Die Bürgerversammlung in Waldhausen war gut besucht. Neue Stromversorgung und LED-Straßenleuchten waren Themen.
Ein großer Andrang herrschte bei der Bürgerversammlung in Waldhausen. Ortsvorsteher Horst Kritzer zeigte sich erfreut und auch stolz über so viel Interesse.
Er ließ es sich nicht nehmen, zahlreichen Anwesenden seinen besonderen Dank für die gute Zusammenarbeit auszusprechen oder auch langjährigen Weggefährten zu danken. Unter anderem verteilte Kritzer Waldhausener Tassen an die Bürger. Bürgermeister Micha Bächle erhielt ein Buch mit dem Titel „Mehr Geld als Verstand“.
Durch die Versammlung führte der Ortsvorsteher sehr emotional, mitunter lustig, aber auch manchmal mit ernsten Untertönen. Insgesamt hat Waldhausen jetzt aktuell 248 Einwohner.
Geld für Wasserversorgung
In seinem Rückblick betonte Ortsvorsteher Horst Kritzer, dass es für Waldhausen zahlreiche Verbesserungen gebe. In die Wasserversorgung wurden 150 000 Euro investiert. Aktuell kommt eine neue Stromversorgung, sodass alle Freileitungen zukünftig entfallen. Drei Höfe werden derzeit an die Abwasserleitung angeschlossen. Teilweise würden die Arbeiten der ESB an der Stromversorgung und der Stadt für das Abwasser zusammengelegt, so Kritzer.
Insgesamt kosten die neuen Abwasserkanäle 270 000 Euro. Ganz Waldhausen erhält außerdem eine LED-Straßenbeleuchtung, bei der man 70 bis 80 Prozent Strom einspart.
Zukunft wird gestaltet
Bürgermeister Micha Bächle gab einen kleinen Abriss über die Aktivitäten der Stadt. In seiner Zeit als Bürgermeister wurden mehrere Millionen Euro in Waldhausen investiert. So erfolgte unter anderem der Breitbandausbau. Ein neues Baugebiet wurde geschaffen und zuletzt wurde die Wasserversorgung verbessert. Die Straßenbeleuchtung werde optimiert.
Teilweise verwende man Solar-Akkulampen, damit teure Tiefbauarbeiten entfallen. Micha Bächle erklärte weiter, er wisse, dass die Erweiterung oder der Neubau des Bürgersaals ein großer Wunsch der Waldhausener ist. Es gebe drei Möglichkeiten: ein Anbau, ein Abriss und Wiederaufbau an gleicher Stelle oder ein Neubau an anderer Stelle, wobei das alte Gebäude erhalten bleibt. Die dritte Lösung scheitert aber daran, dass aktuell gar kein anderes Grundstück zur Verfügung steht.
Kleinere Verbesserungen
Die Umsetzung werde nicht zeitnah erfolgen, sagte Bächle. Aber es werde kleinere Verbesserungen an der aktuellen Situation geben, wie etwa ein Starkstromanschluss im Bürgersaal oder Aufräumaktionen, um mehr Platz zu schaffen. Als tolles Konzept bezeichnete Bächle den Bauernhofkindergarten. Der Solarpark am Bittelbrunn samt Umspannwerk und Batteriespeicher startet mit den Bauarbeiten, und die geplanten Windräder würden am 30. Juni beantragt. Ein historisches Novum war der Bauantrag für ein Hühnermobil. Ein derartiges Mobil wird laut Stadtbaumeister Volker Dengler bald nicht mehr genehmigungspflichtig sein.
Im Anschluss an die Bürgerversammlung lud der Ortschaftsrat Waldhausen die Teilnehmer noch zu einem Imbiss ein.
Das Straßendorf
Waldhausen
ist als Straßendorf angeordnet und liegt drei Kilometer von der Stadt entfernt Richtung Unterbränd. Mit etwa 250 Einwohnern ist es nach Döggingen mit 1082 Einwohnern und Unterbränd mit 338 Einwohnern der drittgrößte Teilort der Zähringerstadt. Bekannt ist Waldhausen auch durch das Gasthaus Blume, genannt „Fabi“. Die urige Kneipe ist seit Generationen in Familienhand. Aktueller Wirt ist Horst Kritzer, der dort auch eine Landwirtschaft betreibt und gleichzeitig seit Jahren Ortsvorsteher von Waldhausen ist.