399 Mal lief Matthias Ginter bislang in der Bundesliga auf. Das Spiel des SC Freiburg gegen Bremen wird wohl Nummer 400. Sein Debüt als 18-Jähriger ist bis heute in Erinnerung.
Sein Bundesliga-Debüt im Januar 2012 hat Matthias Ginter bis heute nicht vergessen. Erst wenige Tage vorher hatte ein gewisser Christian Streich den abstiegsbedrohten SC Freiburg als Trainer übernommen. Den Innenverteidiger Ginter kannte er aus gemeinsamen – erfolgreichen – Jahren in der SC-Jugend und zog ihn zu den Profis hoch.
Im Spiel gegen den FC Augsburg wechselte Streich in der 70. Minute Ginter ein. Und der damals 18-Jährige brauchte nicht lange, um sich auch im Profifußball einen Namen zu machen. Kurz vor Schluss traf er per Kopf zum 1:0-Sieg der Freiburger.
Seitdem ist in Ginters Karriere viel passiert: Er spielte mit Borussia Dortmund in der Champions League, wurde 2014 in Brasilien Weltmeister und holte 2016 Olympia-Silber – und kehrte nach fünf Jahren bei Mönchengladbach im Sommer 2022 zurück zum SC Freiburg.
Als Junge von der Bundesliga geträumt
Am Samstag wird der mittlerweile 32-jährige Ginter gegen Werder Bremen aller Voraussicht nach sein insgesamt 400. Spiel in der Bundesliga absolvieren. „Es ist schon ein bisschen unwirklich. Wie viele Kinder auch, habe ich als kleiner Junge von der Bundesliga geträumt“, sagte Ginter im Interview mit dem Portal Transfermarkt.de zu dieser Zahl.
Im Kopf hatte er diese Marke nie als Karriereziel – „aber umso mehr freut es mich natürlich, dieses 400. Spiel hoffentlich bestreiten zu können“, so Ginter weiter.
Das Karriereende ist derzeit noch kein Thema
Und noch denkt der Weltmeister von 2014 nicht ans Aufhören: „Also grundsätzlich möchte ich natürlich so lange wie möglich weiter Fußball spielen. Aktuell macht es wahnsinnig viel Spaß und ich fühle mich sehr gut. Was danach ist, darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht“, sagte Ginter in der vergangenen Woche gegenüber Transfermarkt.de.
Und wenn das Karriereende dann irgendwann kommt? „Es kann sicherlich sein, dass ich nach meiner aktiven Zeit in der Fußballbranche bleibe, in welcher Funktion auch immer. Ich habe zum Beispiel letztes Jahr auch mal zwischendurch den Trainerlehrgang zur B-Lizenz gemacht.“
Am Samstag trifft der SC Freiburg auf Werder Bremen
Allzu viel möchte er sich mit den Themen, die nach der Karriere kommen, nicht beschäftigen. Stattdessen dürfte für ihn und sein Team derzeit die Vorbereitung auf das Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Werder Bremen im Fokus stehen. Einen klaren Wunsch hat der gebürtige Freiburger, der vor den Toren der Stadt in der Gemeinde March aufgewachsen ist, für sein Jubiläumsspiel: „Auf jeden Fall einen Sieg und ein Zu-null-Spiel“, sagte er lachend.