Die Narrenzunft „Hornig“ Orschweier begeisterte bei ihrem traditionellen Bunten Abend in der ausverkauften Stadthalle. Dabei wurde auch die diesjährige Fasent-Hoheit gekürt.
Mit großem Engagement, Leidenschaft und viel Herzblut brachten mehr als 100 Akteure die Mahlberger Stadthalle über nahezu fünf Stunden hinweg zum Beben: Die Orschweierer Narrenzunft „Hornig“ begeisterte vor ausverkauftem Publikum mit einem abwechslungsreichen Programm, das eindrucksvoll die Vielfalt der Narren widerspiegelte. Prachtvolle und herausragende Tanzshows, humorvolle Sketche sowie pointierte Büttenreden sorgten für unbeschwerte und kurzweilige Stunden. Für die musikalische Stimmung zwischendurch zeichnete sich seit mittlerweile 25 Jahren der Musikzug Orschweier verantwortlich.
Der neue Oberzunftmeister Simon Metzger meisterte seine Premiere mit Bravur und hielt sein Versprechen, ein grandioses Programm auf die Bühne zu bringen. Zeremonienmeister Tim Bauer führte in gewohnt humorvoller Weise durch das Programm. Gleich zu Beginn wurde das große Geheimnis um die neue Prinzessin gelüftet: In einem roten Kleid erschien Franziska Weber, die gemeinsam mit Prinz Sebastian Sehrer durch die Kampagne führt. Traditionell eröffneten zunächst die Mädchen der Prinzengarde und anschließend die Hästräger das Showprogramm mit ihren tänzerischen Darbietungen. Das Publikum tobte.
Auch in diesem Jahr sorgt Anita Obergföll für Lacher
Besondere Augenweiden waren die Auftritte der Ballettgruppen, die auf hohem tänzerischem Niveau unterschiedlichste Tanzstile vor eindrucksvollen Bühnenbildern präsentierten. So verwandelten die Cowgirls des Hornigballetts die Bühne in eine Prärie, die Narrenteenies schwebten als Marionetten in weißen Kleidern über die Bühne, und die Zunftballerinas verabschiedeten sich ein letztes Mal glamourös und elegant im Flair des Moulin Rouge. Spitzenklasse bot schließlich das Narrenballett, das mit einem rasanten Tanz – angelehnt an den Film „The Greatest Showman“ – unter der Regie und Mitwirkung von Justine und Nico Obergföll die Mahlberger Bühnenbretter eroberte. Zum Finale steppte noch einmal der Bär, als das Männerballett als spanische Toreros in die Arena zog und laut, wild und talentiert ihre Choreographie tanzten.
Zum 17. Mal in Folge gewährte Anita Obergföll als „Sophie üs Mohlburg“ augenzwinkernde Einblicke in die intimsten Facetten ihrer Partnerschaft mit einem Orschwierer. Tiefenentspannt präsentierten sich die Frauen von Böcklin, die ihren Wellnessurlaub kurzerhand ins Schlosshotel Mahlberg verlegt hatten und dabei ganz nebenbei den 30 Kilometer langen „Bürgermeister-Dietmar-Benz-Rundweg“ absolvierten.
Hilde und Karl, verkörpert von Anne Sehrer und Dirk Krella, sorgten mit spitzer Zunge und unterstützt von einem ganz besonderen Chatbot für einen Lacher nach dem anderen. Der Chatbot, gespielt von Roland Busch aus Wyhl, wurde dabei als lebendige „Bott“ mit Schelle auf die Bühne gebracht. Schnell kam die Frage auf, ob Bürgermeister Dietmar Benz im Ruhestand das leerstehende Gasthaus Krone übernehmen werde – selbstverständlich inklusive kostenlosem W-Lan für die Glasfaseropfer. Benz, der nach dem Auftritt auf die Bühne gebeten wurde, quittierte die Idee schmunzelnd als durchaus mögliche Option.
Als Zugabe gab’s ein Stück „Dirty Dancing“
Beim Auftritt des Narrenrats blieb kein Auge trocken: Mit Parodien von Freddy Mercury, Sister Act, Eros und sein Ramazotti (der wurde an das Publikum verteilt) sowie Pianisten-Einlagen sorgten sie für wahre Begeisterungsstürme. Am Burghof begab sich das Königspaar auf die Suche nach einem passenden Hobby für die Prinzessin.
Fündig wurden sie schließlich bei „Dirty Dancing“, wobei die legendäre Hebefigur vom Publikum lautstark als Zugabe eingefordert wurde.
Der Orschweierer Bote, verkörpert von Bernd Dosch, nahm sich humorvoll der anstehenden 800-Jahr-Feier an. Für einen weiteren Höhepunkt sorgten Bernd Krella und Enkel Lenny, die mit „Hashtag Senior Golds“ viral gingen. Zum stimmungsvollen Finale sangen alle gemeinsam das Orschweierer Zunftlied.