Zahlreiche Balinger und Ehrengäste kamen zum Bürgertreff 2026 in die Stadthalle. Foto: Eyckeler

Beim Bürgertreff 2026 der Stadt Balingen wurde die sogenannte Bürgerstiftung Balingen offiziell ins Leben gerufen. OB Abel blickte zudem auf das Jahr 2025 zurück.

Oberbürgermeister Dirk Abel begrüßte neben zahlreichen Bürgern und Ehrengästen einen ganz besonderen Redner zum diesjährigen Bürgertreff in der Balinger Stadthalle. Reinhold R. Geilsdörfer ist Vorsitzender Geschäftsführer der Dieter Schwarz Stiftung und damit Experte in Sachen Stiftungen – und eine solche wurde am Wochenende offiziell in der Eyachstadt ins Leben gerufen.

 

Bereits im Februar 2025 wurde die Idee vorgestellt die Bürgerstiftung Balingen zu gründen. Im November lagen schon alle Genehmigungen und Unterlagen vor. Aber die Stadt wählte mit dem Bürgertreff am Samstagnachmittag einen gebührenden Rahmen für diesen Festakt, bei dem Regierungspräsident Klaus Tappeser die entsprechende Urkunde unter dem Beisein der vielen Gründungsstifter überreichte.

Geilsdörfer ging auf die Arbeit und das Tun der Dieter Schwarz Stiftung ein

Nicht nur Tappeser betonte die Wichtigkeit und Bedeutung solcher Bürgerstiftungen. In seinem Vortrag ging Geilsdörfer auf die Arbeit und das Tun der Dieter Schwarz Stiftung ein, die sich in besonderem Maße der Förderung von Bildung und Forschungsprojekten verschreibt und in Heilbronn eine beeindruckende Bildungsinfrastruktur schafft.

„Wir wollen mit unserer Stiftung einen Beitrag leisten zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts“, so Geilsdörfer. Vor allem in den Bereichen Nachhaltigkeit und geopolitische Entwicklungen schlummern laut dem Redner die großen Herausforderungen, die es zu bewältigen gelte.

Dirk Abel (links), Klaus Tappeser (Mitte) und Ermilio Verrengia präsentieren die Urkunde. Foto: Eyckeler

Mit der Unternehmensgruppe Schwarz als Geldgeber lassen sich solche Projekte auch umsetzen. Nur mit der Nennung von PreZero in der Unternehmensgruppe musste Geilsdörfer einige spöttische Lacher hinnehmen. Das Abfallunternehmen war bis zum Jahreswechsel im Zollernalbkreis tätig und hatte große Schwierigkeiten bei der Einhaltung der Müllabfuhrtermine im Kreis.

Ein vergleichbares Vermögen kann die Bürgerstiftung Balingen noch nicht vorweisen, „aber 545 000 Euro sind doch schon einen großen Applaus wert“, stellte Tappeser bei der Überreichung der Urkunde fest.

Erster Herzenswunsch

OB Abel freute sich ebenfalls sichtlich über die neue Balinger Bürgerstiftung und die Projekte, die mit dieser Stiftung künftig angegangen werden können. Zusammen mit Bürgermeister Ermilio Verrengia äußerte der OB bereits einen ersten Herzenswunsch, der womöglich mit den Mitteln der Stiftung realisiert werden kann.

In einem sogenannten Haus der Bildung sollen einmal mehrere Bildungseinrichtungen zusammengefasst werden. „Dann könnten Mediothek, Volkshochschule, Wissenswerkstatt, Jugendmusikschule und Jugendkunstschule unter einem Dach agieren“, so der Wunsch Abels.

Rückblick und Ausblick

Neben dem Festakt zur Gründung der Stiftung ging Abel auf das vergangene Jahr ein und ließ 2025 noch einmal mit einer kleinen Bildergalerie Revue passieren. „Neben dem Rückblick ist auch immer ein Ausblick wichtig“, so der OB. Große Projekte stehen für die Stadt Balingen an, die Abel vortrug. So wird unter anderem die Brücke Hürsten in Engstlatt errichtet, eine Notunterkunft gebaut und ein Regenüberlaufbecken in Frommern installiert.

Der Gospelchor trat zwischen den Programmpunkten auf und sorge für Unterhaltung. Foto: Eyckeler

Zwischen den Programmpunkten sorgte der Gospelchor Voices, Hearts and Souls unter der Leitung von Juandalynn R. Abernathy für musikalische Unterhaltung und rundete den Empfang ab. Später bestand die Gelegenheit mit Verwaltung und Gemeinderäten noch ins Gespräch zukommen.