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Burladingen "Burladingen ist eine Hochburg"

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Diskutierten mit ihren Polit-Kollegen aus Berlin. Auf dem Bild (von links): der grüne Fraktionsvorsitzende im Burladinger Gemeinderat Manfred Knobloch, Ratskollege Stefan Businger, Kassiererin Kamila Novak, Ortsverbandsvorsitzender Peter Thriemer, der Bundestagsbgeordnete Chris Kühn sowie Bundesgeschäftsführer Michael Kellner. Foto: Rapthel-Kieser Foto: Schwarzwälder Bote

Die Burladinger Grünen nehmen das Bürgermeisteramt in der Fehlastadt ins Visier. "Ja, wir sind auf der Suche nach einem Kandidaten und es laufen Gespräche", bestätigte Erwin Feucht, Landtagskandidat von 2016 und Kreisvorstandsmitglied beim Mitgliederempfang.

Burladingen. Für den Empfang der Neumitglieder war nicht nur der Bundestagsabgeordnete Chris Kühn in das Bahnhofsgebäude in die Fehlastadt gekommen, sondern auch der Bundesgeschäftsführer Michael Kellner. Der urlaubt mit seiner Familie gerade im Feriendorf Tieringen bei Meßstetten. Was man so urlauben nennt, wenn die Telefondrähte heiß laufen, weil ein "Kulturbruch" in Thüringen "das politische System erschüttert".

Trotzdem, die Ökopartei ist längst im ländlichen Raum angekommen, so Kühn und Kellner, die Mitgliederzahlen im Kreisverband Zollernalb hätten sich in knapp zwei Jahren mehr als verdoppelt. Gerade im ländlichen Raum herrsche ein Bewusstsein über die Zerstörung von Landschaft oder den Verlust der Artenvielfalt. Der Schutz von Natur und Umwelt sei keine Frage von Stadt und Land.

"Burladingen ist eine Hochburg", versicherte dann auch Vorstands- und Kreistagsmitglied Konrad Flegr, mit Blick auf die Mitgliederzahlen. Er erinnerte an die Anfänge der Ökopartei im Zollernalbkreis und lobte den Ortsverband der Fehlastadt dafür, aus dem Nichts in kürzester Zeit über 20 Mitglieder gewonnen und bei der Kommunalwahl gleich einmal vier Sitze im Gemeinderat erobert zu haben. Gerade in Burladingen sei das ein ermutigendes Signal gegen antidemokratische und rechtskonservative Tendenzen gewesen.

Bei der Pressekonferenz und hernach beim Mitgliederempfang plauderten Kühn und Kellner über Grüne Konzepte im ländlichen Raum. Was die Mobilität angeht, müssen die auf dem Land natürlich anders aussehen, als in der Stadt.

Im ländlichen Raum werde der Bürger auch in Zukunft auf das Auto als Fortbewegungsmittel angewiesen sein. Deshalb gehe es darum, so schnell wie möglich möglichst viele Elektroautos auf die Straße zu bringen, Menschen dabei zu unterstützen, sich die anzuschaffen und zu ermöglichen, das Privatleute auch Ladestationen an ihren Häusern haben. Ermutigend für Chris Kühn: "Wenn ich hierher fahre, sehe ich viele Fotovoltaik-Anlagen auf den Dächern, da ist schon viel passiert".

Michael Kellner kritisierte, dass es für das Verkehrsministerium lange Zeit nur ein Thema gegeben habe: die Maut. Hundert Millionen seien da vom Minister Scheuer regelrecht verbrannt, viel Zeit und Geld vertan worden, die man in besseren ÖPNV, Ausbau der Elektroladestationen oder Zuschüsse für E-Autos hätte stecken können.

Landkreise und Kommunen bräuchten zudem auch Hilfe vom Bund, nicht nur finanzieller, auch personeller Art. Neue ÖPNV-Konzepte könnten so koordiniert und aufeinander abgestimmt werden. Denn der ÖPNV im ländlichen Raum müsse massiv ausgebaut werden.

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