Der Halli-Galli-Abend in der Schutterner Offohalle lockte zahlreiche Narren an, denen ein vielfältiges Programm geboten wurde.
Glücklich war der Zunftrat der Narrenzunft Kruttstumpe Schuttern mit dem „Halli-Galli-Obe“ in der Offohalle. Viele Menschen waren gekommen, um gemeinsam Fasnacht zu feiern. Zu den treuen Gästen zählen viele Schutterner unterschiedlicher Generationen.
Unter die Besucherschar mischten sich auch die drei Freundinnen Marianne Walter, Iris Mieth und Silvia Wendlinger, die aus einer tiefen Gruft entstiegen schienen. In ihren kunstvollen Dracula-Kostümen waren sie herrlich anzuschauen. Seit mehr als 20 Jahren sind die Schutternerinnen gemeinsam zur Fasnacht unterwegs. „Das machen wir noch, bis wir 90 sind“, erklärte Marianne Walter –und die beiden anderen bestätigten das Vorhaben umgehend.
Natürlich benötigt Dracula auch ein Getränk mit roter Farbe. Ob sie Bisswunden hinterließen, bleibt die große Frage. Irgendwie waren die Draculas los – denn auch die Zunft selbst begeisterte mit einem „Tanz der Vampire“.
Das Ortsgeschehen wird satirisch kommentiert
Überhaupt gelang der Narrenzunft Kruttstumpe an diesem Abend ein kurzweiliges Programm, das den Gästen auch einige Tanzrunden bescherte.
Bereits der Einzug der Zunft in die Halle war überwältigend. Mittlerweile gehören ihr 130 aktive Hästräger an, hinzu kommen 43 Kinder. Zunftmeisterin Caroline Wimmeroth begrüßte die Gäste im Kreis von Krutthexe, Kruttstumpen und Schlückhexen.
Auf der Bühne führten Karin Jägle und Desiree Krug in kurzweiligen Dialogen, die gern das dörfliche Leben auf die Schippe nehmen, durch das Programm. Alte Schutternerinnen mimend, warfen sie – mit spitzen Kommentaren versehen – ihren Blick auf das Ortsgeschehen.
In sich haben es die zahlreichen Baustellen, die dem Schutterner wohl hin und wieder den letzten Nerv rauben. So gleiche das Vorhaben, von einer Straße zur anderen zu kommen, um den Lindenplatz jonglierend, einer kleinen Pilgerreise. Einbahnstraßen sowie beengte Gehwege: All das nehme der Schutterner in Kauf. Auch Baustellen hielten die Schutterner in Atem.
Wenigstens konnten sie sich beim abwechslungsreiche Programm beim „Halli-Galli-Obe“ in der Offohalle von dem ganzen Stress erholen. Ein großes Lob gebührt dabei den Kindern der Narrenzunft, die sich „völlig losgelöst von der Erde“ mit Major Tom auf eine tänzerische, fröhlich hüpfende Reise ins Weltall begaben. Raketen trugen die Kinder in die Halle, die dort gleich u mit einer herrlich erfrischenden Choreografie loslegten. Zum ersten Mal zu Gast waren die jungen Frauen des TV Schuttertal. Die Gruppe „Step Up Dancing“ begeisterte mit ihrer perfekten, dynamischen Tanzleistung. Auch eine Zugabe hatten sie parat.
Der Hexentanz zählte zu den Höhepunkten
Seit vielen Jahren mimen Achim Nissle, Alfons Finner, Rüdiger Finner und Harald Ruder die vier Badener im Gesangsquartett. Gemeinsam animierten sie das Publikum zum Mitsingen. Eine große Leistung war es auch, in Maske und Häs den Hexentanz zu präsentieren, der zu einem gelingenden „Halli-Galli-Obe“ einfach dazugehört.
Unter den Gästen waren auch die Schutterner Gorillas sowie die Feuerhexen aus Heiligenzell, die Höllenbrut aus Friesenheim und die Riddl Schdägge aus Kürzell. Die Offohalle war gefüllt und die Gäste wollten einfach nur einen lustigen und vergnüglichen Abend erleben. Das sei auch der Grund, weshalb sich die Narrenzunft Kruttstumpe von Büttenreden verabschiedet habe und die Gemeinschaft in den Mittelpunkt in den Mittelpunkt rücken ließ, war zu hören. Der Erfolg gibt der Zunft recht.
Fackelumzug
Der große, traditionelle Fackelumzug in Schuttern findet am Freitag, 13. Februar, ab 19.11 Uhr statt. Etwa 2000 Hasträger werden durch das Dorf ziehen. Traditionell führt der Dorfbott die Narrenscharr durch Schuttern bis zur Halle mit Narrendorf. In der Halle bieten die Zünfte der Region auf der Bühne ein närrisches Programm.