Herrlich am Hang gelegen, mit der Burg Hohenzollern im Hintergrund: der Kinderspielplatz in Zimmern. Foto: Sabine Hegele

An den „Burgenspielplatz am Kaiserweg“ in Zimmern soll ein Knopf dran. Weil, so die Kommune, der Nachwuchs geschützte Orte zum Spielen, Entdecken und Lernen braucht.

Gänzlich unumstritten ist das Projekt nicht – und das nicht einzig der veranschlagten Investitionssumme wegen. Die Verwaltung aber sieht in einem Themenspielplatz für den Ortsteil Zimmern eine Anlage in die Lebensqualität und Attraktivität der Kirchspielgemeinde.

 

Und auch der Bisinger Gemeinderat gab bereits im vergangenen Sommer grünes Licht für den „Burgenspielplatz am Kaiserweg“.​

Kosten unter der Schätzung​

In seiner Sitzung am Dienstag (21. April) hat das Gremium über die Vergabe der Landschaftsbauarbeiten einschließlich des Spielgerätebaus zu entscheiden. Von der Verwaltung vorgeschlagen wird, die Firma Heim aus Tübingen zu beauftragen – ihr Angebotspreis: 273.000 Euro. In einer ersten Kostenschätzung war man von Kosten in einer Größenordnung von knapp 310.000 Euro ausgegangen.

​Die angenommene Kosteneinsparung resultiert, so es denn in der Endabrechnung bei dieser Summe bleiben sollte, aus der gemeinsamen Vergabe der landschaftsgärtnerischen Arbeiten und dem Bau der Spielgeräte – weil sich so der Bauablauf besser koordinieren lässt. Beispielsweise, wenn es an die Herstellung der Fundamente für die neuen Schaukeln, Sandkästen und Klettergeräte geh​

Die Kommune macht sich für diesen „Burgenspielplatz am Kaiserweg“ (am Standort des bestehenden Kinderspielplatzes) stark, weil sie modernen Spielplätzen für die Entwicklung der Kirchspielgemeinde eine zentrale Bedeutung zumisst.

Pädagogische Ansprüche

Getreu dem Motto „Glücklich aufwachsen in Bisingen“. Ein „gemeindliches Selbstverständnis“ sei es, dem Nachwuchs geschützte Orte zum Spielen, Entdecken und sozialem Lernen vorzuhalten – besonders mit Blick auf die zunehmende Verdichtung durch den Bau von Mehrfamilienhäusern.​ In Zimmern, argumentiert die Verwaltung, bestehe akuter Handlungsbedarf. Denn der einzige Spielplatz dort sei in seiner Konzeption überholt und sanierungsbedürftig. Zwar sei die Ausstattung des Spielgrunds funktional, aber wenig ansprechend. Anreize für ein kreatives und altersgerechtes Spielen biete er kaum. Elemente zur Förderung der Fantasie des Nachwuchses und des sozialen Miteinanders fehlten fast zur Gänze.

Drei Themenbereiche

​Heißt: Modernisieren, um den heutigen pädagogischen Anforderungen und der veränderten Nutzungsstruktur gerecht zu werden. Dabei soll der Platz in drei Themenbereiche gegliedert werden. Im Kleinkindbereich ist an eine Kleinkind- und eine Vogelnestschaukel gedacht, außerdem an eine Sandellandschaft mit Wasserspiel, geschützt durch ein Sonnensegel und ausgestattet mit Sitzgelegenheiten.

​Zentral angelegt werden soll auf dem Gelände eine Burganlage mit vorgelagertem Kletterbereich. Im oberen Bereich sollen sich die Kinder neben einer Doppelschaukel und einem Trampolin außerdem auf eine Seilbahn freuen dürfen.

Übrigens: Die Entwurfsplanung stammt aus dem Balinger Büro Röcker. Und: Die Firma Heim, Garten- und Landschaftsbau, hat in der Vergangenheit bereits den Spielplatz im Neubaugebiet „Fronwiesen“ realisiert – zur Zufriedenheit der Gemeinde.​