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Burladingen Der neue Nachbar ist ein Nager

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Burladingen-Stetten - In Stetten gibt es wieder einen Biber. Zu Beginn der Sitzung des Ortschaftsrates präsentierte Ortsvorsteher Johann Locher die Kopie eines Schnappschusses, den ein Beobachter an der Lauchert gemacht hatte.

Vor einigen Jahren, so erinnerte Hans Locher, sei bereits einmal eines der Nagetiere in Stetten unter Holstein gesichtet, später dann aber wohl überfahren worden. Woher der Biber, der nach Stetten zu neuen Ufern aufgebrochen ist, jetzt kam, lässt sich nur vermuten. Vor einigen Jahren tauchte der Nager am unteren Lauf der Lauchert bei Sigmaringendorf auf. Jetzt hat er bereits die Mittelläufe von Lauchert und Fehla erobert.

Nager kehrt zurück an Lauchert und Fehla

Seit Herbst 2011 gibt es ein dauerhaftes Bibervorkommen an der Fehla, dass vom Fischereiverein Neufra bestens dokumentiert wurde. Die Zuwanderung erfolgte über Donau und Lauchert und war schon in den Vorjahren absehbar, heißt es da.

Biber galten in Süddeutschland seit etwa eineinhalb Jahrhunderten als ausgestorben, wurden 1966 aber in Bayern wieder ausgewildert, ein Teil davon entlang der Donau. Mittlerweile, so schätzen Experten, gibt es im Nachbarbundesland etwa wieder 15 000 Tiere. Über die Donau und ihre Zuflüsse sind die Nager, die bis zu einem Meter lang und 30 Kilogramm schwer werden können, nach Baden-Württemberg vorgedrungen. Sie sind durch die Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt, gelten als Indikatoren für ein reines Gewässer und natürliche Lebensräume.

Naturschützer jubeln regelmäßig über jeden zugewanderten Biber, der die Fluss-Biotope auf der Schwäbischen Alb bereichert, denn das Totholz, das der Baumeister in seinen Dämmen und Burgen verbaut, bietet weiteren Arten, Kleinstlebewesen und Fischen, die sich von ihnen ernähren, Unterschlupf. Die Förster sind aber oftmals keine dicken Freunde der als vermehrungsfreundlich geltenden Fluss- und Auenbewohner. Denn oft richten sie auch Schäden in den Wäldern an und greifen, anders als der Mensch es plant, in die Natur ein.

Burladingen-Stetten (eri). Der Biber mag zwar wieder nach Stetten gezogen sein, für junge bauwillige Familien gibt es momentan aber kaum Bauplätze. Deshalb bleibt das Baugebiet Eschle IV beim Ortschaftsrat oben auf der Prioritätenliste für die Haushaltsanmeldungen 2016 bei der Burladinger Kämmerei.

In der Bürgerfragestunde der jüngsten Ortschaftsratsitzung hakte ein junger Bauwilliger nach, und Ortsvorsteher Hans Locher berichtete von den Problemen, derlei Nachfragen mit Preisen und Zeitangaben zu beantworten. Was der Ortschaftsrat Stetten in Sachen Haushaltsanmeldungen in der Juni-Sitzung beschlossen hatte, blieb also auch in der jüngsten Sitzung kaum verändert. Der Radweg nach Melchingen kommt da hinter dem Baugebiet auf der Wunschliste, die Leitung vom Hirsch bis zur Brücke, neue Tische für die Festhalle, die Innenrenovierung des Feuerwehrhauses, speziell der Küche, ebenso der Küchenanbau an die Festhalle, die Fertigstellung der Ortsbeleuchtung und der Ausbau der Straße Unter der Kapelle.

Da der Biervertrag mit der Klosterbrauerei Zwiefalten abgeschlossen sei, gebe es neue Stühle für die Festhalle, die Tische bleiben auf der Wunschliste. Die brauchbaren ausgemusterten Sitzgelegenheiten gehen an den Musikverein, werden in der Leichenhalle benutzt werden und auf dem Dachboden der Ortsverwaltung eingelagert.

Locher machte seine Ratskollegen auf Berichte aus dem Nachbarlandkreis Reutlingen aufmerksam. Erpfingen plant Verbesserungen und Schutzmaßnahmen gegen Hochwasser. Welche das sein sollen und wie Stetten mit der Nachbargemeinde zusammen arbeiten kann, soll der Ortsvorsteher bei Vorgesprächen mit Mandatsträgern in Sonnenbühl herausfinden. Auch auf das im Gemeinderat heiß diskutierte Thema Nachmittagsbetreuung an den Grundschulen Ringingen, Hausen und Stetten ging Locher ein, erklärte nochmal die besondere Situation des abgelegenen Teilortes und lobte die Arbeit der Tiger-Gruppe, die sich um Kleinkinder kümmere. Neueste Idee der Stadtverwaltung sei, die Nachmittagsbetreuung für Schul- und Kindergartenkinder gemeinsam anzubieten. Das stelle eine gewisse Anzahl an teilnehmenden Kinder sicher und könne, so Locher, eine "super Sache" werden.

In dem Zusammenhang wurde auch über die Busverbindung nach Mössingen diskutiert. Locher warnte, sollten von der Grundschule in Stetten weiter Kinder abwandern und die Schule schrumpfen, bestehe die Gefahr, dass sie geschlossen werde.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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