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Burladingen Bürgermeisterwahl: Drei Kandidaten treten auf

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Auf dem Podium der IHK in der Burladinger Stadthalle: die Bürgermeister-Kandidaten (von links) Axel Niedenthal, Hans-Walter Hellbach und Davide Licht sowie Moderator Matthias Miklautz (Zweiter von rechts). Foto: Rapthel-Kieser

Burladingen - Die Vertreter der kleinen und mittleren Burladinger Betriebe dürften spätestens jetzt schlauer sein. Bei der Podiumsdiskussion in der Stadthalle präsentierte ihnen IHK-Moderator Matthias Miklautz drei sehr unterschiedliche Bewerber ums Bürgermeisteramt.

Obwohl es fünf Kandidaten sind, die bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag, 20. September, auf dem Wahlzettel der viertgrößten Stadt im Zollernalbkreis stehen: Es waren nur drei von ihnen der Einladung der Industrie- und Handelskammer Reutlingen gefolgt. Dauerkandidat Hors-Ernst Raichle und der Bremer Architekt Michael Ohm sagten ab. Es blieben der Calwer Verwaltungsfachmann Davide Licht, 31, und die zwei Burladinger, Hans-Walter Hellbach, Sicherheitsfachkraft, sowie der Heizungsbauer und Pyrotechniker Axel Niedenthal.

Barth gegen Erhöhung der Gewerbesteuer

Der räumte gleich mal ein, dass er es nicht gewohnt sei, vor so großer Menge zu sprechen. Der Handwerksmeister mit eigenem Betrieb ist Mitglied im Narrenverein bekannte, dass ihm Besprechungen mit drei oder vier Personen eben doch am liebsten seien und dass das, was im Burladinger Rathaus innen vor sich geht, für ihn noch wie durch einen "dunklen Vorhang" verborgen sei.

Allerdings beantwortete er fast jeder Frage mit Blick auf "die Finanzen", ermahnte zur Vorsicht in Haushaltsdingen, weil es eben, wenn man sich übernehme, "auch ganz schnell nach unten trudeln" könne. Auf die Frage von Kreistagsmitglied Helmut Barth an alle Kandidaten, was sie denn tun und mit wem sie reden würden, um Burladingen auch wieder besser an die Nachbarkreise wie etwa Sigmaringen anzubinden und unter den Nachbargemeinden wieder an Bedeutung zu gewinnen machte Niedenthal klar, auf wen er sich verlässt Den Ersten Beigeordneten der Stadt. "Ich würde mit dem Herrn Wiesner reden, der hat das in den vergangenen Jahren schon meistens gemacht und er hat es gut gemacht."

Allerdings war er gegen eine Erhöhung der Gewerbesteuer. Die will auch Hellbach eher nach unten anpassen, keinesfalls erhöhen, würde das aber gerne mit dem Gemeinderat diskutieren.

Wirtschaftsförderung ist für Licht Chefsache

Einig waren sich alle Bewerber, dass der Breitbandausbau oberste Priorität haben muss und Davide Licht betonte: Wirtschaftsförderung dass sei für ihn Chefsache. Aus Erfahrung als Geschäftsführer eines interkommunalen Gewerbegebietes in Calw weiß er, dass es für Unternehmer bei Projekten und Bauten einfacher ist, wenn sie einen zentralen Ansprechpartner haben. Diese übergeordnete Stelle gelte es zu schaffen. Licht fand auch, der Bürgermeister müsse nicht nur bei Dienstversammlungen wieder präsent sein sondern sich auch für den Kreistag aufstellen lassen um von dort aus Einfluss zu nehmen und Burladingen unter den Nachbargemeinden besser zu vernetzten.

Der Calwer konnte an vielen Stellen, egal ob es um Straßenbau, oder Gewerbegebiete ging mit seinem Fachwissen glänzen. Er betonte, den Marktplatz wieder beleben und Fachkräfte mit Bauplätzen und günstigem Wohnraum an die Stadt binden zu wollen, unterschied dabei sehr genau zwischen harten und weichen Faktoren.

Auf die provokante Frage, ob Burladingen ein Imageproblem habe, war es Hans-Walter Hellbach der deutlich wurde und vom "traurigen Ruf als brauner Fleck Baden-Württembergs" sprach. Licht sprach von der Vorbildfunktion die ein Bürgermeister habe. Seine erste Amtshandlung: die Tür öffnen und sie "für sie alle offen halten".

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