Wenn draußen eine ungewohnte Geräuschkulisse herrscht - etwa an Silvester oder während Alarmproben - gilt es, seinem Haustier ein Gefühl der Ruhe zu vermitteln und es vor unnötigem Stress zu bewahren. Foto: pixabay

Warntag kann Hund, Katze und Co. verängstigen. Experte rät Haltern zu Gelassenheit.

Region - Rund 15.000 Sirenen sollen bei der bundesweiten Alarmprobe am 10. September getestet werden. Das stellt auch tierische Ohren vor Herausforderungen. Wie man Panik bei seinem Haustier vermeiden kann? Wir haben einen Experten gefragt.

"Dunkle Räume sind immer gut", empfiehlt der stellvertretende Tierheimsleiter Tom Faber aus Horb. Ein Ratschlag, der insbesondere auch an Silvester zum Greifen kommt, wenn explodierende Feuerwerkskörper und bunte Lichter unvermittelt das Dunkel der Nacht zerreißen. Gerade Vögel geraten sehr schnell in Panik, wenn ihre Käfige in Unruhesituationen nicht abgedunkelt werden.

Tipp: In abgeschirmten Teilen des Hauses unterbringen

Pferde hingegen werden nervös, wenn sie die Quelle eines fremden oder lauten Geräuschs nicht ausfindig machen können. Hier empfiehlt es sich, die Tiere auf einer übersichtlichen und weitläufigen Koppel grasen zu lassen. 

"Auch die Rollos runterzulassen hilft, denn diese wirken oft auch ein wenig schallisolierend." Generell rät Tom Faber Tierbesitzern, ihre Schützlinge in möglichst abgeschirmten Teilen des Haushalts unterzubringen – zumindest bis der Lärm vorüber ist. 

Auch das Tierheim Löffingen gibt auf seiner Facebookseite Tipps:

Halter vermittelt Ruhe durch Gelassenheit

Wichtig sei allerdings auch, selbst Ruhe zu bewahren und nicht in Panik zu verfallen, weiß Faber. "Tiere merken, wenn ihre Halter unruhig werden. Am besten ist es, wenn man gelassen bleibt und dem Tier damit signalisiert, dass es keinen Grund zur Unruhe gibt."

Oft käme es aber auch schlicht und einfach auf das Wesen eines Tieres an. Manche seien etwas scheuer, andere wiederum seien nur schwer aus der Fassung zu bringen. Um Panik zu vermeiden sollte daher auf das Gassigehen mit dem Hund während der Zeit der Alarmprobe verzichtet werden. Ebenso sollte der Stubentiger währendessen sein Zuhause nicht verlassen.

Letzten Endes sollte also individuell von Fall zu Fall entschieden werden, wie man sich und seinem tierischen Liebling die nötige Ruhe verschafft.

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