Die Bürgerstiftung Donaueschingen hat einen neuen Vorstand gewählt. Bernhard Kaiser gibt nach fünf Jahren sein Amt ab. Zudem flossen Im vergangenen Jahr 31.000 Euro an 21 Projekte.
Die Bürgerstiftung von Donaueschingen möchte das gesellschaftliche Engagement in Donaueschingen fördern und Projekte in unterschiedlichen Bereichen wie Bildung, Kultur, Soziales, Umwelt oder Jugendhilfe unterstützen. So auch zuletzt im Jahr 2025, als 31.000 Euro an 21 Projekte flossen.
Der scheidende Stiftungsvorsitzende und ehemalige Bürgermeister Bernhard Kaiser zog noch ein letztes Mal eine tadellose Bilanz. Doch stellte er nicht sein Tun und Wirken in den Vordergrund, vielmehr würdigte er die seit 20 Jahren bestehende Institution, ebenso den kürzlich verstorbenen Ernst Zimmermann, der der Stiftung von Beginn an angehörte und von 2011 bis 2021 Stiftungsvorsitzender gewesen war. „Er war ein perfekter Vorstand, denn er verrichtete die meiste Arbeit selbst“, sagte Kaiser mit einem Schmunzeln. Es war an diesem Abend Zeit, nicht nur das Jahr 2025 zu reflektieren, sondern auch fünf Jahre seiner Vorstandszeit Revue passieren zu lassen. Unter dem Strich stehen mit Bewertungsreserven 1,5 Millionen Euro in den Büchern als Stiftungskapital, und das trotz über 300.000 Euro, die seit Bestehen der Bürgerstiftung in Projekte geflossen sind. Im Mittelpunkt der Arbeit steht der Gedanke „Gemeinsam für unsere Stadt und ihre Bürger“.
Die Stiftung unterstützt Projekte aus den Bereichen Kunst, Kultur, Bildung, Sport und Denkmalpflege. In besonderen Fällen leistet sie auch direkte, mildtätige Hilfe für Menschen in Not.
Durch dieses breite Engagement trägt die Bürgerstiftung dazu bei, das kulturelle, soziale und gesellschaftliche Leben vor Ort nachhaltig zu verbessern. Finanziert wird die Stiftung durch Spenden, Zustiftungen und die Erträge aus ihrem Stiftungsvermögen. Während Spenden zeitnah für konkrete Projekte eingesetzt werden, bleibt das Grundkapital durch Zustiftungen erhalten und wächst langfristig.
Die daraus erwirtschafteten Erträge ermöglichen eine dauerhafte Förderung gemeinnütziger Vorhaben. Kaiser erinnert sich genau an ein Interview mit dieser Zeitung im Gründungsjahr 2006. „Eine Million sehe ich als nicht unrealistisch an“, sagte er seinerzeit und er sollte recht behalten. Auch Stiftungsratsvorsitzender Jürgen Tröndle sieht die Bürgerstiftung wichtiger denn je. „Schaut man auf die Wirtschaft, die aktuelle geopolitische Situation, dann sehe ich die Stiftung als eine Institution, in der bürgerlicher Zusammenhalt gelebt wird. Wir sehen uns in der Pflicht, das kommunale Leben finanziell zu fördern.“
Im Zeichen der Wahlen
Ganz im Zeichen der turnusmäßigen Wahlen im Fünf-Jahres-Rhythmus stand die Versammlung, so wurden im Stiftungsrat Jürgen Tröndle, Susanne Arui, Hans Ulrich Elben, Alexandra Laufer-Müller (in Abwesenheit), Edith Lienhard und Niko Reith bestätigt. Für Karlheinz Heiß und Alexander Hengst rückten Patrick Leismann, der online zugeschaltet war, und Thorsten Schäfer nach. Während im Stiftungsvorstand Ulrich Christ und Bertolt Wagner bestätigt wurden, rückte für den scheidenden Bernhard Kaiser Katharina Frei als neue Vorsitzende in Amt und Würden.
„Sieben Jahre in der Stiftung, fünf davon als Vorstand reichen, ich freue mich sehr, dass jüngere Jahrgänge nachrücken, sie sind die Zukunft der Stiftung“, so Kaiser, obgleich Katharina Frei bemerkte, dass sie in große Fußstapfen mit der Amtsübernahme trete.
Hintergrundinformationen
Aufgaben der Stiftung
Die Aufgaben einer Bürgerstiftung sind vielfältig. Sie sammelt Spenden und Zustiftungen, um langfristig finanzielle Mittel für gemeinnützige Projekte bereitzustellen. Dabei bleibt das eigentliche Stiftungskapital in der Regel erhalten, während die Erträge daraus zur Förderung verschiedener Projekte genutzt werden.