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Bundestagswahl Schlussrunde: Wer macht das Rennen?

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Freiburg/Oberndorf - Der Bundestagswahlkampf 2017 war bisher geprägt von einer intensiven Medien-Berichterstattung: große und kleine Duelle, Sommer- und Youtube-Interviews, Wahlarenen, Zeitungsinterviews, Redaktionsbesuche, Kandidatenportraits und Talkshows erreichten Millionen Wähler. Vier Tage vor der Bundestagswahl kommt es nun zum letzten TV-Aufeinandertreffen der Vertreter von CDU/CSU, SPD, Linkspartei, Grünen, FDP und AfD in der "Schlussrunde der Spitzenkandidaten" an diesem Donnerstag ab 22 Uhr auf ARD und ZDF.

Der 90-minütige Schlagabtausch wird moderiert von Tina Hassel und Bettina Schausten, und bietet dem Spitzenpersonal der Parteien eine letzte Gelegenheit, klar Position zu beziehen, zentrale Argumente auszuführen und sich so von den Mitbewerbern abzusetzen.

Rennen um Platz drei bleibt weiter spannend

Für die Union wird es darum gehen, die siegesgewissen Anhänger zum Urnengang am Sonntag zu motivieren. Für die SPD scheint es die letzte Möglichkeit, im Meinungskampf um Wählerstimmen wichtige Prozentpunkte herauszuholen. Das Rennen um Platz drei zwischen Linkspartei, Grünen, FDP und AfD bleibt weiter spannend. Wer kann im Kopf-an-Kopf-Rennen diese letzte Chance nutzen und sich die beste Ausgangslage für die Arbeit in der Opposition oder einer Regierungskoalition sichern?

Eins scheint für die Wähler indes schon vor der großen Kandidaten-Schlussrunde festzustehen: Drei von vier Deutschen raten der SPD einer Umfrage zufolge, im Falle einer deutlichen Niederlage bei der Bundestagswahl in die Opposition zu gehen. 74 Prozent der Befragten äußerten sich in der repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der "Welt" entsprechend. Nur 19 Prozent sprachen sich dafür aus, dass die SPD bei einer klaren Pleite dennoch erneut eine große Koalition mit der Union anstreben sollte.

Unentschlossene Wähler sind Zünglein an der Waage

Auch unter den SPD-Anhängern ist die Lust auf eine neuerliche Koalition mit CDU/CSU unter diesen Voraussetzungen demnach klein: 71 Prozent der Befragten in dieser Gruppe votierten laut der am Mittwoch veröffentlichten Umfrage dagegen. So wenige Tage vor der Wahl stehen besonders die Unentschlossenen im Blickpunkt der Parteien. "Mehr als ein Drittel der Wahlberechtigten ist sich noch nicht sicher, welcher Partei es seine Stimme geben wird. Das Votum dieser Unentschlossenen kann aber letztlich entscheidend für den Wahlausgang und die anschließende Regierungsbildung sein", sagt Debat-O-Meter-Projektleiter und Politikwissenschaftler Uwe Wagschal von der Universität Freiburg.

Es dürfte also ein spannender Schlagabtausch werden, in dem es für das politische Spitzenpersonal um sehr viel geht: Einerseits die eigenen Anhänger zu mobilisieren und andererseits die große Gruppe der noch unentschlossenen Wähler von den eigenen Standpunkten und Argumenten zu überzeugen. Die letzte Chance also.

Überzeugen müssen die Parteien dagegen immer weniger Deutsche, überhaupt zur Wahl zugehen. Schon bei den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und in Nordrhein-Westfalen war die Wahlbeteiligung entgegen dem Trend der vergangenen Jahre wieder gestiegen. Dabei zeichnete sich vor allem eine Entwicklung ab, die auch wenige Tage vor der Bundestagswahl zu erkennen ist: Immer mehr geben ihre Stimme per Brief ab. Alle Bundesländer verzeichnen einen Anstieg der Nachfrage nach Briefwahl-Unterlagen, wie eine deutschlandweite Umfrage ergab. Bei der Bundestagswahl vor vier Jahren hatte fast jeder Vierte (24,3 Prozent) von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, vor dem Wahltag per Brief sein Kreuz zu machen.

Der Unterschied zwischen beantragten Unterlagen und tatsächlichen Briefwählern ist nach Einschätzung von Wahlforschern sehr gering. Sie rechnen mit einem Rekord bei den Briefwählern. "Alle Zeichen deuten darauf hin", sagt Politikwissenschaftler Thorsten Faas von der Universität Mainz.

Die Wahl per Brief ist in den Großstädten besonders gefragt

Am größten ist der Anteil der Briefwähler in den Großstädten: In München haben beispielsweise mehr als 35 Prozent einen Wahlschein beantragt – ein Plus von fünf Prozentpunkten. In der baden-württembergischen Landes-hauptstadt haben rund 28 Prozent einen Briefwahlantrag gestellt. Vor vier Jahren hatten zum selben Zeitpunkt nur 23,5 Prozent der Stuttgarter ihre Stimme vorzeitig abgegeben.

Wie zuletzt zum großen TV-Duell zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz bietet der Schwarzwälder Bote gemeinsam mit der Universität Freiburg auch zur großen Kandidaten-Schlussrunde den Debat-O-Meter an. Eine Webapplikation, mit der der Zuschauer von zu Hause aus über das Internet mit dem eigenen Smartphone, Tablet oder PC die Diskutanten im TV bewerten kann. Die Teilnahme ist völlig anonym und offen für alle Interessierten. Es muss keine besondere Software installiert werden, ein gängiger Internet-Browser genügt. Etwa eine Stunde vor Beginn der Sendung ist der Debat-O-Meter freigeschaltet.

Das Team der Universität Freiburg sammelt die eingehenden Bewertungen und kann so auf die Sekunde genau feststellen, wie die Diskussionen gerade wahrgenommen werden. Am Ende wissen die Forscher dann, was beim Publikum auf Zustimmung oder auf Ablehnung stößt, was überzeugt hat und was nicht. Unsere Zeitung fasst die wichtigsten Ergebnisse und Diskussionen der Schlussrunde ausführlich zusammen.

Wer kann teilnehmen?

Wer von zu Hause aus die Debatte mit dem Debat-O-Meter bewerten möchte, braucht nur ein Smartphone, Tablet oder PC mit Internetzugang. Nach dem Login gibt es zuerst eine kurze Anleitung und eine Vorbefragung. Danach geht es direkt weiter zur Online-Bewertung. Am Ende der Diskussion folgt noch einmal eine Nachbefragung, bevor man zur individuellen Auswertung weitergeleitet wird. Die Teilnahme ist anonym, und alle Interessierten können mitmachen. Es muss keine besondere Software installiert werden, ein normaler Internet-Browser (zum Beispiel Chrome) genügt völlig.

Das Debat-O-Meter wird eine Stunde vor Beginn der Debatte freigeschaltet. Sie brauchen nichts auf ihrem Endgerät zu installieren, sondern können direkt teilnehmen. Die Teilnahme ist kostenlos und völlig anonym.

Das Debat-O-Meter finden Sie in unten stehender Anwendung - oder unter diesem Link!

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