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Burladingen Ein eigener Ortschaftsrat für den Stadtkern?

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Foto: Rapthel-Kieser Foto: Schwarzwälder Bote

Für die nächste Kommunalwahl am 26. Mai 2019 will der Burladinger Gemeinderat die unechte Teilortwahl nicht antasten. Für die Zukunft aber machte der Gemeinderat Alexander Schülzle, Freie Wähler, eine ungewöhnliche Anregung: einen eigenen Ortschaftsrat für die Kernstadt.

Burladingen. Bisher hat Burladingen neun Teilorte, die alle noch ein eigenes Rathaus, Ortschaftsräte und einen Ortsvorsteher haben, regelmäßig tagen, Schwerpunkte für den Haushalt setzen, Mittel beantragen, den Kontakt zu den Vereinen halten und ihr Dorf und seine Entwicklung im Blick behalten. Und da sprach Schülzle gleich einmal ein großes Lob aus. Die Ortsvorsteher und ihre Räte aller Burladinger Teilorte würden einen "sehr guten Job" machen, sich für ihr Dorf einsetzen und viel Ehrenamtsarbeit anregen.

"Ich bin da manchmal fast ein bisschen neidisch, wie viel vorberaten und auf den Weg gebracht wird. Bei uns fällt da manches durchs Raster", bekannte Kernstadt-Bewohner Schülzle und forderte seine Amtskollegen beider Fraktionen auf, doch mal darüber nachzudenken, ob man einen Ortschaftsrat, vielleicht sogar einen Ortsvorsteher, für die Kernstadt installieren könne.

Haigerloch hat das unlängst getan, seine Hauptsatzung geändert und für den Kernort einen Ortschaftsrat ins Leben gerufen, was den Christdemokraten Klaus Ritt zu der Bemerkung veranlasste: "Wir machen es nicht wie die Haigerlocher und fangen so ein Bubeles an". Melchingens Ortsvorsteherin Waltraud Barth-Lafargue gab zu bedenken, dass auch den Ortschaften so mancher Wunsch auf der Haushaltsliste gestrichen werde und viele Wünsche "nie in Erfüllung gehen".

Schülzle erinnerte an den Umweltaktionstag. "Der läuft in allen Ortsteilen, da wird viel geschafft. Nur in der Kernstadt gibt es keinen", bedauerte er. Was die Mittelverwendung angehe, "da haben wir gar kein Vorschlagsrecht", monierte der Freie Wähler und erinnerte an die Unterschriftenaktion für einen Spielplatz in der Mayinger Straße im Kernort entlang der Fehla. Viele Eltern hatten sich vor rund einem Jahr dafür eingesetzt. Passiert ist bislang nichts. "In einem Ortsteil mit Ortschaftsrat wäre das anders gelaufen", vermutet Schülzle.

CDU-Frontfrau Dörte Conradi fragte beim Hauptamtsleiter Michael Schäfer nach: Gäbe es denn nach der Burladinger Hauptsatzung eine Möglichkeit, einen Ortschaftsrat für die Kernstadt zu institutionalisieren? "Da trau ich mir aus dem Stegreif kein Urteil zu", bekannte der.

Was die Räte nach einer Diskussion ins Auge fassten ist, einen Ausschuss für die Kernstadt ins Leben zu rufen, in dem sich die Gemeinderäte aus der Innenstadt regelmäßig treffen und der sich, ähnlich wie ein Ortschaftsrat, um relevante Themen kümmert.

Für die Kommunalwahl im Mai 2019 wird sich in Burladingen jedenfalls nichts ändern. Der Gemeinderat soll wie bisher auch aus 23 Mitgliedern plus stimmberechtigtem Bürgermeister bestehen. Davon entfallen auf die Kernstadt zehn Vertreter, aus Gauselfingen, Hausen, Melchingen und Ringingen je zwei, aus Hörschwag, Killer, Salmendingen, Starzeln und Stetten je ein Vertreter.

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