Sängerin Linda Kyei präsentiert am 28. Februar Songs von starken Frauen.Foto: Theater Foto: Schwarzwälder Bote

Kultur: Kurzarbeit für die Kunstschaffenden in Melchingen / Dennoch gibt’s einige spannende Live-Streams

Burladingen-Melchingen . Derzeit überschlagen sich bisweilen die Nachrichten, das betrifft auch die aus dem Theater Lindenhof in Melchingen. In einer neuen Pressemittelung heißt es: "Wir werden im Februar das Theater schließen und komplett in Kurzarbeit gehen."

"Wahrscheinlich" stattfinden werden die Online-Vernissage am Donnerstag, 18. Februar, Beginn um 19 Uhr. Motto: "Was für ein Theater. 12 Einblicke in das Theater Lindenhof", ein Studienprojekt der Empirischen Kulturwissenschaft Tübingen. Anzusehen als Live-Stream via YouTube, die Teilnahme ist kostenlos.

Auch die Jazz-Matinee am Sonntag, 28. Februar, soll stattfinden. Beginn ist um 11 Uhr. Sängerin Linda Kyei präsentiert Songs von starken Frauen. Abrufbar wieder als Live-Stream via YouTube. stattfinden. Die anderen Streaming Veranstaltungen finden nicht statt.

Im Januar finden folgende Online-Veranstaltungen statt: Am Samstag, 23. Januar, um 20 Uhr beginnt die Filmpremiere von "Also des war so…" –­ Melchinger erzählen die Geschichte eines Dorfes. Entstanden ist der Film im Rahmen des Projektes "WIR sind GESCHICHTE". 25 Melchingerinnen und Melchinger im Alter von 65 bis 101 Jahren hatten sich bereit erklärt, ihre Dorfgeschichten zu erzählen. Zusammengekommen sind viele Stunden Interviewaufzeichnungen, die spannende Einblicke in das Dorfleben von den 30er-Jahren bis heute geben. Es geht um Familie, Schule und Beruf, Feste, um Rangeleien zwischen Ober- und Unterdorf, das Leben mit der Landwirtschaft, ganz persönliche Hobbys und natürlich um wichtige Ereignisse der Dorfentwicklung.

Zumindest Grußworte wird es geben und zwar online vom Bürgermeister der Gesamtstadt Burladingen Davide Licht und für das Theater Lindenhof von Intendant Stefan Hallmayer.

Am Sonntag, 24. Januar, ab 11 Uhr findet eine Jazz-Matinee mit dem Trio Egeria und der Saxofonistin Regina Büchner statt. Als improvisierende Jazzsaxofonistin, deren Musik aus dem Augenblick und im Wesentlichen erst aus dem kreativen Reagieren auf die Mitmusiker entsteht, führte der Coronalockdown bei Regina Büchner zunächst einmal zu einem musikalischen Stillstand. Das Leben entschleunigte sich schlagartig und reduzierte sich auf das Wesentliche. Mit der Zeit übertrug sich das auch auf ihr Spiel: Statt höher, schneller, weiter, entstanden einsame, unbegleitete Melodien, die auch ganz nackt eine große Tiefe und emotionale Aussagekraft haben.

Im Konzert präsentiert sie Stücke, deren Schönheit und Ausdruck sie selbst ansprechen, in der Hoffnung, dass das Publikum sie auch so empfindet. Begleitet wird Regina Büchner vom Trio Egeria mit Martin Trostel (Piano), Peter Schönfeld (Bass) und Joachim Gröschel (Schlagzeug).

Die Veranstaltungen findet live, aber ohne Publikum statt und werden online übertragen. Tickets gibt es über die Website oder das Kartenbüro des Theaters Lindenhof Montag bis Donnerstag von 10 bis 13 und Freitag von 10 bis 16 Uhr ( 07126/92 93 94)

Weitere Informationen: www.theater-lindenhof.de

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