Die Bundesagentur für Arbeit verzeichnet einen erneuten Rückgang der Arbeitslosen im Kreis Rottweil. (Symbolbild) Foto: Soeren Stache/dpa

Die Arbeitslosigkeit im Kreis Rottweil geht zurück. Besonders im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit hat sich etwas getan. Die Bundesagentur für Arbeit berichtet über den November.

Im November habe die Zahl der Arbeitslosen zum dritten Mal in Folge abgenommen: 13 103 Personen seien im Berichtsmonat arbeitslos gemeldet gewesen, das seien 79 weniger als im Oktober. Die Arbeitslosenquote sei um ein Zehntel gesunken und liege nun bei 4,5 Prozent, berichtet die Agentur für Arbeit Rottweil – Villingen-Schwenningen.

 

Der Bestand an Arbeitslosen sei weiter rückläufig. Insgesamt liege der Rückgang auf einem für diesen Berichtsmonat üblichen Niveau.

Konkret im Kreis Rottweil sei die Arbeitslosigkeit im November um 23 Personen im Vergleich zum Oktober gesunken. Demnach seien 2679 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrage 3,3 Prozent.

Nachvermittlungen für Jugendliche laufen noch

Jugendarbeitslosigkeit nimmt weiter ab Bei der Jugendarbeitslosigkeit sei der Rückgang am stärksten ausgeprägt: Im Agenturbezirk wurden 1524 Arbeitslose unter 25 Jahren gezählt, das seien 146 oder rund neun Prozent weniger als im Vormonat. „Bis zum Ende des Jahres können noch offene Lehrstellen besetzt werden“, berichtet Sylvia Scholz, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rottweil – Villingen-Schwenningen. „Derzeit laufen die Nachvermittlungen für Jugendliche, die bisher noch keinen Platz gefunden haben oder deren ursprünglichen Pläne sich nicht in die Tat umsetzen ließen. Es tun sich immer wieder Chancen auf – viele Ausbildungsstellen in der Region konnten bisher nicht besetzt werden oder sind erneut frei geworden, zudem gibt es sinnvolle Alternativen zur Überbrückung.“

Arbeitslos mit Schwerbehinderung Im Agenturbezirk seien im November 662 Personen mit einer Schwerbehinderung arbeitslos gemeldet gewesen, das entspreche rund fünf Prozent aller Arbeitslosen, so die Bundesagentur für Arbeit. „Arbeitslose Menschen mit einer Schwerbehinderung sind gut qualifiziert, die Hälfte verfügt über eine schulische, berufliche oder akademische Ausbildung. Trotzdem gelingt es ihnen seltener als nicht-schwerbehinderten Menschen, eine Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt aufzunehmen.“

Personen mit Schwerbehinderungen arbeiten häufig im Verarbeitenden Gewerbe

6184 schwerbehinderte oder ihnen gleichgestellte Menschen seien zuletzt in der Region sozialversicherungspflichtig beschäftigt gewesen. Schwerbehinderte Menschen arbeiteten in der Region häufig im Verarbeitenden Gewerbe (3328 Beschäftigte), im Gesundheits- und Sozialwesen (709 Beschäftigte) und in der öffentlichen Verwaltung (678 Beschäftigte).

Entwicklung in den Rechtskreisen Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im November sei im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III – also Arbeitslose, die aufgrund ihrer Beitragszahlung Anspruch auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung haben) stärker ausgeprägt gewesen: Bei der Agentur für Arbeit waren 87 Personen weniger als im Vormonat arbeitslos gemeldet, insgesamt 6335 Personen. Bei den Jobcentern (Rechtskreis SGB II – also Personen, die keinen Anspruch auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung haben und hilfsbedürftig sind) waren 6768 Arbeitslose registriert (acht Personen mehr als im Vormonat).

444 Angebote weniger als 2024

Stellenmarkt Die Nachfrage nach Arbeitskräften habe im November leicht angezogen, liege aber deutlich unter Vorjahresniveau: 910 Stellen wurden im November neu gemeldet (105 Angebote mehr als im Oktober). Insgesamt gebe es derzeit 3047 freie Stellen im Bestand der Agentur für Arbeit. Das seien 444 Angebote weniger als vor einem Jahr.

Kurzarbeit Im November hätten 60 Betriebe für 610 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt (vorläufige Daten, 1. November bis 24. November 2025). Im Vormonat seien es 59 Betriebe für 556 Beschäftigte gewesen. Laut aktueller Hochrechnung sei im Juli für 7011 Beschäftigte von 251 Betrieben konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt worden. Die Kurzarbeiterquote lag im Agenturbezirk im Juli bei 3,2 Prozent, wie im Vormonat.

Aktionswoche

Aktion für Menschen mit Behinderung
 Zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen am Mittwoch, 3. Dezember, bietet die Bundesagentur für Arbeit eine digitale Veranstaltungsreihe für mehr Teilhabe am Arbeitsleben an. Bei den Veranstaltungen können sich Menschen mit Behinderungen zu Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten informieren. Teilnahme unter: https://www.arbeitsagentur.de/k/digitale-aktionswoche-teilhabe.