Die Wahlbeteiligung in alle Kinzigtäler Gemeinden hat zugenommen. Foto: Reinhard

War die Rechtsaußen-Partei bei der Bundestagswahl 2021 noch im einstelligen Bereich, liegt sie in den meisten Gemeinden nun auf Platz zwei – nach der CDU. Die anderen Parteien – Grüne, SPD und FDP – mussten teilweise mächtig Federn lassen.

Das Kinzigtal hat gewählt – und es bleibt sowohl im Wahlkreis Lahr-Emmendingen als auch im Wahlkreis Schwarzwald-Baar konservativ bis rechts: Großer Gewinner bei der Bundestagswahl 2025 ist in allen Gemeinden die CDU. Gleich danach präsentiert sich die AfD als zweitstärkste Kraft, während SPD, Grüne und FDP enorm viele Stimmen verloren haben.

 

Haslach: Am meisten abgeräumt hat hier Yannick Bury: 44,6 Prozent der Erststimmen gingen an ihn. Zweiter Sieger wurde Alois Bloch von der AfD, der 15,6 Prozent der Stimmen bekam. Auf Platz drei liegt Johannes Fechner (SPD), der mit 16,08 Prozent viele seiner Stimmen von 2021 (23,3 Prozent) verloren hat. Eileen Lerche (FDP) und Susanne Floss (Grüne) bekamen 4,4 und 11 Prozent. Diese Trends spiegeln sich auch bei den Zweitstimmen wieder. Die CDU ist die stärkste Kraft (39,3 Prozent), gefolgt von der AfD (15,6 Prozent), während die SPD mit 13,2, Grüne mit 12,7 Prozent Stimmen verloren haben.

Hausach: Hausach ist AfD-Hochburg – zumindest fast. Sie bekam 20 Prozent der Zweitstimmen, Kandidat Sebastian van Ryt 18,8 Prozent. Etwas mehr Stimmen entfielen auf die CDU (33,9 Prozent), allerdings konnte Kandidat Thorsten Frei 42,2 Prozent für sich gewinnen. Die SPD verlor sowohl bei den Erststimmen für Derya Türk-Nachbaur (2021: 20; 2025: 15,6 Prozent) als auch bei den Zweitstimmen (2021: 22,7; 2025: 14,7 Prozent). Die Grünen kommen auf 11,4 Prozent, Kandidat Marin Juric auf 9,7 Prozent.

Mühlenbach: Die CDU ist in Mühlenbach der große Gewinner: Der Kandidat Yannick Bury kommt auf sage und schreibe 55,1 Prozent der Stimmen. Auf Platz zwei liegt AfD-Kandidat Michael Blos mit 14,9 Prozent, gefolgt Johannes Fechner (SPD), der 13,1 Prozent auf sich vereint. Auch bei den Zweitstimmen ist die CDU mit 50,4 Prozent am stärksten. Se hat im Vergleich zu 2021 (38,5) also enorm dazu gewonnen. Die AfD bekam 15,7 Prozent, die SPD 8,8, die Grünen 7,6 und die FDP 6,8 Prozent.

Fischerbach: Die Wähler der Gemeinde haben deutlich votiert: Mit 45,6 Prozent der Zweitstimmen liegt die CDU mit großem Abstand auf Platz eins – im Vergleich zur Wahl 2021 um gut 14 Prozent verbessert. Auch CDU-Bewerber Yannick Bury kommt bei den Fischerbachern an. Vereinigte er 2021 noch 38 Prozent der Erststimmen auf sich, sind es nun 54,3 Prozent. Größter Verlierer sind in der Gemeinde die Sozialdemokraten. Gerade einmal 9,5 Prozent der Stimmen holt die SPD. Mit zwölf Prozent bleiben die Grünen fast auf gleichem Niveau wie 2021. Die AfD überzeugte 16,2 Prozent der Wähler (2021: 5,9 Prozent). Über der Fünfprozenthürde sehen die Fischerbacher die FDP: 5,1 Prozent der Zweitstimmen.

Hofstetten: Eine Mehrheit (50,6 Prozent) in Hofstetten gewinnt die CDU. Ein sattes Plus von fast 14 Prozent. Auch was den Wahlkreiskandidaten angeht setzen die Hofstettener auf die Konservativen. Auf Yannick Bury entfallen 57,9 Prozent der Erststimmen. Abgeschlagen fast gleich auf liegen SPD (8,8 Prozent) und die Grünen (8,7 Prozent). Besonders gravierend ist allerdings der Einbruch bei den Sozialdemokraten (2021: 17 Prozent). Etwas mehr als verdoppelt hat hingegen die AfD. Die Partei holt 16,4 Prozent. Die Liberalen bekommen 5,3 Prozent.

Steinach: Kandidat Bury hat die Wähler überzeugt. Mit 48 Prozent der Erststimmen bleibt er Stimmenkönig (plus 13 Prozent). Das Zweitstimmenergebnis der CDU ist ebenfalls verbessert: 42,4 Prozent (2021: 30 Prozent) gehen an den Wahlsieger. Sonst hat nur die AfD etwas zu feiern. Mit 18,7 Prozent haben die Rechtspopulisten ihr Ergebnis mehr als verdoppelt. 8,4 Prozent gab es 2021 für die Partei. Die SPD, 2021 noch mit 18,6 Prozent der Stimmen gewählt, stürzte ab – auf 10,7 Prozent. Die Grünen kommen mit Verlusten auf knapp elf Prozent (Minus 4,21). Die FDP holt 5,37 Prozent.

Wolfach: Thorsten Frei holt für die CDU bei den Erststimmen 45,64 Prozent. Bei den Zweitstimmen liegt die CDU in Wolfach bei 38,0 Prozent. Der Grünenkandidat Marin Juric bekommt 9,41 Prozent, die Grünen mit der Zweitstimme 11,75 Prozent. SPD-Kandidatin Derya Türk-Nachbaur kommt auf 16,27 Prozent, die SPD auf 15,33 Prozent. Sebastian van Ryt, Kandidat der AFD erhält 16,19 Prozent der Stimmen, die AFD kommt mit den Zweitstimmen auf 15,97 Prozent (2021: 7,5 Prozent Erststimmen/6,6 Prozent Zweitstimmen). Das BSW kommt ohne einen Kandidaten für den Wahlkreis aufgestellt zu haben auf 4,70 Prozent. Die FDP kommt auf 3,44 Prozent der Erststimmen und 3,84 Prozent der Zweitstimmen.

Oberwolfach: Die CDU liegt vorne mit 56,5 Prozent (+13,7 Prozent) der Erststimmen und 46,6 Prozent (+12,5 Prozent) der Zweitstimmen. Auch die AfD legt zu. 13,6 Prozent (+6,8 Prozent gegenüber 2021) bei den Erststimmen und 14,6 Prozent (+8 Prozent) bei den Zweitstimmen. Die SPD fällt bei den Erststimmen auf 11,7 Prozent, bei den Zweitstimmen sind es 11,6 Prozent (2021: 18,1/21,1 Prozent). Die Grünen kommen bei den Erststimmen auf 8,5 Prozent, bei den Zweitstimmen auf 10,2 Prozent (2021: 12,0/10,9 Prozent). Mark Hohensee kommt für die FDP auf 2,0 Prozent der Erststimmen, bei den Zweitstimmen sind es 4,4 Prozent. (2021: 11,3/14,4 Prozent).

Hornberg: Um 10,6 Prozent legt die CDU bei den Erststimmen zu, es sind 44,8 Prozent. Bei den Zweitstimmen legt die CDU um 11,8 Prozent auf 38,8 Prozent zu. Derya Türk-Nachbaur von der SPD fällt bei den Erststimmen von 27,2 Prozent auf 19,6 Prozent zurück, bei den Zweitstimmen fällt die SPD auf 17,9 Prozent zurück. Auch die Grünen verlieren, bekommen 6,8 Prozent der Zweitstimmen, 2021 waren es noch 11,18. Bei den Erststimmen kommen sie auf 6,12 Prozent. 18,03 Prozent der Wähler wählen in Hornberg die AfD, 2021 waren es 7,46 Prozent. Kandidat van Ryt kommt auf 16,81 Prozent mit der Erststimme. Die FDP muss Verluste hinnehmen, lag sie 2021 noch bei 12,28 Prozent waren es dieses Mal nur noch 3,43 Prozent der Erststimmen für Mark Hohensee. Bei den Zweitstimmen erreicht die FDP 5,3 Prozent.

Gutach: Die CDU kommt bei bei den Erststimmen auf 46 Prozent, bei den Zweitstimmen sind es 36,2 Prozent. Zweitstärkste Kraft ist die AfD mit 18,9 Prozent der Zweitstimmen (8,5 Prozent 2021) und 18,4 Prozent der Erststimmen. Derya Türk-Nachbaur von der SPD bekommt 15,8 Prozent der Erststimmen, bei den Zweitstimmen kommt die SPD auf 14,3 Prozent. Marin Juric erreicht für die Grünen 7,3 Prozent der Erststimmen, die Grünen kommen mit den Zweitstimmen auf 10,2 Prozent. Die FDP kommt auf 7 Prozent der Zweitstimmen und Kandidat Mark Hohensee auf 4,9 Prozent der Erststimmen.

Die Wahlbeteiligung