Beim Bürgertreff der Gemeinde Dunningen blickte Bürgermeister Peter Schumacher mit Respekt, aber auch mit Stolz auf das zu Ende gehende Jahr zurück.
Die traditionelle Veranstaltung zum Jahresende stieß in der Bürgerschaft auf große Resonanz. Die Stuhlreihen in der Seedorfer Turn- und Festhalle waren voll besetzt.
Neben vielen Bürgern aus der Gesamtgemeinde, darunter der frühere Bürgermeister Gerhard Winkler, waren die Landtagsabgeordneten Stefan Teufel (CDU) und Daniel Karrais (FDP) sowie Landrat Wolf- Rüdiger Michel nach Seedorf gekommen. Erstmals beim Bürgertreff begrüßte Bürgermeister Peter Schumacher den vor zwei Wochen eingesetzten Pfarrer Michael Ott.
So manche Kommune ächzt
Seinen Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr startete der Schultes mit einer Beschreibung der äußerst prekären Situation der Kommunen. Über Jahre hinweg hätten die Städte und Gemeinden die stetig wachsenden Anforderungen von Bund und Land mitgetragen – „oftmals still, pragmatisch, lösungsorientiert“. Doch mittlerweile stoßen viele an ihre Grenzen.
Es sei der Zusammenhalt, der Dunningen, Seedorf und Lackendorf trage „und der uns auch künftig die Kraft geben wird, Herausforderungen gemeinsam zu meistern“, meinte Schumacher und verbreitete Zuversicht.
Daueraufgabe
Ungeachtet der aktuell hohen Investitionen im Kindergartenbereich (Neubau Kindergarten Seedorf, Anbau St. Martinus-Kindergarten Dunningen) bleibe die Kleinkindbetreuung eine kommunale Daueraufgabe. Als nächster Schritt stehe die Erweiterung und Sanierung des Lackendorfer Kindergartens im früheren, traditionsreichen Rathausgebäude an. Dafür soll eine Förderung in Höhe von 750 000 Euro aus dem Entwicklungsprogramm ländlicher Raum (ELR) beantragt werden. „Sollte uns dies gelingen, wäre eine Realisierung 2027 möglich“, so die Aussage des Schultes.
Feuerwehrhaus und Lehrschwimmbecken
Beim Projekt Feuerwehrhaus hänge die Realisierung ebenfalls von der Bezuschussung ab. Die Gemeinde hoffe auf entsprechende Finanzmittel aus der Fachförderung wie aus dem Ausgleichstock.
Die ebenfalls dringend erforderliche Sanierung des Seedorfer Lehrschwimmbeckens (geschätzte Kosten: 6,5 Millionen Euro) steht und fällt mit der Höhe der Förderung. Nur mit Zuschüssen von Bund und Land in Höhe von mindestens 75 Prozent käme die Sanierung „zumindest in den Bereich des Möglichen“, machte der Bürgermeister deutlich.
Klimaschutz wird nicht gestoppt
Bis zum Förderaufruf des Landes (im Doppelhaushalt 2025/2026 sollen jährlich 30 Millionen Euro für die Sanierung von Lehrschwimmbecken bereitgestellt werden) wolle die Gemeinde gerüstet sein.
Fortsetzen möchte Dunningen die bisherige eingeschlagene Klimaschutzpolitik. Hierzu zählten insbesondere die energetische Sanierung gemeindeeigener Gebäude, die Umstellung der Straßen- und Innenbeleuchtung auf LED sowie die Installation von Dachflächen Photovoltaik-Anlagen, sofern dies wirtschaftlich sinnvoll seien.
Dankesworte
Wichtige künftige Themen seien die Bereitstellung von Gewerbeflächen und Wohnbauflächen. Derzeit gebe es auf Gemeindegebiet keine freien Gewerbeflächen. Kommendes Jahr soll der Aufstellungsbeschluss für die Erweiterung des Gewerbegebiets „Kirchöhren-Nord“ gefasst werden.
Mit Dankesworten an viele Personen aus Verwaltung und Gemeinderat, Kirchenvertretern, Schulen, Vereinen, Vereinigungen und Einrichtungen schloss der Schultes seine Ansprache. Eine interessante Fotopräsentation von Fritz Rudolf mit Impressionen zu Veranstaltungen des Jahres 2025 in der Gesamtgemeinde rundete den Abend ab. Mitglieder des Seedorfer Vereinsrings bewirteten die Gäste beim gemütlichen Teil.