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Burladingen Beim Bürgerbus herrscht Einigkeit

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Burladingen. In Burladingen kandidieren diesmal Bürger auf vier Listen, CDU, Freie Wähler, Grüne und AfD für den Gemeinderat. Der Schwarzwälder Bote stellte den Gruppierungen jeweils Fragen zu drei aktuellen kommunalpolitischen Themen.

Die erste Frage lautete: Der VdK hat einen Bürgerbus angeregt, wie ist ihre Haltung dazu?

CDU

Ob Bürgerbus, Bürgerauto oder Bürgerfahrdienst; dies ist grundsätzlich eine gute Idee und die Nachfrage in anderen Gemeinden wie Bisingen, Nehren und Dußlingen bestätigt den Erfolg eines solchen Angebots im ländlichen Raum.

Wir als CDU-Fraktion stehen dem Vorhaben positiv gegenüber und setzen uns für Gespräche auf unterschiedlichen Ebenen ein, um auszuloten, ob und in welcher Form dieses ehrenamtliche Angebot mit Unterstützung der Stadt in Burladingen realisiert werden kann. Dafür gilt es einerseits, Verbände wie beispielsweise den VdK-Ortsverband Burladingen, aber auch andere Interessensgruppen, in die Überlegungen und Planungen mit einzubeziehen, um auch deren Bedürfnisse zu hören. Das Land Baden-Württemberg fördert den Betrieb solcher Bürgerbusse und Bürgerautos, von daher sollte man dieses Förderprogramm mit berücksichtigen.

Freie Wähler

Der vom VdK angeregte Bürgerbus hat durchaus eine Daseinsberechtigung. In Zeiten des demografischen Wandels und der damit einhergehenden Konzentration der Einkaufsmöglichkeiten sowie der medizinischen Versorgung auf die Zentren könnte er insbesondere für ältere Personen eine wesentliche Verbesserung ihrer Mobilität schaffen.

Für eine Flächengemeinde wie Burladingen stellt sich letztendlich die Frage der Verfügbarkeit des Fahrzeugs am jeweils richtigen Ort. Dem gegenüber steht eine Kostenfrage, die bei der angedachten Idee der individuellen Inanspruchnahme des Fahrzeuges sicherlich nicht zu unterschätzen sein wird.

Inwieweit der Vorschlag umgesetzt werden kann, wird sich letztendlich an der Finanzierbarkeit und gegebenenfalls am ehrenamtlichen Engagement der Bürger entscheiden.

Grüne

Wir stehen der Idee sehr offen gegenüber. Angesichts der teilweise schlechten verkehrstechnischen Anbindung der Teilorte, sowohl zur Kernstadt, als auch zu Nachbargemeinden, müssen wir diese dringend verbessern. In Deutschland gibt es seit 1977 inzwischen 260 Bürgerbusvereine, die als Ergänzung – nicht als Konkurrenz - zum ÖPNV wahrgenommen werden. Die Kleinbusse mit barrierefreiem Einstieg könnten, neben dem ÖPNV, für Senioren, die nicht mehr Auto fahren wollen oder können, eine gute Alternative sein. Arztbesuche, Einkäufe, et cetera sind wieder einfacher. Ehrenamtliche sind als Fahrerinnen und Fahrer vorgesehen.

Auch eröffnet sich die Möglichkeit, Kindergartenkinder zu transportieren. Derzeit sind viele Eltern in den Teilorten gezwungen, ihre Kinder selbst oder privat organisiert zu bringen und holen. Der Bürgerbus sollte auch als Wandererbus für Gäste angeboten werden. Eventuell wollen auch die Kirchen ihren Hol- und Bringdienst zum Gottesdienst mit dieser Initiative verknüpfen. Es sollte vom Gemeinderat mit allen Fraktionen genau überlegt und bei Gemeinden mit entsprechenden Bürgerbusvereinen nachgefragt werden, ob sich so ein System hier in der Region tragen würde. Der in Bisingen seit 2016 erfolgreich eingesetzte "Fleckahopser" könnte für uns auch eine Alternative sein.

AfD

Die AfD Burladingen hat seit vier Wochen ihr Wahlprogramm im Internet veröffentlicht. Darin ist auch die Forderung nach einem Seniorenshuttle enthalten. Sollten sich die Vorstellungen des VdK mit unseren decken, dann ist dies umso besser. Wir sind der Meinung, dass speziell ältere Menschen, die nicht mobil sind, sei es krankheitsbedingt oder aus sonstigen Gründen, Hilfe brauchen, wenn es zum Beispiel um Arztbesuche oder ums Einkaufen geht. Es sollte zunächst versucht werden, dies ehrenamtlich zu organisieren, durch eine Stelle, die idealerweise bei der Stadt angesiedelt ist. Wir glauben, dass es genügend rüstige Rentner gibt, die nach einer Aufgabe suchen und bereit sind, sich hier einzubringen.

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