Vor drei Wochen öffnete der Königliche Winterzauber der Burg Hohenzollern. Zur Halbzeit zieht das Burg-Team eine erfreuliche Zwischenbilanz: nahezu durchgängig ausverkauft.
Wenn sich die Nacht über das Ländle legt, sticht die Burg Hohenzollern während des Königlichen Winterzaubers markanter denn je aus der Dunkelheit heraus. Leuchtend rot grüßt sie schon von Weitem. Als hätte sie ihr Weihnachtskleid übergestreift.
Licht spielt allemal eine große Rolle bei der Weihnachtsveranstaltung. Die Besucher passieren ein festlich beleuchtetes Adlertor, marschieren den Tunnel hinauf – mit Foto-Stopp im oberen Lichthof –, der mit einem überdimensionalen Lichternetz ausstaffiert ist, einem glänzenden Goldregen gleich. Vorbei am Discokugel-Weihnachtsbaum und unter der Lichter-Buche hindurch ist der Burghof erreicht.
Dort starten mit Einbruch der Dämmerung alle halbe Stunde die Illuminationen. Musikalisch unterlegt, ziehen bunte Motive großflächig über die Fassaden. Mal weihnachtlich und besinnlich, mal dramatisch. Geschichten werden erzählt, auch die Burg selbst kommt zu Wort und berichtet von sich und ihren beiden Vorgängerinnen. Große Augen bei den Besuchern, vor allem bei den kleinen. Die lassen sich dann bestenfalls noch ablenken vom Hofgaukler, in dessen schillernden Blubberblasen sich der Burghof-Christbaum spiegelt.
Fast 2000 Kugeln hängen am Weihnachtsbaum
Der Rundgang durch die Museumsräume beginnt mit der Stammbaumhalle, in der der Schlitten vom Nikolaus in einer Wintermärchenlandschaft parkt und mystisch angeleuchtet wird. Reinsitzen erlaubt – fürs Selfie. Alsdann das sprichwörtliche Glanzlicht der Sonderausstellung: Im Grafensaal bestaunen die Besucher eine zwölf Meter lange Tafel mit kaiserlichem „Tischgerät“, flankiert von einem sieben Meter hohen Christbaum, der, wie Burgverwalterin Dr. Anja Hoppe verrät, mit 1950 Kugeln bestückt ist.
Raum für Raum tauchen die Besucher immer weiter ein in die weihnachtliche Welt der Majestäten, lassen sich treiben in besinnlicher Atmosphäre, umgarnt von Lichterglanz und aufwendigen Dekorationen.
„Ihr singt ja wie die Englein“
Derweil haben der Nikolaus und seine Helferlein Zipfel und Zapfel einige Kinder mit Eltern im Burggarten ausgemacht. Nach der anfänglichen Respektstarre fassen die Kleinen Vertrauen zu dem Weißbärtigen und intonieren mit ihm lauthals das Lied aus der Weihnachtsbäckerei. „Wunderbar, ihr singt ja wie die Engelein“, brummt der Nikolaus sichtlich zufrieden.
Zufrieden zeigt sich auch Anja Hoppe: „Wir sind nahezu durchgängig ausgebucht, sowohl was die Eintrittskarten betrifft als auch die Reservierungen in unserem Burg-Restaurant. Das zeigt uns, dass unsere Besucher auch im vierten Jahr in Folge den Königlichen Winterzauber als willkommene Alternative zu den Weihnachtsmärkten wertschätzen.“
Im Fernsehen
Mediathek
Das ZDF hat am Samstag die Dokumentation „Weihnachtszauber auf Burgen und Schlössern“ ausgestrahlt. Darin kommt auch die Burg Hohenzollern vor. Der Beitrag ist online in der Mediathek des ZDF abrufbar.