Als einen Höhepunkt des Jubiläums „750 Jahre Zell“ bezeichnete Bürgermeister-Stellvertreter Thomas Kaiser die vom Bürgerverein initiierte „Jubiläumswand“ am Sparkassenplatz.
Die Gestaltung und Realisierung der 54 Meter langen und bis zu fünf Meter hohen Wand war das bislang arbeitsintensivste und finanziell aufwändigste Einzelprojekt des Bürgervereins in seiner gesamten Geschichte. Dies wurde in der Mitgliederversammlung am vergangenen Freitag deutlich.
Rückblick
Neben der „Jubiläumswand“ unterstützte der Bürgerverein im vergangenen Jahr Vereine und Institutionen mit insgesamt 25.000 Euro, die diese Zuwendungen in ihre Vereinsarbeit oder eigene Projekte investierten. Michael Gehri konnte bekannt geben, dass seit dem 15-jährigen Bestehen des Bürgervereins insgesamt 364 Projekte mit einer Gesamtsumme von 427.891 Euro gefördert wurden. Im gleichen Zeitraum investierte der Bürgerverein 141.856 Euro in Stadtentwicklungs- und -verschönerungsmaßnahmen. Dies entspricht Fördergeldern in Höhe von insgesamt 569.747 Euro. In diese Summe sind ehrenamtliche „Dienstleistungen“, wie der stellvertretende Vorsitzende Uli Merkle betonte, nicht eingerechnet. Er meinte damit beispielsweise die Unterstützung der Stadt bei gestalterischen oder Verschönerungsarbeiten, die von der Arbeitstruppe „Silberrücken“ durchgeführt werden.
Auf die zwei Standbeine des Vereins ging Michael Gehri ein. Das erste Standbein, das „Café am Hans-Fräulin-Platz“, wird seit Anfang 2024 in alleiniger Regie des Bürgervereins betrieben. Zuvor bestand eine Kooperation mit der Arbeiterwohlfahrt. Gehri bedankte sich bei Brigitte Rümmele, die das Café leitet, sowie bei den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die den Betrieb ermöglichen. Er berichtete von einer regen Besucherfrequenz und einer soliden finanziellen Basis. Für den Cafébetrieb werden weiterhin ehrenamtliche Helfer gesucht. Interessenten können sich gerne an Brigitte Rümmele wenden.
Das zweite Standbein bilden die zehn vereinseigenen Wohnungen im Bereich „Betreutes Wohnen“ im Bürgerheim. Die Mieteinnahmen daraus sind – neben den Mitgliedsbeiträgen – die wichtigste Einnahmequelle des Vereins. Kassierer Andreas Müller ging in seinem Bericht ausführlich auf die finanzielle Situation des Bürgervereins ein. Er bedankte sich, wie zuvor bereits Michael Gehri, bei der Zeller Trachtengruppe, die das Projekt „Jubiläumswand“ mit 15.000 Euro unterstützte. Auch der Sparkasse Wiesental galt sein Dank für eine Spende von 3000 Euro. Weitere kleinere Spenden in Höhe von rund 2000 Euro kamen hinzu. Durch diese Unterstützung konnten die Gesamtkosten der „Jubiläumswand“ von rund 50.000 Euro finanziell gestemmt werden.
Finanzen
Die Kasse wurde von Thomas Döbele und Manfred Schmittel geprüft. Thomas Döbele bestätigte eine einwandfreie Kassenführung, so dass die Entlastung des Kassierers einstimmig erfolgen konnte.
Wahlen
Thomas Kaiser, der die im Urlaub weilende Bürgermeisterin Marion Isele vertrat, sprach dem Bürgerverein den Dank der Stadt Zell für seine vielfältigen Aktivitäten aus, bevor er als Wahlleiter fungierte. Der komplette Vorstand stand zur Wahl. Einstimmig wiedergewählt wurde Michael Gehri, der den Verein somit weitere drei Jahre führen wird. Anschließend leitete er die weiteren Wahlen. Alle Amtsinhaber stellten sich erneut zur Verfügung, Gegenkandidaten gab es keine.
Alle weiteren Vorstandsmitglieder wurden ebenfalls einstimmig in ihren Ämtern bestätigt: Brigitte Rümmele (stellvertretende Vorsitzende), Uli Merkle (stellvertretender Vorsitzender), Andreas Müller (Kassierer), Caroline Gehri (Schriftführerin). Beisitzer sind, wie bisher: Elke Hochstatter, Aline Gehri, Manfred Schmittel, Matthias Kiefer, Jürgen Philipp und Udo Güdemann. Als Kassenprüfer wurden Thomas Döbele und Udo Bauer gewählt.
Ausblick
In seiner Vorschau kündigte Gehri ein weiteres großes Projekt an: Im Jahr 2027 soll – zum 400-jährigen Bestehen der Zeller Fasnacht – der „Zeller Fasnachtsweg“ entstehen. Dabei handelt es sich um einen Spazierweg, der durch das Städtli über den Todtnauerliweg ins Grönland und über den Eichwald führt. Entlang dieses Weges sollen geschnitzte Figuren stehen, welche die Zeller Maskengruppen und andere fasnächtliche Figuren darstellen. Die Vorbereitungen laufen bereits gemeinsam mit der Fastnachtsgesellschaft und den Vogteien. Die Einweihung ist im Frühsommer 2027 geplant.