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Burladingen Es bleibt bei fünf Bewerbern zur Bürgermeisterwahl

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Der Wahlkampf kann bald losgehen, wer Chef im Burladinger Rathaus wird, entscheidet sich dann am Sonntag, 20. September. Foto: Rapthel-Kieser

Burladingen - Der letzte Blick wenige Minuten nach 18 Uhr in den Rathausbriefkasten bestätigte dem Burladinger Ersten Beigeordneten Berthold Wiesner, was alle erwartet hatten: Es bleibt bei fünf Bewerbern um das Bürgermeisteramt der Fehlastadt. Die Wahl wird am Sonntag, 20. September, sein.

Dann werden auf dem Wahlzettel die Kandidaten in der Reihenfolge stehen, in der sie ihre Bewerbungen abgegeben haben.

Kein Kontakt zu Grünen

Der erste war der 59-jährige Architekt und Diplom-Ingenieur Michael Ohm aus Bremen, der erst kurze Zeit Mitglied der Partei Bündnis 90/Grüne ist. Bei den Grünen des Orts- und Kreisverbandes hatte er sich, bevor er der Stadtverwaltung seine Bewerbungs-Mail zukommen ließ, nicht gemeldet. Die erfuhren vom Schwarzwälder Bote von dem Bremer, der in Burladingen Rathauschef werden will. Ohm, er nennt sich selber Urbanist, hat sich zudem wenige Wochen, nachdem er sich in Burladingen beworben hatte, mit den Grünen von Ostfildern ins Benehmen gesetzt. Er schielt wohl auch nach dem Sessel des Oberbürgermeisters der 40 000-Einwohner-Stadt, der einige Monate nach Burladingen gewählt werden soll.

Die Grünen vom Ortsverband Burladingen und des Kreisverbandes Zollernalb nahmen das Ostfildern-Geplänkel zur Kenntnis und haben bis heute keinen Beschluss gefasst, die Kandidatur des Bremer Städteplaners und Architekten für Burladingen zu unterstützen. Der Beschluss wird wohl auch nicht kommen, denn ein persönliches Kennenlernen gab es bis heute nicht.

Jung und vom Fach

Zweiter Bewerber auf dem Wahlzettel ist der Leiter des Calwer Liegenschaftsamtes und hauptamtliche Ortsvorsteher von Hirsau und Altburg, Davide Licht. Der 31-jährige ist unter den Bewerbern der einzige, der Erfahrungen mit großen Verwaltungen hat. Für ihn sei schon seit seinem "Public Management-Studium" in Ludwigsburg klar gewesen, dass er eines Tages an einer Verwaltungsspitze stehen möchte, sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung. Auf Burladingen und die vakante Bürgermeisterstelle wurde er durch einen Freund aufmerksam.

Licht hat bereits früh Kontakt zu verschiedenen Fraktionen des Gemeinderates aufgenommen, um sich vorzustellen, und hat die vergangenen Wochen der Urlaubszeit genutzt, sich mit der Fehlastadt, ihren Teilorten, dem Vereins- und Geschäftsleben vertraut zu machen. Offizielle Wahlkampftermine gab es zwar nicht, aber der 31-jährige Licht war in jüngster Zeit häufig in Burladingen unterwegs, um Menschen und Macher der Stadt persönlich kennenzulernen. Und bereits am Tag, als er seine Bewerbung abgab, ließ Licht keinen Zweifel daran, dass er im Falle seiner Wahl nach Burladingen ziehen würde, um immer vor Ort zu sein.

Nach Licht gaben zwei "Heimspieler", bereits in Burladingen wohnhaft, ihre Bewerbung ab.

Schutz und Sicherheit

Dritter Kandidat auf dem Wahlzettel ist der 48-jährige, parteilose Hans-Walter Hellbach. Der gebürtige Freudenberger absolvierte nach seiner kaufmännischen Ausbildung eine weitere zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit und ist nach eigenen Angaben als Unternehmer im Personen- und Werkschutzbereich selbstständig. Er hat sich mit einer Pressemitteilung als erster der Bewerber aus der Deckung gewagt und damit den Reigen eigentlich eröffnet. Bis zur Abgabe seiner Bewerbung im Rathaus ließ er sich dann allerdings mehrere Wochen Zeit.

Hellbach wohnt seit 2013 in Burladingen, zusammen mit seiner Lebensgefährtin und der gemeinsamen Tochter. Die besucht den Kindergarten Jahnstraße, wo Hellbach im Elternbeirat ist. Außerdem ist der Parteilose Mitglied im Bundesverband für Coaches, Trainer und Heilpraktiker für Psychotherapie e.V. so wie im Bundesverband Deutscher Personen- und Begleitschützer e.V.

Er lässt es öfter krachen

Ein weiterer Burladinger und Vierter auf dem Wahlzettel wird der Unternehmer Axel Niedenthal sein. Niedenthal ist Heizungsbaumeister und betreibt eine eigene Pyrotechnik-Firma mit Sitz in Hausen. Bekannt ist er in Burladingen und darüber hinaus, weil er es bei Familienfeiern und Fasnetsveranstaltungen richtig krachen lässt und als staatlich geprüfter Pyrotechniker bei zahlreichen fröhlichen Feiern mit Böllern und Raketen den Himmel erhellt. Für ihn, so sagte er im Gespräch mit lokalen Medien, gab es in er Bewerberliste keinen wirklichen Favoriten, weshalb er sich entschloss, seinen Hut selber in den Ring zu werfen. Auch, weil er sich aufgrund seines Bekanntheitsgrads "Chancen auf eine Wahl" ausrechnet, wie er es formulierte. Dass er eine Verwaltung führen kann, das traut sich der Heizungsbauer und Feuerwerker zu. Immerhin führe er seit Jahrzehnten auch seine eigene Firma, müsse kalkulieren, koordinieren, Angebote unterbreiten und Kundengespräche führen. Auch in seinem Betrieb gelte es, sich mit ständig wechselnden Verordnungen auseinanderzusetzen, argumentiert er. Und: "Einarbeiten kann man sich in alles".

Dauerkandidat zum Schluss

Der fünfte Bewerber auf dem Wahlzettel ist der parteilose 62-jährige Dauerkandidat und Sozialmediziner im Ruhestand Horst-Ernst Raichle. Er trat nicht nur bereits vor fünf Jahren in Burladingen an und erhielt damals 6,4 Prozent der Stimmen. Vor rund einem Monat stand er auch auf dem Grosselfinger Wahlzettel – allein, niemand gab seine Stimme für ihn ab. Auch in Pfullingen warf er unlängst seinen Hut in den Ring. Seine Bewerbung kam zum Schluss. Der gebürtige Reutlinger und dreifache Vater warf sie erst am Freitag vergangener Woche in den Burladinger Rathausbriefkasten. Seine Kandidatur hatte er dem Schwarzwälder Bote am Rande einer Gemeinderatssitzung schon angekündigt.

Der Schwarzwälder Bote wird am Donnerstag, 17. September, online einen Livestream mit den Bewerbern senden. Bei diesem Wahltalk, der über Facebook und Youtube verfolgt werden kann, haben die Burladinger dann die letzte Gelegenheit, den Kandidaten auf den Zahn zu fühlen. Fragen dazu kann man per Mail ab sofort senden an: redakti onburladingen@schwarzwaelder-bote.de

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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