Bei der Bürgermeisterwahl in Malsburg-Marzell am 12. April wird Amtsinhaber Mario Singer einen Gegenkandidaten bekommen.
„Ich bewerbe mich um eine zweite Amtszeit und will mich weiterhin für eine lebenswerte Berggemeinde einsetzen“, sagt Mario Singer, der im April 2018 zum Bürgermeister der Gemeinde Malsburg-Marzell gewählt worden ist. Seine Amtszeit endet am 30. Juni. Die Wahl ist am 12. April.
Der 63-jährige Diplom-Forst- und Volkswirt, der mit seiner Familie in Freiburg wohnt und täglich mit dem Fahrrad in die Gemeinde auf dem Wälder kommt, hat sich bekanntlich nach „reiflicher Überlegung“ zur erneuten Kandidatur entschlossen. „Der Lotse geht zur Halbzeit nicht von Bord, sondern will die begonnenen Projekte und meine Arbeit fortsetzen“, betont Singer im Gespräch mit unserer Zeitung. Ihm sei es wichtig, dass die ökologische Vielfalt und die Landschaft im oberen Kandertal erhalten werde. Die Tatsache, dass in der kleinen Gemeinde mit 1500 Einwohnern noch viel Potenzial vorhanden sei, habe ihn zur erneuten Kandidatur bewogen.
Natürlich habe er sich wegen der immer wieder aufkommenden Querelen, persönlichen Auseinandersetzungen und der schwierigen Zusammenarbeit im Gemeinderat die Entscheidung nicht einfach gemacht. Dies sei auch Grund dafür gewesen, dass er sich in den zurückliegenden Jahren einmal in Badenweiler und einmal in Münstertal wegbeworben habe. Dass es nicht geklappt hat, darüber sei er im Nachhinein froh. Denn längst sei er in Malsburg-Marzell angekommen.
Singer will „das Optimale für die Gemeinde“ herausholen
Singer bedauert aber, dass es quasi „keinen Austausch zwischen ihm und dem Gemeinderat gibt“. Doch er nehme die Situation sportlich hin und wolle trotzdem „das Optimale für die Gemeinde“ herausholen. Es sei deshalb alles andere als gut, wenn immer wieder am Ratstisch alles negativ hinterfragt werde. „Trotz allem haben wir vieles umstrukturiert und auf den Weg gebracht“, sagt Bürgermeister Singer und verweist beispielsweise auf den abgeschlossenen Breitbandausbau und die Trinkwasserversorgung als weiteres großes Projekt. Singer betont auf Nachfrage, dass er die feste Absicht habe, im Falle seiner Wahl die volle Amtsperiode von acht Jahren im Amt zu bleiben.
Der Vater zweier erwachsener Töchter engagiert sich über seine berufliche Tätigkeit in Malsburg-Marzell hinaus auch ehrenamtlich. So ist er zum Beispiel Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft Dreiländereck, Vorsitzender der Jagdgenossenschaft, Vorstandsmitglied im Naturpark Südschwarzwald und im Forstausschuss des Landkreises Lörrach. Zudem ist er Mitglied in zwei Ausschüssen im Gemeindetag. Auch ist er Vorsitzender eines Prüfungsausschusses bei der IHK.
Herausforderer stammt aus Kandern
Der 70-jährige Herausforderer Uwe Oehlschläger aus Kandern, der in Kiel geboren ist, ist Polizeihauptkommissar im Ruhestand. Er geht jedoch bei der Stadt Lörrach noch einer Tätigkeit nach im Bereich Landeswohnraumförderung und Katastrophenschutz. Oehlschläger war trotz zahlreicher Versuche unserer Zeitung, bis Freitagnachmittag nicht zu erreichen.
So viel ist über ihn bekannt: Er engagiert sich ehrenamtlich in mehreren Funktionen. So ist er Beisitzer im Vorstand des SPD-Ortsvereins Kandern-Malsburg-Marzell und war bis 2024 Vorsitzender des VdK-Ortsvereins Kandern-Schliengen. Außerdem ist er Übungsleiter beim TSV Kandern.