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Burladingen Dauerparker blockieren E-Ladesäulen

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Parken statt Laden: Die E-Säulen in Burladingen sind regelmäßig zugestellt. Foto: Rapthel-Kieser

Burladingen - "Wandern rund um Burladingen ist herrlich, und Trigema war auch ganz toll", schwärmt der 67-jährige Aktiv-Rentner Wolf-Peter Hirlinger aus Heidenheim. Allerdings: Bei seinem Besuch samt Übernachtung im Fehlastädtchen ging dem überzeugten E-Autofahrer fast der Saft aus.

Und dass, obwohl Burladingen vier Ladesäulen hat. "Das ist im Vergleich zu anderen Städten in dieser Größe top", sagt Hirlinger. Sein Elektroauto hat er seit vier Monaten. Einen Renault Zoe, den deutschlandweit meist verkauften E-Flitzer. "Der ist halt nicht gleich so teuer wie ein Tesla", begründet Hirlinger seine Kaufentscheidung. Da er jetzt in Rente, aber sehr rüstig und begeisterter Wanderer und Radfahrer ist, entschied er sich, der Fehlastadt einen Besuch abzustatten, inklusive Übernachtung in einer zentral gelegenen Ferienwohnung, Besuch der Burg Hohenzollern und Betriebsbesichtigung bei Trigema.

"Burladingen ist ja deutschlandweit bekannt", erzählt der Heidenheimer dem Schwarzwälder Bote. Hirlinger war gut vorbereitet, hatte alles gebucht und sich auch auf der App vergewissert, dass er sein E-Auto in Burladingen wieder aufladen kann. Vier Ladesäulen in der Innenstadt zwischen Friedhofsweg und Bahnhofstraße zeigte seine App an. Den Wagen wieder aufladen, sollte nach der stundenlangen Fahrt also kein Problem sein. War es dann aber doch.

Die Elektrotankstellensuche wurde erst einmal zur Irrfahrt. "Mein Navi zeigte mir immer an, ich hätte mein Ziel erreicht, aber ich habe die Säulen nirgends gesehen. Da war auch nirgendwo ein Schild", erzählt der rüstige Rentner.

Zwar gibt es ein Schild, aber das befindet sich im Parkplatz und ist quasi erst zu sehen, wenn man schon vor den Säulen steht. Also drehte Hirlinger erst einmal ein paar Runden und stieg dann aus, um einen Passanten zu fragen. Auch der wusste über Ladesäulen in Burladingen nicht Bescheid.

Irgendwann fand Hirlinger sie doch. "Die sehen schick aus und sind sehr ästhetisch gestaltet", urteilt der E-Mobilist. Aber er musste feststellen, dass sie von ganz gewöhnlichen Autos zugeparkt waren. Auch das Firmenfahrzeug eines Bauunternehmers stand da. Nur: Die hingen alle nicht an der Säule, sondern waren Benziner oder Diesel und parkten da einfach so.

"Auch Stunden später waren diese vier Plätze dann mit zum Teil wieder anderen Fahrzeugen erneut blockiert, obwohl direkt gegenüber genügend andere freie Parkplätze vorhanden waren", erzählt Hirlinger. Dass alle Säulen zugeparkt waren, hatte er woanders auch noch nie erlebt. Mehrmals musste der Burladingen-Besucher den Parkplatz anfahren, bis er endlich Glück hatte und einer der vier Ladeplätze frei war.

"Ich frage mich, warum die Stadt diese Investitionen in zukunftsorientierte Infrastruktur getätigt hat und sich dann niemand drum kümmert, dass die Benutzung möglich ist", kritisiert Hirlinger. Das Rathaus sei schließlich nur einen Steinwurf weit entfernt, vielleicht genüge ja sogar ein Blick aus dem Fenster, regt der reiselustige Rentner an. Der ADAC gebe Städten und Kommunen Anregungen, wie sie ihre E-Ladesäulen ausschildern und gegen unberechtigte Parker schützen können.

Trotz des Lade-Ärgers hat Hirlinger Burladingen in guter Erinnerung, kann sich vorstellen, auch mal wieder zum Wandern oder Radfahren vorbeizukommen. Wo die Ladesäulen sind, weiß er jetzt ja. Und bis dahin stehen ja vielleicht auch ein paar Hinweisschilder, die den Weg weisen und Fahrer regulärer Autos werden darauf hingewiesen, dass sie an diesen Plätzen nichts zu suchen haben.

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