Lukas von Berg tritt für die AfD als Direktkandidat an. Foto: Lukas von Berg

Die Bundestagswahl rückt immer näher, die Direktkandidaten für den Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen befinden sich im Wahlkampf. Heute stellen wir AfD-Direktkandidat Lukas von Berg vor.

Die Bauernproteste Anfang vergangenen Jahres im Zollernalbkreis und darüber hinaus waren für Lukas von Berg ausschlaggebend und Startpunkt seiner kommunalpolitischen Karriere. Nun tritt er als Direktkandidat der AfD bei der Bundestagswahl an. Im Gespräch mit unserer Redaktion verrät er seine Motivation und seine Schwerpunktthemen.

 

Geboren wurde der 30-Jährige Vater eines Kindes in Balingen. Schon früh kam er mit der Landwirtschaft in Verbindung – etwa in Hausen am Tann mit einer Schäferei und später in Bitz mit einem Mutterkuhbetrieb.

Weitere Erfahrungen in Rumänien und USA gesammelt

In Rumänien und den USA sammelte er in dieser Branche weitere Erfahrungen, mittlerweile arbeitet von Berg bei einer Forstbaumschule in der Region. Und woher kommt das Engagement für die AfD?

„Nach den Protesten im vergangenen Januar wurde ich von mehreren Seiten angesprochen, ich solle doch in die Politik gehen. Die AfD hat mich letztlich ins Boot geholt“, sagt der Direktkandidat.

Er habe eine konservative Mitte-Rechts-Partei gesucht, „wie sie die CDU noch vor 30 Jahren einmal war“, so von Berg. Und auf seinem Wahlflyer steht dazu: „Nur eine bürgernahe, konservativ-liberale und nachhaltige Politik kann unsere Heimat noch retten.“ Diese Grundsätze sehe er nur bei der AfD.

Sein Credo im Redaktionsgespräch: „Alle Parteien im Bundestag sollten jetzt unbedingt an einem Strang ziehen und gemeinsam das Land voranbringen. Wir müssen wieder Politik für die Bürger machen.“

Fokus auf Bürokratieabbau

Wichtige Punkte für ihn dabei: Der Bürokratieabbau, „und zwar nicht nur in der Landwirtschaft, sondern in allen Bereichen“, so der 30-Jährige. Zudem fordert von Berg Steuerentlastungen und -abschaffungen. Konkret nennt er dabei die CO2-Steuer, die laut seiner Einschätzung keine Zukunft haben darf.

Entlastungen müssen laut dem AfD-Mann unbedingt wieder bei den Familien ankommen. „Früher konnte eine Person die gesamte Familie ernähren. Das ist heute kaum mehr möglich.“

Gelder für Projekte ins Ausland – von Berg nannte als Beispiele Entwicklungshilfen, wie Investitionen in peruanische Radwege – müssten eingestellt werden und für nationale Projekte verwendet werden.

Hierzu kursierten vor einem Jahr nicht belegbare Summen, die angeblich aus Deutschland nach Südamerika fließen. Laut einem Bericht der Tagesschau läuft ein Großteil der Gelder über Kredit, das Geld wird also zurückbezahlt.

Klare Kante bei der Migration

Eine deutliche Meinung vertritt von Berg beim Thema Migration. „Die Grenzen müssen dichtgemacht werden.“ Das Thema ist bei Politikern und Juristen umstritten. Vom Menschenrechtsinstitut heißt es hierzu:

„Pauschale Einreiseverweigerung und flächendeckende, unbegrenzte Grenzkontrollen widersprechen auch europarechtlichen Verpflichtungen Deutschlands. Denn die Dublin-III Verordnung schreibt vor, die Zuständigkeit für die Durchführung des Asylverfahrens zu prüfen. Genau diese Prüfung würde aber mit den pauschalen Einreiseverweigerungen entfallen.“

Von Berg ist überzeugt von einem erfolgreichen Abschneiden seiner Partei im Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen. „Die AfD wird zweistärkste Kraft“, prognostiziert der Landwirt. Er sei sich sicher, dass die AfD hier 28 Prozent erreichen wird. Und in Sachen Erststimme? „Da kann ich nichts zu sagen, aber ich weiß von einigen Gruppen, die mir ihre Stimme bereits zugesagt haben.“