Der leitende Ärztliche Direktor Frederik Wenz erläutert Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, wie der digitale Check-in an der Uniklinik Freiburg funktioniert. Foto: Universitätsklinikum Freiburg

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken informiert sich über Projekte an der Uniklinik Freiburg.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat am Freitag das Universitätsklinikum Freiburg (UKF) besucht. Im Mittelpunkt standen Gespräche zu Forschungskarrieren, Prävention, verantwortungsvollem Antibiotika-Einsatz sowie zur Weiterentwicklung der klinischen Versorgung.

 

„Das Uniklinikum Freiburg ist ein besonderes Beispiel für exzellente medizinische Versorgung mit besonderer Strahlkraft in der Region und darüber hinaus“, sagt Warken. Als Forschungs-, Aus- und Weiterbildungsstätte werde dort Verantwortung für den medizinischen und wissenschaftlichen Nachwuchs übernommen, „auf den wir so dringend angewiesen sind“. „Die Herausforderungen im Gesundheitswesen machen auch vor Standorten wie diesem nicht halt. Wir wollen deshalb die Spitzenmedizin stärken, indem planbare, komplexe Eingriffe in Kliniken durchgeführt werden, die dafür bestmöglich aufgestellt sind. Zudem sollen Krankenhäuser wirtschaftlich arbeiten können. Dafür werden die Weichen in Berlin gerade gestellt“, stellt die Ministerin in Aussicht.

Krankenhausreform ist für die Uniklinik wichtig

„Wir haben im Gespräch mit der Ministerin noch einmal betont, wie wichtig die Umsetzung der Krankenhausreform für uns als Universitätsklinikum ist. Die Reform kann die Qualität der Behandlung wesentlich verbessern und bietet den Kliniken wichtige Planungssicherheit“, sagte Frederik Wenz, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Freiburg. Die enge Verbindung von Forschung und Versorgung erweitere die Behandlungsmöglichkeiten für unsere Patienten, so Wenz. „Wir konnten der Ministerin zeigen, wie wir Nachwuchs fördern, Prävention stärken und neue Therapien in die Versorgung bringen“, zeigt Wenz auf.

Nina Wanken durfte auch selbst Hand anlegen. Foto: Universitätsklinikum Freiburg

Ein besonderer Programmpunkt war der Einblick in die Neurochirurgie: Volker Coenen, Leiter der Abteilung für Stereotaktische und Funktionelle Neurochirurgie an der Klinik für Neurochirurgie des UKF, stellte eine neuartige Methode zur Tremor-Behandlung vor, die einem Patienten nach vielen Jahren schweren Zitterns wirksam helfen konnte. Da die Krankenkassen die Behandlungskosten nun übernehmen, kann sie am UKF regelhaft angeboten werden.

Auch beim Thema Antibiotika zeigte das Klinikum Erfolge. Durch Schulungen und regelmäßige Antibiotika-Konsile wurde der Verbrauch konsequent gesenkt; das UKF gehört nach eigenen Angaben bundesweit zu den drei Unikliniken mit dem niedrigsten Antibiotika-Einsatz.