Helene Straub und Pfarrer Michael Knaus bei der kleinen Feierstunde.Foto: privat Foto: Schwarzwälder Bote

Verabschiedung: Nach 41 Jahren geht Helene Straubinger geht nun in den (Un-)Ruhestand

Burladingen. Helene Straubinger gehört eigentlich zum "Inventar" in der Seelsorgeeinheit Burladingen-Jungingen. Doch jetzt ruft der Ruhestand: In einer kleinen, aber feinen Feierstunde wurde sie in den Ruhestand verabschiedet – für beide Seiten nicht leicht.

Wie hatte einmal alles begonnen? Helene Straubinger fing 1980 als Pfarrsekretärin in Salmendingen an. Zunächst ehrenamtlich, erst 1984 gab es einen Vertrag. Und schon bald kamen dann Ringingen und Melchingen dazu.

Vor etwa sechs Jahren gestaltete Helene Straubinger den Zusammenschluss mit Burladingen mit und zog auch mit ihrem Büro dorthin um. Und auch die neueste Entwicklung meisterte sie mit ihrer positiven Art: den Zusammenschluss der beiden Seelsorgeeinheiten von Burladingen-Jungingen und Hechingen.

Pfarrer Knaus erzählte bei der Feierstunde, dass Helene Straubinger früher auch mit dem Beruf der Gemeindereferentin geliebäugelt habe. "Gut, dass sie es nicht geworden ist, denn sie hat so als Sekretärin segensreich gewirkt und darüber hinaus Vieles in ihrer Freizeit und ehrenamtlich übernommen." Weiter sagte Knaus: "Wenn man Frau Straubinger sucht, dann findet man sie garantiert in der Kirche –­ wenn sie nicht gerade im Büro ist."

Sie sei mit Leib und Seele Pfarrsekretärin gewesen, "nichts war ihr zu viel, und auf alles Neue hat sie sich stets eingelassen". Dabei habe sich der Beruf der Pfarrsekretärin den 41 Jahren ganz massiv gewandelt. "Heute sind das Sachbearbeiterinnen, die eine hohe Flexibilität benötigen. Die Aufgabenbereiche sind sehr komplex. Für Helene Straubinger war auch das kein Problem." Angefangen habe sie noch mit einer Schreibmaschine – "kaum vorstellbar in der heutigen Zeit".

Ihre große Herzlichkeit und ihre Hilfsbereitschaft würden im Pfarrbüro fehlen. "Selbst in der Kur hatte sie ihren Laptop dabei und hat von dort aus gearbeitet." Straubingers Erfahrung und ihr Wissen seien kaum zu ersetzen.

Helene Straubinger gab ihren Kolleginnen diese Worte mit auf den Weg: "Wichtig ist es immer, dass man miteinander redet, da kann man alles klären." Pfarrer Knaus wünschte Straubinger für ihren "Un-Ruhestand" alles Gute, Gottes Segen und Zeit für sich selbst.

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