Bei der Übung im Schenkenzeller Wald finden Orientierungsmärsche statt. Foto: Jens Kalaene/dpa

Wer derzeit in Schenkenzell unterwegs ist, könnte ihnen begegnen: Soldaten der Bundeswehr. Auch nachts sind sie unterwegs. Das ist der Grund.

Wer aktuell in Schenkenzell unterwegs ist, könnte womöglich auf Soldaten der Bundeswehr treffen, die sich tagsüber und auch nachts durch Wälder und Gelände bewegen. Doch kein Grund zur Sorge. Dahinter steckt eine Übung der Bundeswehr, die seit Montag, 13. April bis Freitag 17. April auch in Schenkenzell stattfindet.

 

„Ein Truppenteil des Heeres aus der Deutsch-Französischen Brigade übt in diesem Zeitraum im Gebiet zwischen Offenburg, Freudenstadt und Haslach“, erklärt Oberstleutnant Kieron Kleinert, Pressesprecher des Landeskommandos Baden-Württemberg, auf Anfrage unserer Redaktion. Beteiligt sei dabei eine niedrige zweistellige Anzahl an Soldaten.

Im Mittelpunkt der Übung stehen grundlegende militärische Fähigkeiten. „Geübt wird militärisches Grundlagenwissen, vor allem Orientierungsmärsche – einzeln oder in kleinen Gruppen, bei Tag und Nacht“, so Kleinert. Dabei bewegen sich die Soldaten überwiegend zu Fuß durch das Gelände. Ergänzend kommen einige leichte, ungepanzerte Radfahrzeuge zum Einsatz.

Die Übungsteilnehmer sind mit ihrer persönlichen Ausrüstung unterwegs . Dazu zählen auch Handwaffen wie Pistolen und Gewehre. „Es kann im Einzelfall während der Übung zum Einsatz von Manövermunition, also Platzpatronen, kommen,“ sagt Kleinert. Ebenso könne Pyrotechnik, etwa in Form von Nebelmitteln, verwendet werden. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe jedoch nicht. „In beiden Fällen gelten strenge Sicherheitsvorgaben. so dass eine Gefährdung vermieden wird“, betont der Pressesprecher. Da die Soldaten größtenteils zu Fuß unterwegs sind, rechnet die Bundeswehr nicht mit größeren Auswirkungen auf den Verkehr. „Verkehrsbehinderungen sind nicht zu erwarten“, so Kleinert. Die betroffenen Gemeinden seien im Vorfeld informiert worden.

Bitte zum Abstand halten

Die Bevölkerung wird dennoch gebeten, Abstand zu halten. „Um die Übung nicht zu stören, sollte von der Übungstruppe Abstand gehalten werden“, heißt es von Seiten des Landeskommandos.