Einen Workshop zum Thema Abfallvermeidung hat die Bürgerstiftung Weil am Rhein für Weiler Grundschüler finanziert. Foto: Beatrice Ehrlich

Bei einem Workshop des Trinationalen Umweltzentrums haben Schüler der Leopoldschule sich mit der Abfallproblematik auseinandergesetzt. Finanziert wird das von der Bürgerstiftung Weil am Rhein.

Ein Foto, ein Filzer, ein Kassenzettel, eine zusammengeknüllte Papierserviette, ein kaputtes Handy: Einen nach dem anderen zieht Katharina Fautz verschiedene Gegenstände aus einer der bunten Papiertüten, die im Raum verteilt sind. Gelb, blau, grün oder schwarz, das ist hier die Frage. Doch nicht etwa um politische Parteien, Wahlen und Koalitionen geht es an diesem Schulmorgen, sondern ganz profan: um Müll.

 

Drei Schulstunden lang haben sich Viertklässler der Leopoldschule in Weil am Rhein mit den Abfällen beschäftigt, die sie und andere Menschen hinterlassen.

Wo gehört das rein? Die Antwort auf diese Frage haben Weiler Viertklässler bei einem Workshop des Truz gelernt. Foto: Beatrice Ehrlich

Sie sind der Frage nachgegangen, was später mit diesen passiert. Denn eines ist klar: An Stränden und im Meer als „große Müllteppiche“ landen sollen sie nicht. Ganz am Anfang der Schulung hat Fautz, Dozentin des Trinationalen Umweltzentrums (Truz) Weil am Rhein, die Kinder mit solchen Bildern konfrontiert. Das ist ihnen im Gedächtnis geblieben, wie beim Schlussgespräch deutlich wird.

Dass die Viertklässler jetzt den Unterschied wissen zwischen Abfall, der sich in kürzerer oder längerer Zeit zersetzt, dass sie ihr Augenmerk auf Gegenstände gerichtet haben, die ihnen wirklich wichtig sind und deshalb niemals auf dem Müll landen werden und wie aufwändig die Herstellung vieler Dinge des täglichen Gebrauchs ist, die man schnell mal achtlos wegwirft, hat Fautz mit den Kindern besprochen. Nicht zuletzt haben sie gelernt, wie man seinen Abfall wirklich richtig trennt. Foto, Filzer und die benutzte Papierserviette landen ebenso wie der Kassenzettel im Restmüll. Das kaputte Handy gehört sogar auf den Sondermüll.

Sieben Klassen in drei Schulen

Das sieben Klassen aus drei Weiler Grundschulen in den Genuss dieses besonderen Unterrichtsangebots kommen, ist der Weiler Bürgerstiftung zu verdanken, die den vom Truz entwickelten Kurs für die Schulen mit 1500 Euro finanziert.

Viertklässler der Leopoldschule mit Rektor Stephan Hölscher (links), Dozentin Katharina Fautz (2.v.l.), Silke Geißler-Klumpp vom Truz (r.) und Thomas Abele, dem Vorsitzenden der Bürgerstiftung Weil am Rhein bei der symbolischen Scheckübergabe. Foto: Beatrice Ehrlich

Neben drei Klassen in der Leopoldschule und dem zu dieser gehörenden SBBZ (sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum) sind das die Rheinschule in Friedlingen und die Hermann-Daur-Schule in Märkt.

Zusatzangebot zum Grundschulunterricht

„Es ist wichtig, damit bei den Kindern anzufangen“, sagt Silke Geißler-Klumpp, Fachbereichsleiterin Umweltbildung beim Truz. Den Kindern würden sich die Inhalte auf besondere Weise einprägen, wenn sie eine Person von außerhalb der Schule vermittle, lobt Rektor Stephan Hölscher das Projekt.