Zu Ader gelassen hat das DRK vor wenigen Tagen alle Mitarbeiter und Bewohner des Haus Fehlatal in Burladingen. (Symbolfoto) Foto: Savanevich Viktar/ Shutterstock

86 Personen negativ. Positiv getestet, aber oft symptomfrei: Sind viele womöglich längst immun?

Burladingen - Nach einem Massentest im BeneVit-betriebenen Seniorenheim Haus Fehlatal in Burladingen herrscht große Erleichterung: 86 Personen sind Corona-negativ.

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Zu Ader gelassen hat das DRK vor wenigen Tagen alle Mitarbeiter und Bewohner, insgesamt 99 Menschen. Dies teilt die BeneVit-Gruppe in einer Pressmitteilung mit. Sieben Mitarbeiter und sechs Bewohner wurden positiv auf das Corona-Virus getestet. "Es zeigt deutlich, dass unsere Hygiene- und Schutzmaßnahmen wirken und Schlimmeres verhindern konnte", sagt Geschäftsführer Kaspar Pfister, laut der Pressemitteilung. Und er sei es auch gewesen, der den Massentest für das Haus Fehlatal bewusst eingefordert habe, heißt es in dem Statement.

Denn der Zollernalbkreis gilt unter den Landkreisen als Hotspot, mit vielen Corona-Fällen. Dabei würden nur die offiziell erfassten Infektionen gezählt und die geschätzte Dunkelziffer reiche laut einigen Experten an das Dreifache bis zum Zehnfachen der offiziellen Zahlen. Trotzdem sehe man nach wie vor in Burladingen nur wenige Menschen mit Masken in der Öffentlichkeit", kritisiert das Unternehmen.

Zwei Bewohner im Krankenhaus

"Die Gefährlichkeit des Virus werde auch dadurch deutlich, dass keiner der positiv getesteten Mitarbeiter Symptome hatte. Lediglich bei zwei Bewohnern waren Symptome erkennbar bei vier jedoch nicht, sie waren symptomfrei. Zwei Bewohner sind im Krankenhaus und der Gesundheitszustand der infizierten Bewohner im Haus ist weitestgehend stabil, wobei sich das schnell ändern kann", heißt es in der Mitteilung.

Erfreulich sei, dass einige Quarantäne-Fälle, bei denen der Verdacht einer Infektion bestand, aufgelöst werden konnten. "Auch wenn solche Testergebnisse nur die aktuelle Situation abbilden und sich die Lage schnell ändern kann, zeigen sie doch, wo welche Maßnahmen konzentriert werden müssen. Unnötige Quarantänemaßnahmen, die für Bewohner sehr belastend sind, können aufgehoben werden. Das freut mich besonders", lässt sich Pfister zitieren. "Jede infizierte Person ist für uns eine Niederlage, aber das Ergebnis zeigt, dass unsere Maßnahmen wirken".

Tests auf Antikörper folgen

Aktuell seien 2,2 Prozent der Bewohner und Mitarbeiter der BeneVit-Gruppe als infiziert getestet und 23 der insgesamt 26 Heime der BeneVit-Gruppe Corona frei. Vergleiche man die Sterberate bei BeneVit mit den Vorjahren gäbe es keinen signifikanten Unterschied.

Man werde nun als nächstes einen Test der Mitarbeiter auf Antikörper angehen um herauszufinden, wer möglicherweise die Infektion schon überstanden hat, ohne es zu bemerken und nun immun ist, heißt es im Statement des Unternehmens.

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