete und der Nebenkosten erlassen werden. Wer weiter geht, das Fairfest-Siegel erwirbt, Party-Pässe austeilt und dabei noch restriktivere Regeln umsetzt, zahlt nur noch den symbolischen einen Euro als Miete. Dies, so Alexander Schülzle, Fraktionssprecher der Freien Wähler, ist "einmalig im Zollernalbkreis". Schülzle muss es wissen, denn er ist Kreisjugendpfleger und beim Landratsamt für Fairfest-Siegel und Party-Pass zuständig. Dass Burladingen zu Gunsten des Jugendschutzes auf Hallenmiete verzichtet, freut den Experten ganz besonders.

"Wir wollen nicht gleich mit dem großen Hammer kommen", betonte Hauptamtsleiter Michael Schäfer. Die Stadt setze auf Freiwilligkeit und hofft, dass sich möglichst viele Organisatoren der Festkultur anschließen.

Die Festkultur regelt unter anderem, dass Betrunkene keinen Einlass mehr haben, dass eine Alterskontrolle am Eingang stattfindet, Alkohol nicht mitgebracht und es keine Lockangebote für preiswerten Alkohol geben darf. Branntwein soll erst ab 23 Uhr ausgeschenkt werden und der Veranstalter muss, ebenso wie das für die Sicherheit zuständige Personal, nüchtern bleiben. Auch die Zeiten für Anfang und Ende vom Hauptprogramm sind vorgeschrieben, ebenso, dass bis um 1 Uhr nachts der volle Eintrittspreis verlangt wird.

Wer das Fairfest-Siegel bekommen und mit ihm werben will, muss noch mehr Regeln einhalten. Unter anderem gelten strengere Auflagen für unter 16-Jährige und ihre Begleitung. Wer zwischen 16 und 18 ist braucht einen Party-Pass. Es darf keine Flatrates für Alkohol geben und es müssen mindestens drei attraktive alkoholfreie Getränke im Angebot sein, die billiger sind als das billigste alkoholische Getränk. Wer das Fest verlässt muss, wenn er zurückkehrt, noch einmal Eintritt bezahlen. Damit soll verhindert werden, dass Jugendliche rund um die Veranstaltung selbst mitgebrachten Alkohol konsumieren.

Dörte Conradi (CDU) mahnte, dass die Einhaltung der Regeln auch kontrolliert werden müsse. Burladinger Vereine und Jugendclubs sollen über die neue Festkultur informiert und nach einem Jahr ein Bericht darüber abgegeben werden, ob und wie sie angenommen wird.

u Mehr Informationen zu dem Thema gibt es auf der Internetseite http://www.fairfest.de/ Hier können auch Veranstaltungen im Zollernalbkreis online angemeldet oder mit den zuständigen Ansprechpartnern des Landratsamtes Gesprächstermine vereinbart werden.

Ihre Redaktion vor Ort Burladingen

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