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Burladingen Einst sprangen die Burschen drüber

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Heute, wie sich die Starzel nach dem Zusammenfluss mit dem Scharlenbach zeigt. Rechts im Bild der mächtige Baum auf dem Dorfplatz, der auf seine Neugestaltung noch wartet. Fotos: Eule Foto: Schwarzwälder Bote

Erst sehnsüchtig erwartet, dann sehr skeptisch beäugt – und bis heute noch nicht vollständig umgesetzt. So lässt sich die Renaturierung der Starzel und die Schaffung einer neuen Ortsmitte in Starzeln, die diesmal Thema in der Serie "Burladingen im Wandel" sind, beschreiben.

Burladingen-Starzeln (eb). Letztlich ist die Renaturierung aber doch eine Erfolgsgeschichte, die im Jahre 1990 mit der Aufnahme Starzelns in das Programm "Einfache Stadterneuerung" begann. Eine Aufnahme, auf die der Ort seit 1987 gewartet hatte.

Der Ortschaftsrat sprühte damals vor Ideen zur Neugestaltung: attraktiver Dorfmittelpunkt, Neugestaltung des vorhandenen Straßenraums und Rückbau der überdimensionierten Verkehrsflächen sowie Gestaltung der Platzflächen und deren Möblierung.

Doch das Projekt stieß im Dorf auf unüberhörbare Skepsis, damals war die Zeit für solche Maßnahmen einfach noch nicht reif, baute man doch in Burladingen gerade neu mit Betonmauern aus. Dass diese Mauern nichts Schönes waren, darüber war man sich einig. Aber warum sollten dann die Betonmauern entlang des Baches in Starzeln weg, diese Frage blieb lange offen. Man begann mit den Planungen und einer eingehenden Untersuchung der Wasserqualität, um daraus Rückschlüsse für eine Renaturierung zu erhalten. Es wurde bald klar, dass eine rein optische Gestaltung des Bachbettes mit ein paar Steinen oder optisch ansprechenden Bachmauern nicht im Sinne einer Renaturierung sind.

Und was die Räte wohl am meisten überzeugte: Für so etwas gibt es keine Mittel aus dem Programm. Im Frühjahr diskutierte man einen ersten Ausbauentwurf zu einer echten Renaturierung. Der Plan reichte allerdings nur vom Rathaus bis zur Brücke auf Höhe des Feuerwehrhauses und behielt den bisherigen Zusammenfluss von Starzel und Scharlenbach bei. Weitere Entwürfe folgten, in denen der Zusammenfluss der beiden Bäche verlegt und ein Teil des Scharlenbaches mit in die Maßnahme einbezogen wurde.

Nicht unbedingt zur Freude der dortigen Anlieger, die künftig ihre Anwesen nur noch über kleine Brücken erreichen konnten. Es war noch viel Überzeugungsarbeit notwendig und bedurfte auch eines Machtworts der Stadtverwaltung, bis alle Vorstellungen unter einen Hut gebracht werden konnten.

Heute durchfließt das Gewässer wie früher den Ort in einem naturnah gestalteten Bachbett. Eines geht allerdings nicht mehr, wie ein älterer Anlieger erzählte: Früher sind die jungen Burschen an langen Stangen über den Bach gesprungen.

Eines fehlt aber noch, um zum Beginn der Betrachtungen zurückzukehren, die Neugestaltung des Dorfplatzes. Man schrieb das Jahr 2013, als der damalige Ortsvorsteher Wolfgang Meyer nochmal Schwung in das Thema bringen wollte. Bei einer Sitzung wollte er dazu die Meinung der Bevölkerung einholen. Doch da kam wenig, nur 14 Interessierte, Ortsvorsteher und Ortschaftsräte mitgezählt, hatten sich im Sitzungssaal eingefunden. So richtig was kam dabei nicht heraus, vielleicht aber das: Dem Ortsmittelpunkt fehle einfach noch der letzte Pfiff. Zwischenzeitlich schreibt man das Jahr 2019, und es gibt einen deutlich verjüngten Ortschaftsrat, der nun seine Akzente setzen kann und muss. Eine Herkulesaufgabe, die aber, um die Maßnahme endgültig zu Ende zu bringen, von den neuen Ortschaftsräten zu stemmen sein muss.

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