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Burladingen Anwohner sind gegen Swingerclub und Casino

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Ein Swingerclub oder eine Spielhalle in Starzeln? Diese Themen zogen viele Besucher in die jüngsten Ortschaftsratssitzung. Foto: ©pixs:sell_stock.adobe.com

Burladingen-Starzeln - Die Anwohner rund um das Bierstadl in Starzeln machen Front gegen die Spielhallen- und Swingerclubpläne. Ihre Bedenken können sie jetzt schriftlich formulieren und an die Baurechtsbehörde des Landratsamtes weiter leiten.

"Die Leute werden nur schalu gemacht, was hat das auf der Tagesordnung zu suchen?", ärgerte sich Ortschaftsrat Ottmar Kuster. Tatsächlich hatten die Berichte über die Spielhallen- und Swingerclubpläne möglicher Bierstadl-Käufer dafür gesorgt, dass die Bürgerfragestunde der jüngsten Ortschaftsratsitzung großen Zulauf hatte.

Hans-Jürgen Kanz, Besitzer der in den Fokus geratenen Gaststätte, war entgegen seiner Ankündigung nicht anwesend. Aber die Anlieger hatten sich eingefunden, teils mit den Schreiben der Ortschaftsverwaltung, das ihnen Gelegenheit gibt, Stellung zu nehmen.

"Ich wollte Euch informieren", stellte Ortsvorsteher Berthold Krieg klar, "denn geredet wird ja sowieso", konstatierte er. Und das wurde es dann auch gleich in der Sitzung. Dass der Ortschaftsrat am Ende in der Sache wenig zu entscheiden hat, letztlich das Landratsamt und die Stadtverwaltung nach rein baurechtlichen Gesichtspunkten urteilen, versuchten die Räte ihren besorgten Bürgern zu verdeutlichen.

Für Anton Abele so ärgerlich, dass er fragte: "Warum soll ich mich als Ortschaftsrat wieder aufstellen lassen? Wir haben ja doch nichts zu sagen". Matthias Kästle hingegen, wartete mit Ratschlägen für das Anhörungsverfahren auf und betonte, dass die Meinung des Ortschaftsrates sehr wohl Gewicht hätte.

Für Ottmar Kuster ist der Fall jetzt schon eine klare Sache: Derlei Vergnügungsstätten seien mitten im Ort gar nicht zulässig, gehören in ein Gewerbegebiet oder in die Ortsrandlage. Es sei alles viel Wind um nichts. "Das gehört einfach nicht her", ereiferte sich eine Nachbarin des Bierstadls.

Immer rede man von Jugendarmut und dann erlaube man womöglich solche Stätten, in denen Jugendliche das Geld sinnlos ausgeben, argumentierte sie gegen eine Spielhalle. Auch Befürchtungen, dass die Kriminalität ansteigen könnte, wurden laut. Das Geld, das verspielt würde, müsste schließlich irgendwo herkommen.

"Erklären Sie das mal einem Zehn- oder Zwölfjährigen"

Andere Anlieger führten die Ruhestörung ins Feld. Die sei in manchen Nächten schon jetzt nicht unerheblich, auch, wenn es nur eine Gaststätte sei. Eine Anwohnerin führte gar als mögliche Folge den Wertverlust ihres Hauses an, sollte sich ein Swingerclub oder eine Spielhalle in der Nachbarschaft ansiedeln.

"Erklären Sie mal einem Zehn- oder Zwölfjährigen, was ein Swingerclub ist", monierte eine Bürgerin. Er sei überzeugt, dass man Jugendlichen und jungen Erwachsenen auch anders Werte vermitteln kann, betonte Ortsvorsteher Berthold Krieg.

Auch Josef Musler versuchte die aufgebrachten Anwohner zu beruhigen. Der Ortschaftsrat werde, so wie er die Stimmung einschätze, die Sorgen der Bürger und Anwohner im Blick haben und nichts gegen sie entscheiden.

Ihre Argumente können die Bewohner jetzt im Anhörungsverfahren zu Papier bringen und entweder direkt oder via Ortschaftsverwaltung bei der Baurechtsbehörde des Landratsamtes vorlegen. Dann entscheiden die Behörden und das Thema kommt wieder auf die Tagesordnung.

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