Von den kleinsten Tänzern über humorvolle Sketche bis zu mitreißender Musik – der Fasnet-Abend in Nußbach bot beste Unterhaltung für Groß und Klein.
Er ist schon ein wahrer Glanzpunkt – der große bunte Abend am Fasnet-Samstagabend in der Turn- und Festhalle Nußbach.
Zahlreiche Akteure hatten sich wochenlang auf diesen Abend vorbereitet und es ist diesen wieder aufs Beste gelungen. Die Fasnetstimmung war gerettet.
Den Auftakt gestaltete der obligatorische Einzug aller Nußbacher Hästräger, natürlich zu den Klängen des Narrenmarsches und begleitet von viel Applaus der Anwesenden.
Eine fröhliche Begrüßung hatte Oberzunftmeisterin Sonja Schätzle parat.
Bunte Gästeschar
Viele illustre Gäste konnte sie willkommen heißen, darunter auch der erst seit kurzem amtierende Bürgermeister Sven Ketterer. Doch zunächst verkündete Sonja Schätzle noch eine Aufgabe: Sie konnte Frank Kienzler ehren – er ist seit 33 Jahren aktives Mitglied der Zunft, immer dabei und in vielen Fällen tätig. Sie bedankte sich bei ihm für diese Zeit. Frank Kienzler ist nun Ehrenmitglied.
Die Akteure standen in den Startlöchern. Es ging los im Programm, der Auftakt oblag dieses Jahr den Kleinsten der Nußbacher Zunft, die sich mit ihrem süßen Tanz „Zauberminions“ ganz groß fühlten.
Obligatorisch auch der Gardetanz, zunächst ganz traditionell, dann ein schwungvoller Wechsel zur Melodie von Querbeats „Nie mehr Fastelovent“.
Die Firma Elektro-Wackelkontakt (Marius Zähringer und Sonja Schätzle) hatte die Lacher auf ihrer Seite. War der Wackelkontakt der Mikrofone geplant oder nicht? Das blieb dem Publikum vorenthalten. Jedenfalls funktionierte letztendlich das evangelische Navi der begriffsstutzigen Kundin nach einigen Versuchen bald wieder.
Musik aus Amerika
Dann war da plötzlich die Sensation: Die amerikanische Rockband ZZ Top aus Amerika auf der Bühne in Nußbach. Holga Dabrunz und Frank Kienzler hatten mit diesem Auftritt einen tollen Erfolg gestartet.
Lustig war der nun folgenden Narrenzunft-Chat: Der Aufruf war ein Arbeitseinsatz zum Nähen der Fasnetbändel, doch die Mitglieder wollten lieber Sekt und Bier mitbringen als alte Stoffe.
Ereignisse zum Lachen beredeten Marcel Hettich und Jonas Kübler, sie hatten einiges aus dem Dorfgeschehen parat. Auch Mitglieder der Trachtenkapelle wurden auf die Schippe genommen. Szenen einer Ehe spielten Thomas Loeck und Simon Scherzinger.
Es war für sie keine Kunst, das Publikum zum Lachen zu bringen: „Du hörst mir ja gar nicht zu“ oder „ich weiß genau, das hab’ ich dir letzte Woche schon gesagt“.
Als Amor kam Bianca Schreck, sie bezweifelte ob die Liebe durch KI gesteuert werden kann. Einen großen Auftritt mit ihrem fulminanten Tanz hatten dann noch die Violetts, einstudiert von Pia Schneider. Wie immer mit viel Beifall aufgenommen wurde das Männerballett, dessen Tänzer sich bemühten, als Grazien über die Bühne zu hüpfen. Das große Finale mit vielen Dankesworten galt allen Mitwirkenden, darunter auch der Trachtenkapelle, die den Abend musikalisch begleitete.