Der Vöhrenbacher Wahlausschuss stellt das Ergebnis der Bürgermeisterwahl fest. Foto: Heimpel

Bürgermeisterwahl: Robert Strumberger noch bis 16. Dezember im Dienst / Blick auf die Stimmenverteilung

Der Kampf um den Bürgemeistersessel ist beendet, nun beginnen im Rathaus die Planungen für die Amtsübergabe. Die Amtszeit von Bürgermeister Robert Strumberger endet offiziell am 16. Dezember.

Vöhrenbach. In den Tagen danach kann dann die offizielle Amtseinführung und Vereidigung des neuen Bürgermeisters Heiko Wehrle stattfinden. Ein Termin ist aber bisher nicht festgelegt.

Es gibt einige Details zur Bürgermeisterwahl, die interessant sein könnten. Dazu gehört die Stimmenverteilung in den Ortsteilen ebenso wie Stimmen für weitere Kandidaten.

Im Wahlergebnis tauchen noch 28 "Sonstige (zusammengefasste Bewerber)" auf. Hier sind all die Stimmen erfasst, die von den Wählern an Personen vergeben wurden, die nicht auf dem Wahlzettel standen. Denn bei der Wahl kann jeder wählbare Bürger eingetragen und damit auch gewählt werden.

Von den 28 Stimmen konnten allerdings nur 22 gewertet werden, da bei den übrigen sechs Stimmen die gewählte Person nicht eindeutig zugeordnet werden konnte. Von diesen 22 Stimmen entfielen sieben Stimmen auf Andreas Ketterer. Vier Stimmen erhielt Isolde Grieshaber aus Furtwangen, die sich ursprünglich auch als Bürgermeisterkandidatin gemeldet, dann aber wieder zurückgezogen hatte. Weitere Stimmen gab es für Thomas Lesar (drei Stimmen), Sven Sickinger (zwei Stimmen) und jeweils eine Stimme für Dejan Novakovic, (Pfarrer) Martin Schäuble, Klaus Uwe Sickinger, Beate Troll, Hansjörg Weis und Robin Weißer.

Auffällig groß war die Zahl der Briefwähler bei dieser Bürgermeisterwahl. Nach Einschätzung von Axel Wittlinger vom Wahlamt dürfte dies ein Rekord sein. 904 Wähler nutzten die Briefwahl, das sind 45,5 Prozent aller 1988 Wähler. Dafür dürfte es, so Axel Wittlinger, verschiedene Gründe geben. So war bereits bei der Landtagswahl unter Corona-Bedingungen die Briefwahl sehr stark gefragt.

Darüber hinaus ist man nicht mehr an einen bestimmten Zeitpunkt für die Wahl gebunden, sondern kann den Wahlumschlag entweder über die Post versenden oder bis 18 Uhr am Wahltag im Rathaus in den Briefkasten werfen. Bei dieser Wahl wurde der Rathaus-Briefkasten wieder rege genutzt.

Interessant ist auch die Stimmenverteilung auf die einzelnen Ortsteile. Dabei macht Axel Wittlinger deutlich, dass dieses Ergebnis noch vorläufig ist. Erst müssen die Zahlen durch Landratsamt und Wahlausschuss überprüft und noch endgültig bestätigt werden. Patrick Hellenschmidt erhielt insgesamt 16,8 Prozent der Stimmen. Bei den Briefwählern stimmten 15,3 Prozent für ihn. Ein besonders gutes Ergebnis erzielte er in Langenbach mit 34,7 und in Hammereisenbach, wo er als Ortsvorsteher tätig ist mit 35,7 Prozent. Im Stadtgebiet Vöhrenbach erhielt er 11,5 Prozent und in Urach 14,7 Prozent.

Der künftige Bürgermeister Heiko Wehrle erreicht ein Gesamtergebnis von 80,2 Prozent. Bei der Briefwahl waren es 82,2 Prozent, im Stadtgebiet Vöhrenbach 84,1 Prozent, in Urach sogar 85,3 Prozent sowie in Langenbach 63,3 Prozent und Hammereisenbach 61,6 Prozent.