Die zwei am Gartenzaun begrüßten, das Hofballett tanzte und „Empfi TV“ ging auf Sendung: Bunter Abend in Empfingen.
Wie immer auf der Erfolgsspur – die Empfinger Narrenzunft. Ihr traditioneller Bunter Abend, dieses Jahr zum 71. Mal nach der altbewährten Methode „Marke Eigenbau“ inszeniert, lockte wieder viele Gäste in den närrisch dekorierten Empfinger Narrentempel. Nach dem Einzug des Empfinger Narrenrats, begleitet von den närrischen Traditionsfiguren wie Schantle, Hexen und Hofballett, gab es die traditionelle Begrüßung am Gartenzäunle mit Andreas Seifer und Willi Brindle.
„Guada Noobad, liabe Leit, send’r do?“ Und dann ging es los, und zwar gleich mit den „schönsten Mädchen Empfingens“, die ihren traditionellen Standardtanz zeigten.
Die Schantle vollführten dieses Jahr nicht ihren sehenswerten Schantletanz, sondern machten sich Gedanken zum Kommunikationssystem, und auch das Jugendballett war wieder eine Augenweide.
Märchenhafte Hexen
Die Osterbachmännle trugen ebenfalls zum närrischen Programm bei, und die Saiwaldhexen hatten wieder ein Märchen im Blick. Sie interpretierten die Geschichte um die „Bremer Stadtmusikanten“ jedoch auf ihre eigene Art. Die Clique Mustafa lud zu einer Schunkelrunde ein, bevor es in die Pause ging.
Gespannt wartete die Halle dann auf das Ortsgeschehen, vorgetragen von den Narren. Was es wohl an Missgeschicken zu berichten gibt?
Lustiges aus dem Dorf
Zum Beispiel von Steffi Teichert: Sie durfte nach einer Operation längere Zeit nicht sprechen. So schrieb sie ihrem Mann tapfer Zettel. Er verstand sie allerdings nicht. Vor allem, wenn auf dem Zettel stand, man solle es gleich machen.
Ulrike Kipp lässt sich und ihren Mann als Helfer fürs Ringtreffen einteilen. Sie schickt ihrem Mann aber nicht die Arbeitsliste vom Ringtreffen 2026, sondern jene vom Pfingstzeltlager aus dem Jahr 2022.
Maren Deuringer musste erstmals ihre Sachen für ein Festival selber herrichten. Maren fragte, wo der Campingstuhl sei. „Unter der Treppe, wo all die Sachen sind“, lautete die Info. Maren schnappte sich eine Tasche, und siehe da, sie hatte doch glatt das Feldbett mitgenommen.
Fernsehschau mit Truffner
Gespannt wartete man auf den Auftritt von Bürgermeister Ferdinand Truffner.„Willkommen zur Empfi-TV-Show live, der einzigen Nachrichtensendung, bei der man am Ende nicht weiß, ob man mehr gelacht hat… oder ob man sich Sorgen machen muss“, stieg Truffner ein und kündigte an: „Heute schauen wir zurück auf acht Jahre Kommunalpolitik: auf große Visionen; auf kleine Budgets und auf Projekte, die wir fest eingeplant haben, nur nicht im Haushalt.”
Und die nächsten acht Jahre? Da gebe es Herausforderungen: „Wasser, das irgendwo herkommen muss, Gebäude, die dringend eine Zukunft brauchen, und Projekte, bei denen wir heute schon wissen: Das dauert länger als geplant – aber kürzer als die Ortsumfahrung.“
Akrobatisches Ballett
Das Empfinger Hofballett zeigte nochmals sein akrobatisches Können. Der Chor „Fasnetskiachle” setzten mit seinem Gesang den Schlusspunkt unter einen närrischen Abend mit sehenswerten Programmpunkten.
Wie jedes Jahr wurde eine Empfinger Persönlichkeit besonders geehrt. Dieses Mal waren es Rolf Blöchle und die Mustafas. „Mit am Rolf kasch oafach älles hao, ond dät nie ebber hanga lao.” Und zu den Mustafas hieß es: „Wenn mer ebber braucht, wo ebbis duat, sich was überlega, des kennat se guat.” Mit „Bella E’pfenger” gab es noch ein Jubiläumslied. „Jubiläa en masse, jeder Verei feirat was”, hieß es darin.
Einen großen Dank gab es für den Ausschuss der Kulturgemeinschaft, musste er doch „schaffen” und am laufenden Band organisieren, um das Wochenende mit dem Ringtreffen zu meistern. Ringpräsident Thomas Fischer überreichte zum Dank die Fahne des närrischen Freundschaftsrings.