Rund um das Feuerwehrhaus in der Ortsmitte kommen die Haltinger zu einem gut gelaunten Umtrunk zusammen. Für Stimmung sorgt eine Abordnung des Musikvereins.
Aus allen Richtungen strömen die Haltinger am Freitag zum Gerätehaus der Feuerwehr in der Ortsmitte, wo ein reich gedecktes Büffet und eine warme Feuerschale zum Bürgertreff zu Neujahr locken.
Kaum zu glauben, dass diese beliebte Zusammenkunft erst vor einem Jahr ins Leben gerufen wurde. Man meint, es habe sie schon immer gegeben.
Von erhöhter Position von einem Podest aus wendet sich Ortsvorsteher Peter Reinacher an die Bürger des Teilorts von Weil am Rhein.
„Mehr Zeit für Gespräche“, das sei die Idee gewesen hinter dieser Art des Empfangs, erklärt er den in und um das Feuerwehrhaus dicht gedrängt Stehenden.
Unter ihnen befindet sich eine Abordnung der Stadtverwaltung ebenso wie Mitglieder der demokratischen Gremien sowie die Ortsvorsteher der beiden anderen Weiler Teilorte, Johannes Maier aus Ötlingen und Stefan Hofmann aus Märkt.
Trotz Geldmangel gibt es Fortschritte vor Ort
„Kein Geld und ein schwieriges Jahr“ – diese Worte bekomme man Jahr für Jahr in den Neujahrsreden zu hören. Auf die politische Großwetterlage habe man indessen wenig Einfluss.
„Daher ist es für uns wichtig, dass wir in unserem Ort die Geschicke selbst bestimmen, wo wir können.“
Er erwähnt die Sanierung der Festhalle und die Auswahl des Entwurfs für die neue Feuerwache Nord als erfolgreich aufgegleiste Projekte.
Die Verschönerung der Ortsverwaltung sei „im vollen Gange“. Es gibt eine neue Treppe und einen neuen Boden. Als nächstes sei ein Maler mit dem Streichen der Räume und des Gangs an der Reihe.
Sobald die neue Feuerwache stehe, könne das bisherige Gerätehaus als „Haus der Vereine“ oder Quartierstreff dienen, schlägt er vor.
Esels-Geschichten und jazzige Klänge zur Unterhaltung
Warum den Haltingern im Volksmund der Übername „Esel“ zugesprochen worden sei, erklärt im Anschluss der alteingesessene Gemeinde- und Ortschaftsrat Eugen Katzenstein.
„Sturer“ Esel oder geduldiger Lastenträger?
Die sprichwörtliche Sturheit des genannten Tiers ist dabei nur eine von mehreren Erklärungsmöglichkeiten. Eine andere die Nutzung des Lasttiers beim Transport von allfälligen Abgaben nach Weil.
Eine Combo aus den Reihen des Musikvereins Haltingen, geleitet von Jürgen Wehrle, sorgt mit jazzigen Klängen von „Brass Joker“ bis „Blues und Rag“ für gute Stimmung.
„Chäferholz“ und schöne „Maidli“
Bei den vor vielen Jahren von Gustav Schumacher eigens gedichteten „Haltinger Strophen“ des bekannten „Basler Marschs“ singen die Bürgertreff-Besucher freudig mit.
Mit den Worten „Haltige mi Stolz, Mit em Chäferholz“, beginnt dort eine Strophe, mit „Maidli schön und stolz, G’schnitzt us Rebeholz“ eine weitere.
Dank an Feuerwehr, Musikverein und Ortschaftsrat
Reinachers Dank geht im Anschluss neben dem Musikverein an die Haltinger Feuerwehr für das Haus und die Bewirtung.
Die Ortschaftsräte, die sich alle tatkräftig an der Vor- und Nachbereitung des Bürgertreffs beteiligt hatten – unter anderem mit dem Richten köstlicher belegter Brötchen – nannte er einzeln beim Namen: Jan Bautz, Susi Engler, Linn Fischer, Mona Hagin, Katharina Hütter, Heidi Jakob-Frey, Eugen Katzenstein, Bernhard Scharf, Axel Schiffmann und Jürgen E. Walliser.