Im Sommer könnten die Arbeiten beginnen – vorausgesetzt der Zuschussbescheid liegt dann vor. Der Planer zeichnet ein recht konkretes Bild von dem Projekt.
Rund 17 Monate ist die letzte Bürgerversammlung her – damals ging es darum, miteinander älter zu werden. Nun waren es die ganz großen Veränderungen in der Mitte des Kurorts, die Bürgermeister Christian Wörpel den Bürgern vermitteln wollte.
Da stand zunächst der dringend notwendige Neubau des Feuerwehrgerätehauses auf der Agenda. Die Planung steht schon eine Weile, doch noch in diesem Jahr soll es damit losgehen. Dazu äußerte sich in der Versammlung Bennet Sebastian Kayser von Kayser Architekten. Das Projekt werde von der Niederlassung Staufen im Breisgau aus betreut, erklärte er im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten.
Kayser zeigte auf, dass man seit mehr als einem Jahr in der konkreten Planungsphase sei, immer in enger Abstimmung mit der Gemeinde und vor allem den Hauptbetroffenen, der Freiwilligen Feuerwehr.
Er zeichnete anhand der Pläne ein konkretes Bild: Sobald der letzte Zuschussbescheid, das seien Landesmittel aus dem Ausgleichsstock, bewilligt seien, könne es mit den Aushubarbeiten losgehen. Kayser wie auch Bürgermeister Christian Wörpel bezeichneten die künftige Unterkunft der Wehr als pragmatisch-funktionelles Gebäude ohne Luxus.
Einstöckig funktioniert nicht
Man habe zunächst versucht, einstöckig zu arbeiten, was aber wesentlich mehr Fläche verbraucht hätte, so kam man auf eine zweigeschossige Lösung, die im Erdgeschoss, also im Hang, in Massivbauweise, im Obergeschoss in leichter Holzbauweise mit einem Satteldach mit geringer Neigung von 15 Grad ausgeführt werde. Vier Boxen für die mittlerweile sehr großen Fahrzeuge sollen entstehen, vor dem Gebäude werden 20 Parkplätze angelegt.
Doch wie soll es in diesem Jahr weitergehen? Relativ zeitnah soll der Bauantrag eingereicht werden. Im Juli erwartet man eine positive Antwort bezüglich Ausgleichsstocks. „Danach würde es zeitnah damit beginnen, dass wir die gemeinsame Zufahrt mit dem Camping-Ressort anlegen, auch mit dem Aushub beginnen und die Versorgungsleitungen, einschließlich Nahwärme, verlegen. Anfang 2027 will man mit dem Gießen der Grundplatte durchstarten – und im Frühjahr 2028 soll die Feuerwehr dann einziehen können.
Manfred Fattler fragte nach den Kosten. Diese, so Kayser, beliefen sich auf 4,2 Millionen Euro. Da man im KFW-40 Standard baue, seien auch die Folgekosten sehr niedrig. Davon abzuziehen seien Förderungen von mehr als zwei Millionen Euro. Hubert Heger erkundigte sich, ob das Festpreise seien oder Kostensteigerungen im Raum stünden. Zwar werde man viele Einzelgewerke haben, die Kosten seien aber sehr realistisch geschätzt und die Hauptgewerke werde man sehr zeitnah vergeben, so dass man mit einer sauberen Planung recht sicher sei, die Kosten im Griff zu behalten, so Kayser.
Öffentliche Ausschreibungen notwendig
Man werde versuchen, regional zu vergeben, allerdings müsse man alle Gewerke öffentlich ausschreiben, so seine Antwort auf eine weitere Frage, . „Was passiert, wenn die letzte Förderung nicht kommt?“, lautete eine weitere Frage. Dann müsse man wohl zeitlich schieben. Wenn man trotzdem beginne, gebe es die Förderung nicht, erfuhren die rund 150 Besucher. Da jedoch die Zufahrt zum Gerätehaus auch die Zufahrt zum künftigen Campingplatz sei, werde das schwierig, so die Schlussfolgerung der Fragerin. „Dann wird man sich sicher anderweitig einigen können“, lautete die Antwort des Bürgermeisters.