Der wiedergewählte Vorstand mit Claus-Dieter Stoll und Marcel Hagenlocher sowie die beiden neuen Kassenprüfer Klaus-Dieter Jurtz und Eric Beuchel (von links). Foto: Stadler

Das Bürgernetzwerk Mötzingen fiebert dem Umzug in neue Räume entgegen. Das wurde bei der jüngsten Hauptversammlung deutlich.

Mötzingen - Für weitere drei Jahre wurden Claus-Dieter Stoll und Marcel Hagenlocher in ihren Vorstandsämtern beim Bürgernetzwerk Mötzingen bestätigt. Nachdem die bisherigen Kassenprüfer Christl Schwenk und Jörg Vollmer nach sieben Jahren ihre Mandate niederlegten, mussten die Positionen durch Wahlen neu besetzt werden. Die beiden Kandidaten, Eric Beuchel und Klaus-Dieter Jurtz wurden ohne Gegenstimmen gewählt und übernehmen in den nächsten drei Jahren die Prüfung der Kasse. Rolf Härdtner und Heinz Köhler gaben ihr Ehrenamt im Verwaltungsbeirat auf. Als Nachfolger kandidierte Otto Notter, der in offener Abstimmung einstimmig gewählt wurde.

Neben den Wahlen berichtete Claus-Dieter Stoll über den bevorstehenden Umzug des Netzwerk-Büros. Aufgrund von Verzögerungen bei der Baufertigstellung rechnet das Bürgernetzwerk Mötzingen frühestens im Mai damit, in die neuen Räume mit zwei Arbeitsplätzen einziehen zu können. Die künftige Anschrift lautet dann Schulstraße 3. Die Mitglieder werden entsprechend informiert.

Keine EDV-Kosten

Als externer Datenschutzbeauftragter wurde IT-Experte Eric Beuchel angestellt. Zusammen mit Timo Rößler gestaltete er die Internetseiten des gemeinnützigen Vereins datenschutzkonform um. "Die Homepage ist seitdem übersichtlicher geworden und Informationen sind leichter zu finden", sagte Claus-Dieter Stoll. Beuchel informierte, dass dem Verein für die Computer-Hard-. und Software keine Kosten entstehen, die Internetseite ehrenamtlich betreut werde und die Kosten beim Betreiber der Homepage gesenkt werden konnten.

Das Bürgernetzwerk erwartet in diesem Jahr höhere Ausgaben durch den Umzug und künftige Mietzahlungen, aber auch durch den Anstieg beim Mindestlohn. Dieser wirke sich auf die zu erhebenden Gebührensätze aus, mit denen die Aufwendungen der Nachbarschaftshelfenden entschädigt werden.

Trotz steigender Gebühren bleibe der Verein unter den Sätzen der Nachbarschaftshilfen in benachbarten Orten. "Die Mitgliedsbeiträge werden nicht erhöht", informierte Stoll. Die Mitgliederzahlen, so Hans-Ulrich Schmidt, sanken gegenüber dem Vorjahr um 14 Personen und lagen zum Jahresende 2021 bei 413. 105 Mitglieder sind zwischen 61 und 70 Jahren, weitere 127 zwischen 71 und 80 Jahren. Der Verein strebt die Akquise von neuen, vor allem jüngeren Mitgliedern an.

Weniger Helfer durch Corona

Herbert Radloff berichtete letztmals aus dem Büro des Bürgernetzwerks im Alten Rathaus. Dort gab es personelle Veränderungen. Elke Kleemann beendete ihre Arbeit Ende April 2021. Zum 1. Juli übernahm Irmgard Heinze die Vertretung von Büromitarbeiterin Gabriele Jurtz.

Die Anzahl der Helfer brach im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie ein. Dies führte zu einer schwierigen Einsatzplanung mit zunächst 190 Einsatzstunden pro Monat am Jahresanfang. Zum Jahresende wurden 475 Stunden je Monat gezählt. Insgesamt wurden 3958 Einsatzstunden geleistet, im Jahr 2020 waren es 3972. Diese entfallen primär auf Hilfe im Haushalt, meist bei Menschen mit Einschränkungen im fortgeschrittenen Alter. Ziel sei es jedoch, die Hilfe auch jüngeren Familien anzubieten. Die Veränderungen bei der Einsatzplanung und die Einarbeitung der neuen Mitarbeiterin führten zum Anstieg der Bürostunden. Das Netzwerk-Cafe wird von Irmgard Heinze, Elke Kleemann und Rita Ludewig betreut und öffnet seine Türen am 27. Mai.

Blick auf Veranstaltungen

Aus dem Veranstaltungsbereich berichtete Ralf Ludewig über die Absage der Bürgertreffs im vergangenen Jahr, aber auch über die gemeinsame Veranstaltung von Dorothea Wohlfahrt und Jürgen Schulz. In den Herbstferien konnte in abgespeckter Form "Urlaub vom Herd" mit "Urlaub ohne Koffer" für 16 Teilnehmer miteinander kombiniert werden. Außerdem fanden eine Wanderung sowie ein Ausflug nach Stuttgart in 2021 statt. In diesem Jahr plane das Bürger Netzwerk erste Aktivitäten mit Veranstaltungen ab Mai.

Laut Kassenbericht von Hans-Ulrich Schmidt, steht das Bürgernetzwerk Mötzingen finanziell auf gesunden Beinen. Ein hoher Spendenanteil ermöglichte eine einstimmig beschlossene Rücklagenzuführung von rund 2000 Euro, die höchste seit Vereinsgründung.

Letztmals prüften Jörg Vollmer und Christl Schwenk die Vereinskasse, die keinen Grund für Beanstandungen bot. Die en bloc beschlossene Entlastung war einstimmig. Hans-Ulrich Schmidt stellte den Finanz- und Wirtschaftsplan 2022 vor, der auch die Mietkosten für die neuen Büroräume ab dem Umzugstag beinhaltet. Auch in diesem Jahr rechnet der Verein mit einem kleinen Überschuss.